Socials

Sunset in the mountains of Madeira

Als digitaler Nomade auf Madeira

Home  /  Lifestyle: Digitaler Nomade  /  Als digitaler Nomade auf Madeira

Coliving, Coworking und soziale Kontakte für digitale Nomaden

Madeira ist seit ein paar Jahren ein beliebtes Reiseziel und es hat für jede Altersgruppe und verschiedene Interessen etwas zu bieten. Es gibt Surfspots und Wanderwege, Luxus-Hotels mit Sonnengarantie, ruhige Orte in den Bergen, einen Hafen für riesige Kreuzfahrtschiffe und Stadtleben. Madeira hat seinen Besuchern einiges zu bieten.

Durch die Pandemie 2020 wurde Madeira zum Schmelztiegel für digitale Nomaden mit dem ersten Nomadendorf der Welt. Viele Einwanderer kamen ursprünglich als digitale Nomaden, verliebten sich in die Insel und wurden zu digitalen Bleibenden. Somit gibt es eine große Gemeinschaft an Einwanderern und digitalen Nomaden in Madeira, die Neuankömmlinge mit offenen Armen empfangen.

Coliving auf Madeira

Bevor Charlie für einen Business Retreat mit The Nomad Escape und Nomad Island Fest nach Ponta do Sol reiste, war sie drei Wochen im Homeoffice Madeira, einem Coliving in den Bergen in der Nähe von Santo da Serra. Es war eines der ersten, das sie bei ihrer Recherche fand und es machte einen guten Eindruck. Es sah nach einer kleinen Oase in den Bergen, weit weg von der geschäftigen Stadt, aus. Das war genau, was sie wollte: ein paar Wochen Ruhe und eine produktive Zeit in der Natur.

Das Haus am Quinta do Cabeço Alto

Das Haus ist eine große Villa mit einem riesigen Garten. Es gibt sechs Schlafzimmer, die man sich auch zu zweit teilen kann, und in jedem Zimmer ist ein Schreibtisch. Es gibt ein großes Wohnzimmer, einen Gemeinschaftsraum und eine gute ausgestattete Küche. Die Garage wurde zum Spieleraum umgebaut und dort stehen auch ein paar weitere Schreibtische. Es gibt zudem einen kleinen Sportraum. Im oberen Stockwerk ist eine Terrasse und vor dem Haus sind weitere Sitzplätze mit Blick auf den Garten und Steckdosen, sodass man auch von dort arbeiten kann. Ein Pizzaofen, ein Teich und ein Trampolin gehören ebenfalls zur Gartenausstattung. Man hat alles, um von zuhause aus produktiv zu sein und muss das Haus nie verlassen.

Der nächste Supermarkt ist 15 Minuten mit dem Auto entfernt und es stehen zwei Autos zur Verfügung, die alle Mitbewohner gemeinsam nutzen. Die Kosten für die Autos werden unter allen wöchentlich aufgeteilt. Auch die Einkäufe werden für alle zusammen erledigt. In der Küche ist eine Einkaufsliste, wo jeder etwas aufschreiben kann und die Kosten werden dann geteilt, es sein denn, jemand möchte etwas ganz Ausgefallenes.

Gemeinsame Aktivitäten

Da die Einkäufe für die Gemeinschaft erledigt werden, liegt es auch nahe, mehrere Male in der Woche gemeinsam zu kochen. Jeder kann etwas von seiner heimischen Küche hinzufügen. Als Charlie dort war, waren auch zwei Brüder da, die halb Iren, halb Brasilianer waren und Charlie bekam ein leckeres Risotto Bœuf Stroganoff. Markus aus Schweden kochte Nudeln mit einer Paprika-Sahne-Sauce, wohingegen die Deutschen es bei einfachen Pasta-Gerichten beließen. Charlie und die anderen Mädels verbrachten aber im Gegenzug einen ganzen Nachmittag in der Küche und bereiteten Snacks für eine Wanderung am Pico do Arieiro zum Sonnenuntergang vor.

Der Haken an diesem System ist aber, dass jemand Einkaufen fahren muss. So passierte es, dass Charlie versuchte, Lasagneplatten zu kochen. Es war das Einzige, was im Haus da war. Das Experiment war dahingehend erfolgreich, dass Charlie herausfand, dass das nicht funktioniert. Die Nudel-Stücke kleben aneinander im Topf und werden nicht gleichmäßig durch. Sie hatten an diesem Abend ihre Lektion gelernt und fuhren gleich am nächsten Morgen einkaufen.

Homeoffice Madeira ist ein schöner Ort für einen Aufenthalt, aber es steht und fällt mit den Leuten. Wenn man Pech hat, verbringt man die Woche mit Leuten, mit denen man nicht ganz auf der gleichen Wellenlänge ist.

Weitere Colivings auf Madeira

Charlie besuchte während ihres Aufenthalts noch ein weiteres Coliving auf Madeira, aber nur kurz. Zwei ihrer Mitbewohner aus dem Homeoffice Madeira zogen dorthin um und sie begleitete sie. Das Haus ist in Santa Cruz, hat mehrere Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und Gemeinschaftsräume, eine Küche und einen Weinkeller. Es gibt eine große Terrasse und einen Garten mit verschiedenen Obstbäumen. Von der Dachterrasse aus sieht man die Landebahn des Flughafens und kann beobachten, wie die Flugzeuge starten und landen. Es sind drei Minuten zu Fuß in den Ort, wo man Cafés, Restaurants und ein paar Geschäfte findet.

