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Surf-Urlaub in Fuerteventura

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Surfen das ganze Jahr über und für jedes Können

Ihren ersten Schnupperkurs im Surfen hatte Charlie vor mehr als 10 Jahren auf der Kanarischen Insel Teneriffa. Sie war dort zwei Wochen zum Spanisch lernen und die Sprachschule bot einen Schnupperkurs im Freizeitangebot mit an. Es dauerte noch einige Jahre, bis Charlie tatsächlich die Zeit fand, einen richtigen Surfurlaub zu machen und der Weg führte sie wieder auf die Kanaren: nach Fuerteventura – der Kanarischen Insel, die bei Surfern am beliebtesten ist.

Charlie hat auch Lanzarote mal zum Surfen getestet, aber Fuerteventura gefiel ihr da eindeutig besser, denn hier konnte man jeden Tag zwischen verschiedenen Surfspots wählen und war nicht an einen bestimmten Strandabschnitt gebunden. Auf den Kanaren hat man das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Die Winter sind mild mit durchschnittlich 19°C, die Sommer warm und windig mit durchschnittlich 23°C. The Name der Insel Fuerteventura bedeutet auf Spanisch „starker Wind“ und davon kann man ausgehen. Je nachdem, wo die Bedingungen am besten waren, ging es dann mit den Brettern ins Wasser. Das Billabong Surfcamp in Fuerteventura, wo Charlie jedes Mal, unterkommt, bietet Surfstunden an und es geht jeden Tag mit dem Van direkt vom Surfhaus zu den besten Strandabschnitten. Wohin genau entscheidet sich immer nach den Bedingungen am jeweiligen Tag.

Bevor wir genauer auf die Surfspots eingehen, hier ein paar allgemeine Informationen zu Fuerteventura:

  • Sprache: Spanisch (man kommt auch mit Deutsch, Englisch oder Italienisch recht weit)
  • Währung: Euro (gehört zu Spanien)
  • Zeitzone: GMT (so wie London)
  • Elektrische Spannung: 220V
  • Steckdosen: Europäisch, zwei runde Stecker
  • Arztbesuche: Europäische Gesundheitskarte akzeptiert, es gibt auch viele deutsche und englische Ärzte
  • Notfallrufnummer: 112
  • Anreise: Flughafen in Puerto del Rosario oder mit der Fähre von Gran Canaria oder Lanzarote

Surfspots und Surfstrände auf Fuerteventura

Wie an jedem Surfreiseziel lernt man den Ort am besten kennen, indem man eine Surfkarte zu Rate zieht und Charlie empfiehlt surfermap.com, was sogar in Fuerteventura im Jahr 2009 seine Ursprünge fand. Die Karten sind online verfügbar, man findet sie aber auch an vielen Orten. In Corralejo zum Beispiel, wo sich auch das Billabong Surfcamp befindet, findet man die Surfkarte in fast jedem Geschäft oder Café.

Charlie with a surfmap of Fuerteventura

Die Nordküste

Wenn man sich diese Karte anschaut, stellt man schnell fest, dass die meisten Surfspots in Fuerteventura im Norden sind. Es wird North Shore genannt, sollte aber nicht mit dem berühmten Surfspot auf Hawaii verwechselt werden, der den gleichen Namen trägt. Man könnte es sogar als das genaue Gegenteil des Strandes auf Hawaii ansehen, denn es ist ein Reef Break. Schuhe zum Neoprenanzug machen sich hier gut. Bei Ebbe muss man auch mal ein ganzes Stück übers Riff laufen, bevor man das Wasser erreicht, aber diese Mühe wird belohnt. Die beiden Spots an der Nordküste, die von erfahrenen Surfern gern aufgesucht werden sind La Derecha und El Hierro. Als Anfänger überlässt man es am besten dem Surflehrer, zu entscheiden, wohin es geht, da die Nordküste in Fuerteventura jeden Tag andere Bedingungen aufweist, so wie jeder Surfspot.

Man erreicht die Spots an der Nordküste von Corralejo aus über Straßen, die eigentlich gar keine Straßen sind. Es ist eher eine Off-Road-Piste.

Die Spots weiter westlich an der Nordküste können von Majanicho oder El Cotillo aus erreicht werden und es geht über die gleiche Art von Straße.

