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Take Hostel Conil

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Surfhostel in Conil de la Frontera

Es war in jenem Jahr als die Coronavirus-Pandemie die Welt ereilte und alle Reisepläne auf Eis legte. Ganz Europa war zwischen März und Juli im Lockdown. Sobald die Zahl der Krankheitsfälle sank, und es sicher erschien, wieder zu reisen, war Charlie wieder unterwegs. Nach einer Woche Stand-Up-Paddeln in Cornwall, einem Segeltrip nach Griechenland und einem Besuch bei der Familie in Deutschland, war es höchste Zeit für einen Surftrip. Ende September sah Charlie ein Angebot, das zu gut war, um es abzulehnen: ein Monat Unterkunft und Co-Working in einem Surfhostel in Südspanien für 349€. Wer würde da nicht zugreifen? Eine Woche später war Charlie auf dem Weg ins Take Hostel in Conil.

Charlie at Take Hostel in Conil de la Frontera

Wie man zum Take Hostel Conil kommt

Charlie warf einen Blick in den Atlas und sah, dass sie mehrere Flughäfen zur Auswahl hatte: Sevilla, Jerez und Málaga. Es war schwer herauszufinden, von welchem Flughafen Conil de la Frontera am besten zu erreichen war und sie fragte direkt im Hostel nach. Von Sevilla aus kann man entweder den Zug nach Cádiz nehmen und von dort aus einen Bus nach Conil oder man kann mit TgComes direkt einen Reisebus von Sevilla nach Conil nehmen. Vom Flughafen in Jerez nimmt man den Zug nach Cádiz und dann einen Bus. Das Hostel kann für 35€ auch einen Transfer von Jerez organisieren.

Die beste und günstigste Flugverbindung, die Charlie finden konnte, war nach Sevilla. Von dort aus nahm sie den Bus. Abfahrt ist vom Busbahnhof gegenüber des Prado San Sebastián. Das ist ein Park im Zentrum von Sevilla, den man vom Flughafen aus ganz einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht. Die Fahrkarte bekommt man für ein paar Euro im Flughafen-Terminal. Jeder Halt wird im Bus angesagt, sodass man seine Haltestelle gar nicht verpassen kann. Bis zur Abfahrt hatte Charlie fast 2 Stunden Zeit in Sevilla und sie ging in einem Restaurant am Busbahnhof Mittag essen. Ihr Ticket hatte sie vorher online gekauft. Ein Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet 26,60€. In Conil musste sie dann noch 15 Minuten bis zum Hostel laufen, was nicht schlimm war, weil es bergab geht.

Take Hostel

Zuerst konnte Charlie den Strand gar nicht sehen, aber er ist wirklich nur 2 Minuten vom Hostel entfernt. Als erstes gleich nach ihrer Ankunft schnappte Charlie sich ein Surfskate und erkundete die Gegend. Die Straße, die zum Strand führt, ist recht uneben, aber zwischen der Straße und dem Strand sind ein Skatepark und ein großer Parkplatz. Es ist perfekt zum Skaten und buchstäblich um die Ecke vom Hostel.

Die Zimmer

Das Hostel wurde erst 2020 eröffnet und alles ist komplett neu. Für ein Surfhostel hat es einen hohen Standard und man kann ein Einzelzimmer buchen oder sich mit anderen ein Zimmer teilen. Das Angebot, das Charlie gebucht hatte, war für ein Bett in einem Mehrbettzimmer, die es für 4, 6 oder 10 Gäste gibt. Auch die Hochbetten sind von hohem Standard mit separatem Licht, Regal, einem Tisch und Rollos, sodass man sich sein eigenes Nest mit etwas Privatsphäre machen kann. Jeder Gast hat im Zimmer einen Schrank, den man verschließen kann. Wenn ihr keine eigenen Handtücher habt, bekommt ihr welche. Ihr müsst nur fragen. Die Zimmer sind schön eingerichtet, aber der Stauraum ist recht begrenzt und man hat nichts, wo man Handtücher zum Trocknen aufhängen könnte.

Preise für Unterkunft (Preise können sich jederzeit ändern):

Kategorie Preis
Privatzimmer (2-4 Personen) ab 75 € pro Nacht
Bett im 4-Bett-Zimmer, Gemeinschaftsbad ab 18 € pro Nacht
Bett im 6-Bett-Zimmer, Gemeinschaftsbad ab 17 € pro Nacht
Bett im 8-Bett-Zimmer, Gemeinschaftsbad ab 16 € pro Nacht
Bett im 10-Bett-Zimmer, Gemeinschaftsbad ab 15 € pro Nacht
One of the dorms at Take Hostel Conil

Spezielle Angebote:

Angebot Preis
Surfwochenende (Freitag bis Sonntag mit 1 Surfstunde) 49 € pro Person
Unterkunft & Co-Working 13 Nächte 199 € pro Person
Unterkunft & Co-Working 30 Nächte 349 € pro Person

