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Ausblicke auf Rio de Janeiro

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Rio aus verschiedenen Perspektiven

Das wohl bekannteste Bild von Rio de Janeiro ist eine Aufnahme aus der Vogelperspektive, die die Christus-Statue, den Zuckerhut und Hochhäuser entlang eines scheinbar nie endenden Strandes zeigt. Man denkt sofort an Sonnentage, Strand, Paradies – der Stoff, aus dem Träume bestehen.

Bei ihrem Besuch wurde Charlie schnell klar, dass die Stadt Rio de Janeiro vielfältiger ist, als man zunächst meinen könnte. Sie machte einen Portugiesisch-Kurs. Sie spielte gemeinsam mit Einheimischen Volleyball am Strand. Sie wohnte in einer Gastfamilie. Sie besuchte eine Favela. Und sie sah die Stadt aus verschiedenen Perspektiven. Es macht einen Unterschied, ob man die Stadt von der Statue Cristo Redentor, von der Spitze des Zuckerhuts, vom Aussichtspunkt Vista Chinesa im Tijuca Nationalpark oder vom Parque das Ruínas in Santa Teresa betrachtet.

View towards Rio from Vista Chinesa
View from Arpoador

Nützliche Links:

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Rio de Janeiro sign at Copacabana
View towards Rio from Vista Chinesa
View from Ipanema beach towards Dois Irmaos at sunset

Wie man in Rio de Janeiro von A nach B kommt

Wie kommt man an all diese Orte? Das sicherste Verkehrsmittel in Rio ist Uber. Je nach Tageszeit, kann allerdings viel Verkehr sein. Man sollte also im Voraus planen und das Uber auch frühzeitig bestellen. Die voraussichtliche Ankunftszeit war für Charlie immer inkorrekt und man sollte mindestens 10 Minuten hinzurechnen.

Es kommt in Rio häufig vor, dass Handys gestohlen werden. Man sollte das Uber besser bestellen, wenn man noch im Gebäude ist. Wenn das Uber sich nähert, packt man das Handy weg und geht dann nach draußen. Man muss in Rio keine Angst haben, sollte aber immer mit Vorsicht walten und sich umschauen, bevor man Wertsachen aus der Tasche holt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Rio de Janeiro

Unter den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Metro am sichersten und man kann kontaktlos bezahlen. Wenn man lieber separate Tickets hat, bekommt man die auch in jeder U-Bahn-Station. Auch das Ticket ist eine Plastikkarte. Man legt die Karte auf und wirft sie dann in einen Schlitz, bevor man durch die Barriere geht. Die Karten werden wiederverwendet.

In der U-Bahn in Rio gibt es auch separate Waggons, die zur Stoßzeit nur für Frauen sind. Man sieht die Hinweise auf dem Fußboden, sodass man an der richtigen Stelle einsteigt. In den U-Bahn-Stationen gibt es auch W-Lan und man kann sicher das Handy herausholen. Wenn man aus der Station herauskommt, sollte man allerdings vorsichtig sein. Das kann mitunter schwierig sein, da einzelne Ausgänge manchmal geschlossen werden und man dann auf der anderen Seite herauskommt. Eventuell muss man sich dann auf Google Maps umschauen und sich neuorientieren.

Wenn ihr nach Barra da Tijuca oder Recreio wollt, kommt ihr von Ipanema oder Copacabana aus gut mit dem Bus dorthin. Diese Strecke ist auch nicht gefährlich. Für den Bus braucht ihr eine Jaé-Karte (damit könnt ihr auch die Metro nehmen) oder ihr müsst beim Fahrer mit Bargeld bezahlen. Kontaklos mit der Bankkarte kann man im Bus nicht bezahlen. Wenn ihr den Bus in andere Gegenden in Rio nehmen wollt, solltet ihr euch vorher gut über die Strecke informieren und am besten eine vertrauenswürdige Person fragen, ob die Gegenden, durch die der Bus fährt, für Touristen sicher sind.

Anreise nach Rio vom Flughafen

Vom Flughafen RioGaleão (GIG) sollte man ein Uber nehmen. Wie man zum Uber-Parkplatz kommt, ist im Flughafen gut ausgeschildert. Charlie zahlte dafür ungefähr 15 Dollar.

Vom Flughafen Santos Dumont Airport (SDU) kommt man mit der Straßenbahn, der VLT, in die Stadt. Im Flughafen gibt es keine Wegweiser; am besten folgt man den Schildern in Richtung Einkaufszentrum. Wenn man dann auf der Seite aus dem Flughafen kommt, sieht man die Haltestelle auf der linken Seite. Ein Fahrscheinautomat ist direkt an der Haltestelle und die Fahrt kostet ungefähr 1 Euro. Ihr müsst dafür die sogenannte Jaé-Karte kaufen und aufladen. Das ist das Ticket. Die Karte kann man auch für die Metro nutzen und auch, wenn ihr den Bus nehmt, ist das euer Ticket. Nach nur zwei Haltestellen kann man am Cinelandia vom VLT in die Metro umsteigen. Das ist einfach und gilt auch als sicher.