Der Westen: El Cotillo

Noch ein Stück weiter entlang der Nordküste gen Westen befindet El Cotillo mit weitläufigen Sandsstränden, die bei Surfern ebenfalls beliebt sind: Piedra Playa und Esquinzo. Die starken Strömungen an diesem Spot sollte man nicht unterschätzen. Bevor man ins Wasser geht, sollte man sich das eine Weile anschauen, um wirklich zu verstehen, was im Wasser vor sich geht. Je nach den Gezeiten, kann man entweder ins Wasser laufen und kleine Wellen erwischen oder man muss paddeln und es wird etwas größer.

Wenn es zum Surfen an die Nordküste geht ist im Anschluss ein Halt an der Bäckerei in dem kleinen Ort Lajares ein Muss.

Surfen an der Ostküste Fuerteventuras

Manchmal sind die besten Surfspots an der Ostküste ein Stück südlich von Corralejo in der Nähe der Dünen: Flag Beach und La Entubadera liegen nah bei einem der großen Hotels, die man von der Straße aus sehen kann. El Burro und Playa del Moro liegen etwas weiter südlich. Diese Strände sind häufig für Anfänger geeignet, da es recht flach ist (d.h. man kann laufen und muss nicht paddeln) und man kann nah am Strand bleiben, um im weißen Wasser zu surfen. Natürlich ändern sich die Bedingungen hier auch und es bedeutet außerdem, dass man dort für gewöhnlich viele Surfschulen vorfindet.

Wenn es einem nicht nach Beach-Break steht, findet man an der Ostküste noch einen weiteren Spot: Rocky Point. Dieser Spot liegt zwischen Corralejo und den Dünen und ist gut geeignet für Surfer, die bereits ein wenig Erfahrung haben, um grüne Wellen zu surfen und denen es nichts ausmacht, etwas zu paddeln. Man findet dort auch hin und wieder kleinere Wellen, wobei klein am Rocky Point bedeutet, dass es fast flach ist.

Surf-Juwel im Nordosten: La Isla de Lobos

Das Juwel Fuerteventuras und der beliebteste Spot der Surfer vor Ort ist an der Isla de Lobos. Dies ist wirklich ein Spot der lokalen Surfer. Hier muss man Respekt zeigen, sich an die Surf-Etikette halten und nur dort surfen, wenn man es gut beherrscht.

Vom Hafen in Corralejo kann man für nur 10€ ein Boot nehmen und wird direkt in den Wellen abgesetzt und wieder abgeholt. Wenn man das Boot einmal genommen hat, wird man oft in eine WhatsApp-Gruppe aufgenommen, in der Surfer und der Kapitän miteinander kommunizieren. So kann man dann die Zeit für das Boot für die nächsten Tage im Voraus festlegen und sich mit anderen Surfern verabreden. So kommt man mit den Leuten vor Ort in Kontakt! Es ist keine Überraschung, wenn man dann auch zu BBQs und Salsa-Partys eingeladen wird.

Surfen im Süden Fuerteventuras

Es gibt auch am südlichen Ende der Insel ein paar Surfspots, aber Charlie war selbst nicht dort und sie sind auch weniger bekannt, z.B. Cofete oder Las Salinas in der Nähe von Morro Jable. Es ist ebenfalle eine touristische Gegend mit vielen Hotels. Man kommt vom Flughafen aus gut mit dem Bus dorthin.

Map of the south of Fuerteventura with surf spot markers

Wenn man nicht surft: Andere Sportarten

Fuerteventura ist nicht nur das ganze Jahr über ein beliebtes Reiseziel bei Surfern in Europa, sondern bietet auch andere Sportarten. Die vulkanische Landschaft lädt zum Wandern ein, das gut ausgebaute Radwege-Netzwerk führt zu den schönsten Ecken der Insel. Man kann sich ein Fahrrad ausleihen.

Wenn man einen der wenigen Tage im Jahr erwischt, an denen Surfen nicht möglich ist, kommt man auch ganz leicht in einen der Skateparks, um die Manöver zu üben. Skateparks findet man zum Beispiel in Corralejo, Lajares und La Oliva.

Wind- und Wassersportarten, für die Fuerteventura bekannt ist, sind Kite- und Windsurfen. Man kann diese bereits aus der Ferne sehen. So wie man immer einen Spot mit guten Surfbedingungen findet, findet man auch immer ruhiges Wasser, wo man die Küste vom Meer aus auf einem Paddelboard oder im Kayak erkunden kann.

