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Surfen in Andalusien

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Surfspots im Süden Spaniens

Nach Monaten des Lockdowns in London während der Coronavirus-Pandemie 2020 ergriff Charlie die Gelegenheit und entfloh dem Winter zu Beginn der Surfsaison in Europa. Take Hostel, ein Surfhostel in Conil de la Frontera in Südspanien, hatte ein spezielles Angebot für längere Aufenthalte mit Unterkunft, Co-Working und natürlich Surfen. Warum würde Charlie diese Chance nicht nutzen und ein paar Tage später im Flugzeug sitzen?

Bevor wir genauer auf die Surfspots eingehen, hier ein paar allgemeine Informationen zu Andalusien:

  • Sprache: Spanisch
  • Währung: Euro
  • Zeitzone: GMT+1 (wie Deutschland)
  • Elektrische Spannung: 220V
  • Steckdosen: Europäisch, zwei runde Stecker
  • Arztbesuche: Europäische Gesundheitskarte akzeptiert
  • Notfallrufnummer: 112
  • Anreise: Flughafen in Sevilla, Jerez oder Málaga

Surfen unter der Sonne Andalusiens

Zwischen Europa und Afrika grenzt die 1100km lange Küste Andalusiens im Osten Gibraltars an das Mittelmeer und im Westen an den Atlantik. Von Málaga bis Cádiz können Surfer zwischen mehr als 50 Surfspots wählen, die besten davon findet man jedoch an der Küste nahe Cádiz zwischen Portugal und Gibraltar. Vor allem während der Wintermonate bringt der Atlantik Wellen, die an manchen Tagen für Barrels sorgen, die größer sind als die Surfer selbst. Für Anfänger sind die Bedingungen im Sommer besser geeignet, erfahrenere Surfer zieht es im Winter nach Andalusien.

Waves at Fontanilla Beach in Conil

Surfen in Conil de la Frontera

Charlie verbrachte ihren Aufenthalt in Andalusien im Take Hostel in Conil. Das Hostel ist nur 100m vom Strand entfernt, wo man an der Flussmündung surfen kann. Wenn die Flut kommt, füllt sich der Fluss Río Salado mit Wasser und wenn die Bedingungen stimmen, formt sich an der Mündung ins Meer eine perfekte Welle. Die Grünflächen der Gegend, die Kleinstadt am Hang mit ihren weißen Fassaden und die scheinbar endlosen, weißen Strände machen es zu einem der schönsten Surfspots. Von diesem Punkt sieht man den Sonnenaufgang über den Bergen und den Sonnenuntergang über dem Meer. Es ist einer der seltenen Orte der Welt, die im Morgengrauen und zur Abenddämmerung gleichermaßen für Erstaunen sorgen.

Neben dem Surfspot am Fluss in Conil befindet sich auf der anderen Seite des Ortes ein weiterer Surfstrand: Fontanilla oder Fuente del Gallo. Die Steilküste schützt den Spot vor Wind und es formen sich Surfpeaks links- und rechtsseitig. Von einem Café auf dem Hügel aus kann man die gesamte Küstenlinie überblicken und die perfekten Sets, die sich dem Strand nähern, bestaunen. Charlie hätte nie gedacht, solche perfekten Sets an Wellen in Europa zu sehen.

Surfen in El Palmar

El Palmar ist ein kleines Surf-Dorf am Strand, ungefähr 6km östlich von Conil de la Frontera und der Ort, an dem Surfer in Spanien zusammenkommen. Während Conil ein städtisches Flair hat, erinnert El Palmar eher an eine kleine Siedlung zwischen den Feldern und dem Strand. Entlang der Küste reihen sich Bars, Cafés und Surfshops aneinander, direkt dahinter liegen Parkplätze für Autos und Vans, Hostels und ein Campingplatz. Das Take Hostel in Conil, wo Charlie untergebracht war, hat auch eine Surfschule in El Palmar. Man kann dort jederzeit ein Board ausleihen, muss nur die Straße überqueren und kann sich in einige der besten Wellen stürzen, die man auf dem europäischen Festland findet. El Palmar ist ein offener Beachbreak, wo die Wellen vor allem in Winter bedeutende Größen erreichen und Barrels formen. Auch Anfänger kommen auf ihre Kosten, da die langen Wellen einladen, zum Longboard zu greifen – sowohl in den Schaumwellen als auch an Tagen, wo die Wellen etwas kleiner sind.

Surfen in Caños de Meca und am Faro Trafalgar

Wenn die Barrels in El Palmar etwas zu groß werden, bietet sich ein anderer Surfspot in der Nähe an in Caños de Meca. Der Spot liegt etwas geschützter und die Wellen sind dort für gewöhnlich kleiner als in El Palmar. Caños de Meca ist ein Point Break mit steinigem Untergrund und anders als in El Palmar, wo man ins Wasser laufen kann, muss hier gepaddelt werden. Es ist den Kraftaufwand wert, wenn man erst einmal den Peak der Welle erreicht hat. Charlie hat dort nicht nur selbst gesurft, sondern auch ihre Surffotografie aus dem Wasser auf die Probe gestellt.

Wenn euch ein Beachbreak lieber ist, könnt ihr ein Stück die Küste entlanglaufen (der Parkplatz ist der gleiche) in Richtung des Leuchtturms Faro de Trafalgar. Von dort aus kann man auch einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen.

Sunset at the Faro Trafalgar

Surfen in Cádiz

Wenn ihr beim Surfen lieber einen urbanen Hintergrund genießt, dann ist die Stadt Cádiz nur 40 Minuten von Conil de la Frontera entfernt. Beim Anblick der ältesten architektonischen Fassaden in Spanien kann man sich hier in die Wellen stürzen. Der urbane Surfspot in Cadiz ist ein offener Beachbreak, der durch Wellenbrecher zum geschützten Spot wird. Cádiz hat außerdem eine lange Strandpromenade mit einem Radweg, der dazu einlädt, das Surfskate herauszuholen oder sich einen Drink am Strand zu gönnen.

The beach in Cadiz

Wenn man in Richtung Westen weiter die Küste entlangfährt, kommt man nach Portugal. Wochenendausflüge zu den dortigen Surfspots sind bei denen beliebt, die ihren Surftrip in einem Van verbringen. In östlicher Richtung ist noch ein weitere Surfstrand, der erwähnt werden muss: Los Lances in Tarifa. Der Spot ist vor allem für Wind- und Kitesurfing beliebt. Weiter östlich auf der anderen Seite von Gibraltar liegen Huelva, Málaga und Granada, die ebenfalls Surfstrände haben, die aber weniger beliebt sind als die zwischen Cádiz und Tarifa. Es muss einen Grund geben, warum es Surfer in Spanien für gewöhnlich nach El Palmar zieht!

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