Es gibt weitere Colivings in anderen Teilen der Insel, zum Beispiel Outsite und Banana coliving in Ponta do Sol, wo auch das Nomadendorf ist. Charlie war selbst nicht da und kann nicht viel darüber sagen. Die meisten digitalen Nomaden nehmen sich ein Zimmer oder eine Wohnung in Funchal, um länger auf der Insel zu bleiben. Man findet schöne Penthouses mit Pool, allerdings steigen auch in Funchal die Preise. Ein anderer digitaler Nomade, den Charlie aus dem Coliving in Gran Canaria kannte, war ebenfalls für ein paar Monate in Funchal und hatte sich mit einem Freund ein AirBnB genommen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für digitale Nomaden auf Madeira und es gibt für jeden die richtige Lösung.

Wo man sich auf Madeira mit dem Laptop setzen kann

Wenn ihr wie Charlie im Homeoffice Madeira seid, braucht ihr keinen anderen Platz zum Arbeiten, denn wie der Name schon verrät, ist es ein Homeoffice. Ansonsten gibt es auf Madeira einige Coworking Spaces und auch Cafés, wo man mit dem Laptop willkommen ist.

Coworking in Funchal

Der Coworking Space in der Stadt war ausgebucht, als Charlie dort war und man konnte sich nicht neu anmelden. Es gab einen neuen Coworking Space im Westen von Funchal, der gerade erst eröffnet hatte: Sangha Cowork. Charlie arbeitete ein paar Mal von dort aus und genoss den Ausblick aufs Meer von dem großen Raum mit Fensterfront. Man kann sich einen festen Schreibtisch buchen oder einen Hot Desk. Man kann auch auf einer der Bänke direkt am Fenster sitzen. Kaffee und Wasser stehen in der Küche zur Verfügung. Der Coworking Space ist im ersten Stock eines Hotels und man kann auch an der Hotelbar essen. Charlie traute sich nicht, nach der Poolnutzung zu fragen, aber man sieht den Pool vom Büro aus. Zudem gibt es viele Restaurants in der Gegend, wo man Mittag essen kann. Einen Tagespass gibt es für 18 €. Wenn man etwas länger da ist, kann man einen Monatspass für 200 € buchen.

In Funchal findet man ein paar Cafés und Restaurants, von wo aus man ebenfalls arbeiten kann. Charlie ging am liebsten zum Art Food Corner zwischen der Seilbahn-Station und der Rua da Santa Maria in Funchal. Unten im Café darf man eine Stunde mit Laptop sitzen. Wenn man länger von dort aus arbeiten möchte, kann man im oberen Stockwerk sitzen. Dort ist eine Kunstgalerie mit Coworking Space. Kaffee und Essen sind spitze und man hat gutes Wifi und Steckdosen.

Der beste Ort zum Mittagessen in Funchal ist Prima Caju. Es gibt gesunde Gerichte mit natürlichen Zutaten und es ist wunderschön eingerichtet. Zur Mittagszeit ist dort viel los, wenn man aber am Morgen oder Nachmittag kommt, kann man von dort aus auch gut arbeiten.

Andere digital Nomaden empfohlen auch diese Orte, die Charlie allerdings nicht ausprobiert hat: LAND coffee, Next Hotel, Three House und Loft.

Coworking Spaces an anderen Orten auf Madeira

Was wäre ein Nomadendorf, wenn es in Ponta do Sol nicht auch einen Coworking Space geben würde? Er ist mitten im Ort im oberen Stockwerk des John Dos Passos Kulturzentrums und kann kostenlos genutzt werden. Man sollte sich auf digitalnomads.startupmadeira.eu anmelden und einen Platz buchen. Man wird dann auch in die Slack-Gemeinschaft aufgenommen.

Als Charlie auf Madeira war, wurde auch ein anderer Coworking Space in der Nähe des Flughafens eröffnet. Das sollte man sich vielleicht mal anschauen und auch in Machico war ein Coworking Space in Planung.

Ein internationales, soziales Umfeld

Es gibt Nomaden-Gruppen in Funchal, Ponta do Sol und Machico und sie alle treffen sich regelmäßig zum Mittagessen, Abendessen, zu Musik, Tanz und Sport. Es gibt eine WhatsApp-Gruppe, über die die Events organisiert werden. Wenn ihr auch in die Gruppe wollt, kontaktiert ihr am besten Madeira Friends auf Instagram oder unterhaltet euch einfach mit den Leuten in einem der vielen Coworking Spaces.

Die größte Veranstaltung für digitale Nomaden ist das wöchentliche Sunset Social Purple Fridays. Das ist eine Party auf der Terrasse des Estalagem Hotels in Ponta do Sol mit einem anderen DJ jede Woche. Es wird vom Hotel, NomadX und Madeira Friends organisiert. Der Eintritt ist kostenlos, aber man muss sich über Eventbrite ein paar Tage im Voraus ein Ticket buchen. Es gibt auch einen Shuttle von Funchal. Man muss sich einen Platz reservieren. Dafür schreibt man einfach eine E-Mail an info@pontadosol.com Die Veranstaltung heißt „Purple Fridays“ (dt. Lila Freitag) wegen der Farbe des Himmels, den man von der Terrasse zum Sonnenuntergang sieht. Welch besseren Ort könnte man sich vorstellen, um andere digitale Nomaden auf einer schönen Insel im Atlantik zu treffen?

Sunset in Ponta do Sol

Mehr über Madeira erfahren

    Sorry, no posts matched your criteria.

Fill your suitcase with memories, adventures and stories.

Follow us on