Der Gemeinschaftsraum

Direkt am Eingang, neben der Rezeption, ist ein Gemeinschaftsraum mit einer kleinen Küche, wo jeder Gast ein Fach hat, um die eigenen Vorräte zu verstauen. Die Küche ist komplett ausgestattet mit einem großen Kühlschrank, einem Geschirrspüler und einem Herd. Es ist alles da, was man braucht, wenn man länger bleiben möchte, allerdings ist die Küche recht klein. Man muss einen guten Zeitpunkt erwischen oder am besten mit anderen Gästen zusammen kochen. Es gibt eine Kaffeemaschine und für 1€ kann man Nespresso-Kapseln kaufen. Ihr könnt natürlich auch euren eigenen Kaffee zubereiten. Für gemütliche Abende ist neben der Rezeption eine kleine Bar, wo man Bier oder Wein bekommt, darunter auch einige lokale Biere zum Probieren.

Das gesamte Hostel ist sehr modern, die Türen lassen sich per Fingerabdruck öffnen, Licht und Klimaanlage werden über eine App gesteuert. Charlie freut es, dass dabei an die Umwelt gedacht wird, aber diese Technologie hat auch ihre Grenzen. Für Charlie, die frühmorgens für gewöhnlich als erste auf ist, bedeutete es, dass sie das Licht nicht anschalten konnte, bis jemand an der Rezeption da war, der Zugang zur App hatte. Einen Nachmittag war zudem die Stromzufuhr zur Tür unterbrochen und sie ließ sich nicht mehr öffnen. Es gab keine andere Lösung, als durchs offene Fenster zu klettern. Aber darüber erzählt euch Charlie ein anderes Mal mehr…

Co-Working

Der Co-Working Space ist direkt nebenan und im gleichen Raum, wo die Surfbretter und Skateboards sind. Es gibt 4 Schreibtische am Fenster. Man kann dort sehr gut arbeiten. Es hat schon etwas Besonderes, seinen Schreibtisch zwischen Surfboards zu haben. Das Schlafzimmer der Praktikanten ist im gleichen Gebäude und hin und wieder läuft mal jemand durch den Arbeitsraum, aber es ist allgemein ruhig und man kann sich ungestört seiner Arbeit widmen. Wenn man einen Tapetenwechsel braucht, kann man auch vom Gemeinschaftsraum aus arbeiten oder im Ort ein Café aufsuchen.

Freiwillige Helfer

Im Hostel arbeiten hauptsächlich Praktikanten. Es sind Studenten, die ein paar Monate im Ausland verbringen. Sie leben auch im Hostel und gesellen sich gern zu den Gästen. Als Charlie dort war, waren es Frankie, Emilie, Vivi und Fede. Frankie ist aus England und Surflehrerin. Sie arbeitet in der Surfschule. Vivi ist Rumänin und arbeitet zusammen mit Emilie, die aus Frankreich ist, an der Rezeption. Fede ist Argentinier und arbeitet mit Frankie in der Surfschule. Sie sind für gewöhnlich vor Ort, helfen aus und beantworten jegliche Frage, die ihr haben könntet.

Conil de la Frontera

Das Hostel ist nur 2 Minuten vom Strand entfernt. Man muss nur die Straße entlanglaufen, diese überqueren, am Skatepark vorbei und sieht schon das Meer. Der Strand ist sehr weitläufig und man kann die Gezeiten deutlich sehen. Die Ebbe bringt Tausende Muscheln zum Vorschein. Bei Flut strömt viel Wasser ins Landesinnere und formt einen Fluss. Wenn man dann einen Strandspaziergang machen möchte, kann man den Fluss über eine Brücke überqueren. Es ist einer der seltenen Orte dieser Welt, wo man einen ebenso schönen Sonnenauf- wie auch untergang sieht. In der Frühe sieht man die Sonne über den Bergen aufgehen, am Abend geht sie über dem Meer unter.

Conil de la Frontera hat einen historischen Stadtkern mit Bars, Restaurants, kleinen Geschäften und einer Churreria (dort bekommt man die berühmten Churros). Man findet leicht ein gemütliches Plätzchen mit Bier und Tapas.

Surfen

Nun kommen wir endlich zum Wesentlichen: Surfen. Je nachdem, wie die Bedingungen sind, kann man in Conil surfen. Für gewöhnlich aber ist es in El Palmar besser, wo auch die Take Surfschule ist. Wenn ihr selbst kein Auto habt, könnt ihr mit den Praktikanten mitfahren, die jeden Morgen die Schule öffnen oder euch im Hostel ein Fahrrad ausleihen. Wenn ihr könnt, solltet ihr aber ein Auto mieten. Natürlich könnt ihr auch Surfstunden nehmen oder euch ein Surfbrett ausleihen. Wenn ihr einen ganzen Monat dort seid, könnt ihr für 150€ jederzeit ein Surfbrett nehmen und verschiedene ausprobieren, sowohl in El Palmar als auch im Hostel in Conil). Neoprenanzug und ein Handtuch-Poncho sind im Preis inbegriffen.