Wenn man etwas länger auf der Insel verbringt, kann man auch gut einen Ausgleich zwischen Surfen und Arbeiten finden. Wenn man nicht surft, kann man zwischen verschiedenen Yoga-Kursen wählen, sogar am Strand, und Corralejo hat auch Coworking Spaces, zum Beispiel CoNomad. Dort kann man auch Unterkünfte für längere Zeiträume buchen. Charlie hat das mit dem Surfen und Arbeiten bereits ausprobiert und es sehr genossen.

Wenn man nicht surft: Fuerteventura entdecken

Fuerteventura ist nicht nur ein Surfreiseziel mit vielen Surfstränden für jegliches Niveau, sondern auch generell ein beliebtes Reiseziel mit Luxushotels und All-inklusive-Angeboten sowie Surfcamps mit Selbstverpflegung. Es muss kein Aktivurlaub sein, wenn man lieber am Strand in der Sonne liegt und Cocktails schlürft, schnorchelt oder Bootsausflüge macht. Es gibt viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten, mit denen man auf Fuerteventura den Tag verbringen kann.

Um auf der Insel von A nach B zu kommen, mieten die meisten Besucher ein Auto am Flughafen. Es gibt aber auch ein gutes Netzwerk an öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Busse heißen “guaguas” und man braucht Kleingeld, um beim Fahrer ein Ticket zu kaufen.

Ausflug in die Dünen

Auch wenn man mal einen Tag Pause vom Surfen macht, gibt es auf Fuerteventura einiges zu sehen. Ein beliebtes Ziel von Corralejo aus sind die großen Dünen, die man auch schon aus dem Flieger sehen kann. Man kann mit dem Auto hinfahren und dann ein Stück in die Dünen laufen oder auch eine geführte Tour machen mit Buggy-Fahrzeugen.

The dunes near Corralejo in Fuerteventura

Das Innere der Insel

Im Inneren der Insel wird es etwas hügeliger mit größeren Vulkanen. Charlie konnte diese Berglandschaften, die manchmal eher der Oberfläche des Mondes ähneln, bei einem spontanen Ausflug nach Betancuria betrachten. Zusammen mit Federico, Jacopo und einem Franzosen, an dessen Namen sie sich absolut nicht erinnern kann, hatten sie ein Auto gemietet, um sich diesen Ort anzuschauen. Betancuria war in längst vergangener Zeit die Hauptstadt der Kanaren und man kann dort einiges an Geschichte erleben – aus der Zeit, bevor die Spanier kamen. Auch hier gab es, wie in Lateinamerika, einst indigene Völker, die die Inseln ihre Heimat nannten.

Der Süden der Insel

Auch der Süden Fuerteventuras soll sehr schön sein, was Charlie allerdings nicht aus eigener Erfahrung berichten kann. Es ist doch ganz schön weit bis nach da unten, weshalb Charlie diese Tour noch nicht gemacht hat. Sie hat sich aber den Oasis Wildlife Park angeschaut, was im Prinzip ein tropischer Zoo ist. Hier kann man Tiere sehen, die man sonst nicht zu sehen bekommt und die gesamte Anlage ist sehr schön mit tropischen Pflanzen gestaltet. Auch der ist auf jeden Fall eine Reise wert und man wird mit dem Bus von Corralejo abgeholt und auch wieder zurückgebracht.

At the Oasis Park just before the start of the eagle show

Insel-Hopping

Corralejo ist nicht nur eine Touristenstadt mit Strand, sondern auch ein Hafen. Von hier aus kann man die Fähre nach Lanzarote nehmen oder mit einem kleinen Boot auf die Isla de Lobos übersetzen.

Die Überfahrt dauert nur 15 Minuten und die Isla de Lobos ist ein kleines Paradies für sich selbst. Es gibt nur ein paar wenige Häuser mit einem Restaurant und man kann dort sehr gut schnorcheln oder um die ganze Insel wandern, sowie einen kleinen Vulkan besteigen. Die Natur dort ist sehr sehenswert und es ist genau das richtige für Naturliebhaber, die mal einen Tag fernab vom geschäftigen Treiben erleben möchten. Charlie hatte auf dem Boot Carmen kennen gelernt und ist mit ihr gemeinsam einmal um die Insel herumgelaufen, bevor es zurück nach Corralejo ging. Auf der Rückfahrt macht sich der Kapitän auch einen kleinen Spaß aus einer Gruppe kreischender Mädels, als das kleine Boot über die recht großen Wellen hüpfte. Charlie hatte ihren Spaß!

