Alltag in Strandnähe
Surfen und Skaten Tagein Tagaus
Für das erste Wochenende in Conil hatte Charlie Surfstunden mit Take Surf School gebucht. Ihr letzter Surftrip war schon eine Weile her und es erschien sinnvoll, bevor sie allein herauspaddeln würde. Die Surfschule ist in El Palmar und das Hostel in Conil bietet einen Transferservice an. Eine Surfstunde kostet 25€. Die Ausrüstung ist inbegriffen und man bekommt sogar einen Handtuchponcho. Die Surfschule ist direkt am Strand. Man muss nur die Straße überqueren.
Neben der Surfschule ist die Bar Canibal Royal mit Tischen und Beanbags, wo man es sich gemütlich machen kann. Wlan gibt es auch, sodass man von dort aus auch arbeiten kann.
Der Surflehrer, Victor, fragte Charlie, ob sie lieber Spanisch oder Englisch sprechen wolle und sie entschied sich für Spanisch. Nur so konnte sie ihre Sprachkenntnisse verbessern. Die erste Surfstunde auf Spanisch war eine interessante Erfahrung und Charlie hat gewiss ihren Wortschatz erweitert.
Das erste, was sie nach der Surfstunde machte, waren Dehnübungen und wo könnte man das besser machen als auf der Dachterrasse der Surfschule? Man kann dort leicht den Tag verbringen. Man kann von der Bar aus arbeiten oder am Strand oder in einem der Beanbags relaxen. Am Strand entlang sind außerdem viele Geschäfte und Restaurants sowie ein kleiner Markt, wo man sich ein neues Strandoutfit zulegen kann.
Barfuß skaten
Am ersten Tag nutze Charlie den Nachmittag, um durch die Geschäfte zu schlendern auf der Suche nach einer neuen Sonnenbrille. Sie schlief eine Weile in einem der Beanbags – harte Arbeit für einen schönen Teint – und später am Nachmittag leih sie sich ein Surfskate aus, um den Ort zu erkunden. Sie hatte Frankie, die in der Surfschule arbeitet, um Rat gebeten und die Empfehlung war, einfach die Straße entlang zu skaten. Jeder würde das hier machen, sogar barfuß. Es war ein unglaubliches Gefühl von Freiheit, ohne Schuhe auf der Straße zu skaten und im Hintergrund den Wellen und dem Wind zu lauschen. Das Einzige, was ein wenig störte, war die Maske, die man in Spanien überall tragen musste, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.
Charlie hatte sich während des Lockdowns ein Surfskate besorgt und während der vergangenen Monate in London viel geübt. Es ist eine gute Sache, wenn man weiß, was man tut, wenn man sich eine Straße mit Autos teilt!
Motive für die Kamera
Die Surfshops und der Markt hatten Charlie dazu inspiriert, ein paar Fotos zu machen. Am zweiten Surftag nahm sie die Kamera mit zur Surfschule und machte nach der Surfstunde einen ausgiebigen Spaziergang. El Palmar ist nicht gerade groß und man hat schnell das Gefühl, durch Felder zu laufen. Man sieht Pferde und hört Hühner gackern. Mitten im Nirgendwo kann man auch frische Eier kaufen. Zwischendurch musste Charlie mal auf Google Maps schauen, wo sie eigentlich war und wie sie zum Strand zurückkommen würde. Auf der Karte sah das ziemlich einfach aus, das entsprach jedoch nicht der Realität. Was wie eine Straße erschien, war in Wirklichkeit nicht mehr als ein Feldweg und es war kaum zu unterscheiden, ob es sich um einen öffentlichen Weg handelte oder um eine private Einfahrt.
Ab einem gewissen Punkt kam es Charlie eher wie Privatgelände vor, aber laut Google Maps war es eine öffentliche Straße. Sehr komisch. Charlie sah sich um, ob dort vielleicht jemand war, den sie würde fragen können, aber es war niemand da. Die Neugier führte sie weiter. Schon bald sah sie eine der Straßen, die nach El Palmar führt hinter einem Tor (eine richtige, geteerte Straße). Endlich. Sie musste nur durch das Tor, was zum Glück nicht verschlossen war. Nun war sie sicher, dass sie sich auf Privatgelände befand, aber nun war sie ja wieder auf dem richtigen Weg und konnte weiter Bilder machen.
Sie beendete diesen Tag mit einem Bier in einem der Beanbags. Sie könnte sich an dieses Leben gewöhnen!