Wie man in Rio zum Busbahnhof kommt

Die VLT bringt euch auch zum Busbahnhof (Rodoviario). Die Straßenbahn gilt als sicher, allerdings fährt sie durch Gegenden, wo man nicht alleine herumlaufen sollte. Wenn ihr bei Cinelandia oder Carioca und am Busbahnhof ein- oder aussteigt, ist das tagsüber okay. Im Dunkeln aber solltet ihr lieber ein Uber nehmen.

Zu Fuß durch Rio de Janeiro

Zwischen den Stränden Copacabana und Ipanema, wo Touristen meistens unterkommen, ist alles fußläufig zu erreichen. Man sollte Schuhe mit guten Sohlen tragen. Charlie wird nie verstehen, wie die Einheimischen den ganzen Tag in Flip-Flops laufen können. Sie hätte davon Blasen und Schmerzen bekommen.

Die Navigation könnte zur Herausforderung werden. Man sollte auf der Straße nicht das Handy herausholen, denn man sieht Diebe auf Mopeds nicht kommen. Am besten prägt man sich so viel wie möglich von der Route ein. Charlie sah es als gute Gedächtnisübung und testete, bis zu welcher Straßenecke sie sich den Weg gemerkt hatte. Sie nutzte Straßennamen, Geschäfte und Restaurants als Anhaltspunkte. Falls man vergisst, in welche Richtung es weitergeht, geht man am besten in ein Geschäft und holt dort das Handy heraus, um auf die Karte zu schauen.

In der Nacht sollte man sich lieber ein Uber nehmen!

Tijuca Nationalpark

Rio erinnerte Charlie in mehrerlei Hinsicht an Las Palmas: eine lebendige Stadt, direkt am Meer, surfen und auch nah an Bergen und Natur. In Rio gibt es von der Natur sogar noch mehr. Der Tijuca ist ein Regenwald und Nationalpark innerhalb der Stadtgrenzen von Rio de Janeiro. Somit ist er auch das perfekte Ausflugsziel für Wanderungen und Tagesausflüge. Es gibt dort viel zu sehen.

Charlie war nicht lange genug in Rio, um den Nationalpark mit seinen Wanderrouten zu erkunden. Sie machte nur einen Tagesausflug, bei dem es mit dem Auto durch den Tijuca ging. Es war nur eine kurze Wanderung dabei, um eine Höhle zu sehen. Die Gruppe bestand aus nur 6 Teilnehmern und der Guide, Rodrigo, zeigte ihnen all seine Lieblingsstellen im Park. Er wies auch auf verschiedene Pflanzen hin und hielt Ausschau nach Affen und Faultieren, von denen sich allerdings an jenem Tag keine zeigten.

Sie hielten an mehreren Wasserfällen und unter einem davon genehmigten sie sich sogar eine Dusche. Nach der Wanderung über eine steile Treppe zur Höhle war das eine angenehme Abkühlung. Auf dem Weg sahen sie auch ein paar Kletterer. In Küstennähe sahen sie Paraglider und Hangglider. Die Ausblicke auf die Berge und die Stadt waren auch von mehreren Stellen aus unbeschreiblich. Vom Aussichtspunkt Vista Chinesa sahen sie die gesamte Stadt sowie auch die Christus-Statue und den Zuckerhut, die beide von dort aus recht klein wirkten.

Der Tijuca ist nicht der ursprüngliche Wald. Nach der Kolonisierung wurde das Gebiet für Landwirtschaft genutzt, vor allem Kaffee und Zuckerrohr. Erst im 19. Jahrhundert begann die Aufforstung. Da der Regenwald schnell in die Höhe wächst, ist es kaum vorstellbar, dass der heutige Wald noch keine Tausend Jahre alt ist. Wenn es da nicht ein paar Ruinen und Überreste von Mauern gäbe, die die Plantagen begrenzten, würde man kaum bemerken, dass es ein wiederhergestellter Wald ist.

Waterfall in the Tijuca forest
View from Vista Chinesa
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Christus-Statue und Zuckerhut

Es sind die wahrscheinlich meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Rio und ja, es gibt Aspekte einer Touristenfalle. Bei beiden muss man sich auf lange Schlangen und Wartezeiten einstellen, sowohl an der Christus-Statue als auch am Zuckerhut. Trotzdem sind beide sehr zu empfehlen und man möchte auch nicht aus Rio abreisen, ohne diese Ausblicke genossen zu haben!