Tagesausflug nach Lanzarote

Auch die Fähre nach Lanzarote hat Charlie genommen, um sich diese Insel anzuschauen. Etwas Glück war auch dabei, denn sie hatte keine Tour gebucht. Als sie im Hafen von Lanzarote ankam, stellte sie fest, dass sie das besser hätte machen sollen. In letzter Minute konnte sie dort noch eine Bustour über die Insel buchen, auch wenn sie ein Stück rennen musste, um den Bus zu erreichen. In der Tour beinhaltet waren Kamel-Reiten am Fuße eines Vulkans, eine Weinverkostung und eine Tour durch den Timanfaya-Nationalpark. Hier ging es durch beeindruckende Vulkanlandschaften und man könnte sogar in einem Restaurant essen, wo das Fleisch über einem Vulkankrater gegrillt wird.

Zum Surfen war Lanzarote eher enttäuschend, da man zu abhängig von der Natur ist. Es gibt weniger Surfspots als in Fuerteventura und sie sind fast alle an der gleichen Küste. Wenn also die Bedingungen an einem Spot schlecht sind, sind sie überall schlecht. Sie verbrachte eine Woche auf Lanzarote und es gibt auf jeden Fall viel zu entdecken.

Charlie machte auch einen weiteren Tagesausflug von Fuerteventura nach Lanzarote, um den Markt in Teguise zu besuchen, der jeden Sonntag stattfindet. Man kann einen Bus direkt von der Fähre aus nehmen.

Auch wenn man also nicht jeden Tag surfen gehen möchte, hat Fuerteventura als Reiseziel einiges zu bieten. Und wenn man das alles gesehen hat, kommt man auch einfach und schnell auf eine der anderen Kanarischen Inseln.

Häufig gestellte Fragen

Wie kommt man nach Fuerteventura?

Von Europa aus gibt es täglich mehrere Flüge aller bekannten Fluggesellschaften. Man kann auch von Gran Canaria oder Lanzarote aus mit der Fähre nach Fuerteventura übersetzen.

Wo findet man die besten Surfspots auf Fuerteventura?

Der beste Surfspot für erfahrene Surfer ist zweifelsfrei die Isla de Lobos. Außerdem gibt es mehrere Riff-Breaks an der Nordküste sowie Sandstrände im Westen und Osten. Durch diese Vielzahl an Surfspots an verschiedenen Seiten der Insel findet man an fast jedem Tag im Jahr Wellen.

Ist Fuerteventura als Surfreiseziel für Anfänger geeignet?

Ja, Fuerteventura eignet sich für Anfänger. Es gibt viele Surfschulen und Camps und man findet passende Wellen für jedes Surfniveau.

Wo übernachtet man in Fuerteventura?

Fuerteventura ist ein Reiseziel für verschiedene Arten des Tourismus. Von daher gibt es überall auf der Insel eine gute Auswahl an Unterkünften. Zum Surfen ist der Norden am besten geeignet, wo man zwischen vielen Surfcamps sowie luxuriösen Hotels in Corralejo und El Cotillo wählen kann.

Wie kommt man in Fuerteventura von A nach B?

Die meisten Touristen mieten sich am Flughafen ein Auto, es gibt aber auch ein gutes Netzwerk an öffentlichen Verkehrsmitteln.

Was, wenn man auf Fuerteventura krank wird?

Da es ein beliebtes Reiseziel ist, sowie ein Altersruhesitz für viele Europäer, gibt es auch viele englisch- und deutschsprachige Ärzte. Die Europäische Gesundheitskarte wird akzeptiert und man kann auch eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen.

Welche ist die beste Reisezeit für Fuerteventura?

Wenn ihr bereits etwas Surferfahrung habt, dann sagen euch die Wellen zwischen Oktober und März am meisten zu. Generell aber kann man das ganze Jahr über surfen. Die Winter sind mild, die Sommer können heiß werden, wobei der Wind es aber angenehm macht. Wenn ihr gern schwimmen oder schnorcheln geht, oder ohne Neoprenanzug surfen wollte, dann ist der Sommer besser geeignet, da auch das Wasser dann angenehm warm ist.

Kann man das Wasser auf Fuerteventura trinken?

Es wird davon abgeraten, das Leitungswasser zu trinken. Man kann Wasser in Flaschen und Kanistern im Supermarkt kaufen. Wenn ihr wie Charlie versucht, Plastik zu reduzieren, bietet sich eine Wasserflasche mit Filter an, die das Leitungswasser reinigt.

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