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Haie und betrunkene Touristen auf Fuerteventura

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Haie und betrunkene Touristen auf Fuerteventura

Hai-Alarm am Nachmittag

Es war wie verhext mit dieser inneren Uhr, die auch an diesem Morgen dafür sorgte, dass Charlie schon um 7 Uhr hellwach war und nicht wieder einschlafen konnte. Sie erinnerte sich, dass Leanne am Tag zuvor recherchiert hatte, wann genau die Sonne aufgehen würde. 7.27 Uhr – ob es Charlie wohl gelingen würde, noch einmal ein so schönes Bild zu machen, wie zwei Jahre zuvor, als sie zum ersten Mal im besten Surfcamp auf Fuerteventura war?

Der perfekte Sonnenaufgang am besten Surfspot in Fuerteventura

Sie beschloss also aufzustehen und sich mit der Kamera an den Strand zu begeben. Der Sand unter den Füßen war kälter als erwartet aber auch nicht kalt genug, um wieder ins Haus zurückzukehren und Schuhe zu holen.

In der Ferne erspähte Charlie ein paar Surfer, die sich zum Rocky Point aufgemacht hatten – genau der gleiche Surfspot, an dem Charlie zwei Jahre zuvor ihre erste Surfstunde hatte. Das Motiv für ein Bild könnte gar nicht besser sein: Die Silhouette von Surfern vor der aufgehenden Sonne, die durch ein paar Wolken leicht gedämpft, langsam am Horizont auftaucht.

Bis sie selbst zum Surfen fahren würde, war nun auch noch etwas Zeit für ein ruhiges Frühstück vor dem Surfhaus. Während so langsam Leben einkehrte im Billabong Surfcamp und am Strand, hielt Charlie ihre Gedanken in einem kleinen Notizbuch fest, um sie später für euch niederzuschreiben.

Ein Nachmittag wie jeder andere?

Während Charlie es sich nach einer aufregenden Surfstunde am Flagbeach an ihrem Lieblingsplatz – der Hängematte – gemütlich machte, genossen Grace, Leanne und Simone die Sonne am Strand. Eigentlich wollten sie alle mit den SUP-Boards (Stand Up Paddling) aufs Wasser, doch diese Pläne wurden durchkreuzt.

Tape to close the beach and prevent visitors to swim because of sharks

Für die Strandurlauber war es der Höhepunkt des Tages, als plötzlich die Polizei den Strand direkt am Ufer absperrte. Es waren ja schließlich Baby-Haie im Wasser! Am Tag zuvor hatte es niemanden gestört, dass ein kleiner Junge versuchte hatte, diese Meerestiere mit den Händen bei der Schwanzflosse zu ergreifen. Nun durfte man nicht einmal mehr ins Wasser. Das war dann wohl nichts mit dem SUPen.

Leanne und Charlie ließen sich aber dennoch nicht von sportlicher Betätigung abhalten: Beach-Tennis stand auf dem Plan. Was sie dabei allerdings nicht bedacht hatten, war die räumliche Nähe des Restaurants Chupitos, direkt nebenan. Die Gäste dort nahmen es aber gelassen, als der Ball beinahe im Bier eintauchte.

Wo die Sonne untergeht

Grace hatte von einer Bar gehört, von der aus man angeblich den Sonnenuntergang würde sehen können und die drei Mädels wollten ja sowieso an diesem Abend etwas trinken gehen. Als sie sich auf den Weg machten merkten sie schnell, dass an dem Tip mit der Bar etwas nicht stimmen konnten….in der gleichen Richtung, in der Charlie am frühen Morgen den Sonnenaufgang vor der Linse hatte, konnte man doch nicht auch den Sonnenuntergang sehen? Soweit reichten die Geographie-Kenntnisse dann noch. Konfrontiert mit der Sinnlosigkeit eines Spaziergangs zu einer Bar, von der aus man den Sonnenuntergang sowieso nicht würde sehen können, blieben sie kurzerhand in der ersten Bar, die man auch vom Camp aus sehen konnte.

Britischer Humor mal anders

Auch Jule und Andreas, die alle nur liebevoll „das deutsche Pärchen“ nannten, hatten sich in dieser Bar bereits ein Fläschen Wein gegönnt und Charlie war sehr überrascht, wie viel Spaß man mit den beiden haben konnte. Für gewöhnlich waren sie etwas zurückhaltend, doch nun war es sehr amüsant, gemeinsam mit den beiden eine englische Familie zu beobachten, die sehr deutlich nicht mehr bei klarem Verstand war, oder wie man so schön sagt, schon etwas zu tief ins Glas geschaut hatte. Den Kindern schenkten sie nicht mehr allzu viel Aufmerksamkeit und auch die Rechnung schienen sie wohl irgendwie vergessen zu haben. Doch der Kellner war vorbereitet und hatte mal kurzerhand ein Handy als Pfand einbehalten. Die Reaktion der Frau, die noch einmal zurückkam, um ihr Telefon abzuholen, war dann allerdings weniger amüsant.

Naja, man kann geteilte Meinung darüber haben, was hier vor sich ging, aber die Rechnung wurde am Ende dann doch bezahlt und Charlie und die anderen genossen die Abenddämmerung – wenn auch ohne Sonnenuntergang.

Wenn ihr wissen möchtet, ob die Mädels ihre SUP-Session nachholen konnten, lest den nächsten Artikel in der Serie.

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