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Sunset over the river in Huelva

Charlies Überraschungs-Aufenthalt in Andalusien

Nach ein paar traumhaften Wochen auf den Kanaren setzte Charlie ihre Reise in Richtung Portugal fort. Bei ihrer Recherche stieß sie auf eine Fährverbindung von Teneriffa nach Cadiz. Sie wollte an die Algarve und Cadiz war nicht weit entfernt. Da war die Fähre doch eine gute Option. Während des Buchungsvorgangs bemerkte sie, dass der Hafen nicht in Cadiz war, sondern in Huelva. Charlie hatte nie zuvor von dieser Stadt gehört, aber warum sollte sie sich das nicht mal ansehen?

Die schönsten Sonnenuntergänge gibt es in Andalusien

Charlie kam am frühen Morgen mit der Fähre an und fuhr direkt zu ihrer Unterkunft. Sie musste noch ein bisschen Arbeit erledigen. Gegen 17 Uhr war es an der Zeit, den Laptop auszuschalten und die Stadt zu erkunden. Sie durchquerte die Stadt zum Fluss hinunter. Huelva lag direkt and einem Flussdelta in Meeresnähe und auf der Karte hatte Charlie gesehen, dass es dort auch ein Pier gab. Charlie schlenderte langsam durch die Stadt und war genau zum Sonnenuntergang am Ufer. Es war ein alter Pier, der zu der Zeit genutzt wurde, als Huelva ein wichtiger Industriehafen war. Die Sonne ging langsam hinter diesem beeindruckenden, historischen Bauwerk unter. Charlie wusste bereits von Surftrips nach Andalusien, dass die Sonnenuntergänge in diesem Teil Spaniens mehr als traumhaft waren. Huelva war da keine Ausnahme. Zusammen mit einem Flussdelta und einem Pier, bekommt man das perfekte Postkartenmotiv!

Was es in Huelva zu sehen gibt

Ganz ehrlich, der Sonnenuntergang ist durch nichts mehr zu toppen! Ein paar Orte gibt es aber noch in Huelva, die man sich anschauen sollte. Auf ihrem Weg zum Pier kam Charlie an ein paar Wandbildern vorbei und hielt am Plaza de las Monjas vor einem Brunnen und der Kolumbus-Statue, um ein paar Bilder zu machen. Das antike Hotel París, auch bekannt als Case de la Bola, der Platz und die Palmen ergeben einen schönen Hintergrund für die Aufnahme von Straßenszenen.

Das Haus des Kolumbus

Die Casa Colon wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts als Hotel für Geschäftsleute, die nach Huelva kamen, erbaut. Die Stadt war von einem Fischerdorf zur Industriestadt geworden. Hinter dem Erfolg steckten die Rio Tinto Gesellschaft und der Bergbau. Der Pier ist ein weiteres Überbleibsel dieser Zeit. Damals war das Kolumbushaus eines der luxuriösesten Hotels der Welt mit fließendem Wasser und Heizung.

Die Stadt Huelva kaufte das Gebäude am Ende des 20. Jahrhunderts. Heute ist es ein Auditorium und Ausstellungsraum. Das Festival des Lateinamerikanischen Films findet hier statt. Als Charlie dort war, fand im Kolumbushaus gerade eine Fotoausstellung statt. Das gefiel Charlie!

Catedral de la Merced

Die Kathedrale in Huelva, Catedral de Nuestra Señora de la Merced, ist auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt. Vom Kolumbushaus läuft man eine Weile. Sie ist ganz anders als die Kathedralen, die man für gewöhnlich in Spanien sieht. Die Fassade in orange und beige ist ein Beispiel kolonialer Architektur. Durch starke Erdbeben wurde die Kathedrale bereits zweimal wieder aufgebaut. Seit 1970 steht sie unter Denkmalschutz.

Paläste

Wenn man durch die Gassen Huelvas schlendert, sieht man eine Mischung aus historischer und moderner Architektur in leuchtenden Farben vor einem blauen Himmel und mit Palmen verziert. Die Stadt ist von antiken Palästen in traditioneller, andalusischer Architektur übersät. Einige davon wurden zu öffentlichen Gebäuden oder Restaurants umgebaut. Man kann hineinschauen und Mosaik-Fenster und Marmortreppen bestaunen, z.B. im Palacio de Mora Claros.

Charlie genoss ihren Aufenthalt in Huelva. Es war so überraschend wie traumhaft. Am nächsten Morgen nahm sie den Bus nach Faro.

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