Preise für Surfstunden (Preise können sich jederzeit ändern):

1 Surfstunde 2 Surfstunden 5 Surfstunden 7 Surfstunden
25 € 50 € 120 € 140 €

Preise für den Verleih von Surfausrüstung (Preise können sich jederzeit ändern):

Ausrüstung 1 Tag 3 Tage 5 Tage 7 Tage
Surfboard 15 € 40 € 70 € 90 €
Neoprenanzug 10 € 25 € 45 € 50 €
Surfboard & Neoprenanzug 25 € 45 € 65 € 95 €
Surf skate and balance board in El Palmar

Take hat auch Surfskates und Balance Boards, sodass ihr auch üben könnt, wenn ihr nicht im Wasser seid und für Tage, an denen es keine Wellen gibt, sind auch SUP-Boards verfügbar. Ihr könnt natürlich auch einfach in einem der Beanbags oder auf der Sonnenterrasse chillen. Neben der Surfschule ist die Bar Canibal Royal wo es köstliche Poke Bowls gibt. Hier bekommt ihr nach dem Surfen auch euer wohlverdientes Bier.

El Palmar ist ein kleiner Surfort, der hauptsächlich aus Surfhäusern, Geschäften, Camping, Bars und Cafés besteht. Dort kann man leicht einen ganzen Tag oder auch eine ganze Nacht verbringen. Charlie sollte das eigentlich nicht empfehlen, aber ihr könnt auch mit dem Surfskate die Straße entlang skaten. Bei all dem Spaß solltet ihr aber auf die Autos achten! An den Wochenenden wird in fast jeder Bar Livemusik gespielt, die ihr nach dem Surfen bei Sonnenuntergang genießen könnt.

Kite Surfing

Neben Wellensurfen bietet Take Hostel in Conil auch Kite Surfing an. Charlie hatte mit Fede, Sabina und Marta eine Schnupperstunde gebucht. Es war ein windiger Sonntagnachmittag – perfekte Bedingungen am Strand in Conil de la Frontera.

Die erste Kitestunde findet immer am Strand statt, da man den Drachen gut unter Kontrolle haben muss, bevor man damit ins Wasser geht. Sie lernten, wie man den Kite aufbaut, in die Luft bekommt und steuert. Sicherheit war auch ein bedeutender Teil des Kurses. Das Wichtigste dabei war, dass man den Kite loslassen muss, wenn man die Kontrolle verliert. Er landet dann im Sand und man kann wieder von vorn anfangen.

Die Stunden war komplett auf Spanisch, was für Charlie kein Problem war. Ihr war auch bewusst, dass “¡Suelta!” “Loslassen!” hieß. Leider waren ihre Reflexe nicht auf spanische Kommandos trainiert und sie landete bäuchlings im Sand und konnte nicht mehr aufhören zu lachen.

Take Hostel bietet Kite Stunden für 70€ an und man braucht ungefähr 3-5 Stunden, um es ausreichend zu lernen, ohne dass man wegfliegt.

Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man nach Conil de la Frontera?

Ihr könnt nach Sevilla oder Jerez fliegen und dann mit dem Zug bis Cádiz weiter. Von dort aus gibt es einen Bus. Ihr könnt auch direkt von Sevilla einen Bus nehmen, der ungefähr 2 Stunden braucht und in etwa 15€ kostet.

Wo ist das Take Hostel in Conil?

Das Take Hostel befindet sich in der Straße Calle Almadraba und ist nur 2 Minuten vom Strand entfernt. Ins Zentrum sind es ungefähr 10 Minuten.

Welche Art der Unterkunft bietet Take Hostel?

Ihr könnt ein Einzelzimmer buchen oder euch mit anderen Gästen ein Zimmer teilen. Mehrbettzimmer gibt es für 4, 6 oder 10 Leute. Bettwäsche und Handtücher sind inbegriffen und ihr könnt eine Nacht bleiben oder einen ganzen Monat.

Wie kommt man von Conil zum Surfen nach El Palmar?

Take Hostel bietet jeden Morgen einen Transfer nach El Palmar und am Abend zurück nach Conil. Wenn ihr zu einer anderen Zeit fahren möchtet, ist das nach Absprache auch möglich.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen?

Die beste Zeit zum Surfen in Andalusien ist zwischen Oktober und März. Dann erreichen die großen Wellen Europa.

Kann man in El Palmar Surfstunden nehmen?

Take Surf School bietet Surfstunden für 25€ an. Die Ausrüstung ist dabei.

Kann man ein Surfbrett ausleihen?

Take Surf School verleiht auch Surfausrüstung. Ein Surfbrett und einen Neoprenanzug bekommt man für 10€ für 2 Stunden oder für 15€ für den ganzen Tag. Sie machen euch auch einen guten Preis für längere Zeiträume.

Charlies Zeit im Take Hostel in Conil de la Frontera

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