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Kurs: Wasserfotografie

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Surffotografie aus einer neuen Perspektive

Seit Charlie bei der Quiksilver Pro in Frankreich war, hat sie eine Vorliebe für Surffotografie. Die Bilder, die sie für gewöhnlich macht, sind vom Strand aus aufgenommen. Sie verwendet dabei entweder ein großes Objektiv und einen Dreifuß oder sie geht ein paar Schritte ins Wasser, um von dort aus zu fotografieren. Nur die Kamera darf dabei nicht nass werden.

Es war ein Donnerstagnachmittag Ende November als Frankie, Noah und Sabina erwähnten, dass sie einen Surffotografen in seinem Studio besuchen wollten. Da wurde Charlie hellhörig. Das klang aufregend. Sie tauscht sich gerne mit anderen Fotografen aus und sieht sich deren Arbeiten an. Sie schloss sich an.

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It’s only water

Das Studio vonIt’s Only Waterliegt am äußeren Rand von Conil de la Frontera in einem ehemaligen Lagerhaus. Vom Surfhostel in Conil waren es gut 20 Minuten mit dem Auto. Vor dem Haus ist ein kleiner Kaktusgarten und eine Grillstelle. Charlie erkannte sofort, dass hier ein kreativer Kopf am Werk war. Sie wurde sehr freundlich begrüßt von Coke, dem Inhaber von It’s Only Water, und seinem Hund Enero.

Während Noah und Sabina die Kleiderkollektion der Marke IOWbegutachteten, stöberte Charlie durch die Fotografien – digitale Aufnahmen und Polaroids. Ihr gefiel, was sie sah. Es war Surffotografie mit kreativen Aspekten. In einigen Bildern hatte der Fotograf mit Licht und Reflektion gearbeitet, andere Bilder waren halb unter Wasser aufgenommen.

It’s Only Water macht auch Fotos während Surfstunden und bietet Workshops in Longboard-Technik und Wasserfotografie an. An diesem Flyer blieben Charlie’s Augen haften.

Als Charlie den Surfwettbewerb in Frankreich begleitete, sah sie einige der offiziellen Fotografen im Wasser mit einem wasserdichten Kasten um die Kamera. Seitdem wollte Charlie das auch mal probieren, aber diese Ausrüstung ist leider etwas kostspielig. Jetzt bekam sie die Chance! Sie meldete sich zum Workshop mit It’s Only Water an.

Water Photography

Einführung in die Wasserfotografie

Die Workshops sind für bis zu 3 Personen. Die beiden anderen Teilnehmer hatten kurzfristig abgesagt, sodass Charlie den Workshop ganz für sich alleine hatte und sie genoss es in vollen Zügen.

Wie das beim Surfen nun einmal so ist, hängt alles von den Bedingungen ab. Fotos kann man im Wasser zu fast jeder Zeit machen (insofern das sicher ist), aber für Surffotografie braucht man auch Surfer im Wasser. Aus diesem Grund trafen sie sich um 8 Uhr morgens am Studio. Die Bedingungen würden bis ungefähr um 11 gut sein. Sie verbrachten eine Stunde am theoretischen Teil. Coke erklärte einige Techniken und empfahl ein paar Bücher, die Charlies Inspiration weckten und die die Geschichte der Wasserfotografie erzählen.

Dann setzten sie die Kameras in die Wasserboxen ein und Coke gab ein paar Tipps, die Charlie auch an verregneten Tagen in London zum Einsatz bringen kann. Auch dort möchte man ja nicht, dass das Objektiv anläuft.

Im Kurs geht es nicht um die Grundlagen der Fotografie und die braucht man auch nicht unbedingt. Man kann auch viel mitnehmen, ohne zu verstehen, was im Inneren der Kamera vor sich geht.

Fotografieren im kühlen Nass

Sobald sie alles vorbereitet hatten, fuhren sie nach Caños de Meca, wo Charlie ein paar Wochen zuvor mit Alberto und Tamara gewesen war. Die Surfbedingungen dort waren an diesem Tag gut und Coke hatte es mit ein paar Freunden arrangiert, dass sie dort surfen würden.

Sie schlüpften in ihre Neoprenanzüge – wenn ihr keinen eigenen habt, könnt ihr im Take Hostel oder einer der vielen anderen Surfschulen der Gegend einen ausleihen – schnappten sich die Kameras und Schwimmflossen und liefen vom Parkplatz zum Strand herunter.

Nach einer kurzen Erwärmung und Dehnung am Strand stürzten sie sich ins Wasser. Coke gab Charlie ein paar Tipps, da sie zum ersten Mal Schwimmflossen trug. Im Wasser zeigte er ihr, wo sie sich am besten positionieren sollte und wie man am besten atmet, wenn man im Wasser fotografiert. Charlie genoss es in vollen Zügen. In Caños de Meca sind keine Surfschulen und es ist ein Pointbreak, zu dem man paddeln muss. Aus diesem Grund sind die Surfer, die hierherkommen aus der Region, und können bereits gut surfen. Außerdem schienen sie sich alle zu kennen und sie hatten ihren Spaß gemeinsam im Wasser. Es fühlte sich ein bisschen nach Surffamilie an. Charlie gefiel das.

Auch mit dem Wetter hatten sie an diesem Tag großes Glück. Die Sonne kam zeitweise zwischen den Wolken hervor. Dann begann es stark zu regnen. Diese Wetter-Effekte sind für interessante Fotos viel besser als blauer Himmel. Das Wasser war im Dezember recht kühl. Beim nächsten Mal bringt Charlie ihre Neoprenstrümpfe mit, die sie in die Flossen ziehen kann.

Es half, dass Charlie ein paar Kenntnisse über Wellen und Surfen hatte. Das macht es viel einfacher, eine schöne Aufnahme zu bekommen. Wenn ihr keine Erfahrung habt, hilft Coke euch. Man muss keine Vorerfahrung haben, sollte aber schwimmen können und Spaß an der Sache haben!

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