Besuch in einer Favela in Rio de Janeiro

Wenn ihr eine Reise nach Brasilien plant, habt ihr sicher schon von Favelas gehört oder sogar Fotos gesehen. Anders als allgemein angenommen, sind die Favelas kein Ort, an dem dauerhaft Gewalt und Kriminalität vorherrschen. Einige wurden befriedet und Touristen können sie sich ansehen. In Rio sind die Favelas Rocinha, Santa Marta und Vidigal naheliegend. Wenn man eine Favela besucht, sollte man das mit Respekt machen und keine Fotos machen, falls man etwas Illegales beobachtet. Charlie besuchte die Favela Vidigal im Rahmen eines Rundgangs, der von der Sprachschule organisiert wurde. Der Ausblick von dort oben war ebenfalls atemberaubend!

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Surfen in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro ist für seine Strände und die damit einhergehende Kultur bekannt. Die bekanntesten Strände sind Ipanema und Copacabana. Dort wird es auch sehr voll. Sie gelten als die demokratischsten Stellen in Rio, wo einfach alle zusammenkommen, egal, welcher sozialen Schicht sie angehören, ob Einheimischer oder Tourist.

Surfen kann man auf beiden Seiten des Arpoador am Ipanema-Strand und auch am Leblon-Strand. Die Wellen brechen allerdings nah am Strand und sind recht kurz. Surfschulen sind direkt am Strand und am besten geht man einfach direkt hin, um Stunden zu buchen. Online findet man nicht viele Infos und es sind auch keine Geschäfte, sondern nur Zelte. Charlie sah einen Surfclub in einer Straße hinter dem Arpoador. Guarderia Surf Club ist ein Geschäft mit Café und es werden Surfstunden und -verleih angeboten. Man kann dort auch sein Surfbrett lagern und es gibt Schließfächer.

Abgesehen davon, dass die Wellen nah am Strand brechen, kann es auch sein, dass viel Müll im Wasser treibt. Charlie wollte teilweise gar nichts ins Wasser. Es war einfach zu viel!

Wenn ihr lieber in sauberem Wasser surft, dann solltet ihr weiter nördlich oder südlich von Rio surfen.

Streetart in Rio de Janeiro

Graffiti und Murals sieht man überall in Rio. Der beliebteste Stadteil für alles, was mit Kunst zusammenhängt, ist Santa Teresa. Dort ist die größte Dichte an Streetart und man sieht auch überall kleine Kunstgeschäfte und Studios, wo Künstler arbeiten. Die Architektur ist zu einem Großteil im Kolonialstil, da sich die Portugiesen zuerst in dieser Gegend niederließen.

Zudem ist dort der Parque das Ruínas (Maria Gloria Park) mit einem alten Gebäude, das zur Kunstgalerie umfunktioniert wurde. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Innenstadt von Rio. Es ist ein Anblick der Stadt, den man so nicht oft sieht. Man kommt mit der historischen Straßenbahn von der Haltestelle Carioca nach Santa Teresa und läuft dann ein Stück. Schon während der Fahrt sieht man eine Menge Streetart.

Auch am Boulevard Olimpico und in der Nähe des Hafens sieht man riesige Wandgemälde. Als Charlie dort war, waren an dieser Stelle viele alte Fabriken und Baustellen. Die gesamte Gegend wird sich in naher Zukunft verändern, wodurch auch die Streetart neue Formen annehmen wird.

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Rio de Janeiro für digitale Nomaden

Rio ist bisher noch nicht für eine Gemeinschaft an digitalen Nomaden bekannt, aber es gibt sie. Zugang zu dieser Gemeinschaft und den WhatsApp-Gruppen bekommt man über die Webseite riodigitalnomads.org.

Coworking-Spaces gibt es in verschiedenen Teilen Rios. Wenn ihr die App „Station“ herunterladet und ein Konto anlegt, bekommt ihr Zugang zu mehreren Coworking-Spaces und könnt einfach Tagespässe buchen.

Es gibt in Rio de Janeiro keine Colivings und digitale Nomaden müssen auf AirBnB ausweichen. Die sichersten Gegenden (und auch gut angebunden) sind Leblon, Ipanema und Copacabana. Man findet auch AirBnBs für Langzeitaufenthalte in Flamengo und Botafogo.

Wenn ihr an Sport Interesse habt und Einheimische kennenlernen wollt, dann solltet ihr Mude nutzen. In der App findet man sportliche Aktivitäten, von Yoga bis Beachvolleyball.

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