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Tagesauflug nach Lanzarote

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Lanzarote

Tagesauflug nach Lanzarote

Von Corralejo nach Playa Blanca

Charlie war bereits einige Male zuvor auf Lanzarote, aber der Markt in Teguise jeden Sonntag war immer einen Besuch wert. Sie nahm um 8 Uhr morgens die Fähre von Corralejo. Das kommt euch vielleicht sehr zeitig vor, aber die frühe Stunde gab Charlie die perfekte Gelegenheit für ein paar großartige Bilder vom Hafen in Fuerteventura kurz vor Sonnenaufgang. Außerdem würde auch der Bus, der Charlie zum Markt bringen würde, um 9 in Lanzarote abfahren.

In der Nähe des Hafens in Corralejo traf Charlie auf ein Pärchen, das es scheinbar genoss von ihr vor dem in blau und orange gefärbten Himmel fotografiert zu werden. Natürlich bot Charlie an, auch mit dem Handy der beiden ein Bild zu machen, sodass sie zumindest auch ein Bild für sich hatten. Von der Fähre aus hatte Charlie den perfekten Blick auf die Isla de Lobos vor der aufgehenden Sonne und sie sah auch ein paar fliegende Fische über der Wasseroberfläche. Leider tauchten sie sehr plötzlich auf und verschwanden zu schnell wieder, um sie vor die Kamera zu bekommen.

View towards the Isla de Lobos from the harbour in Corralejo

Der Markt in Teguise

Es gab genau einen Bus, der sonntags vom Hafen in Playa Blanca auf Lanzarote nach Teguise fahren würde. Dieser fuhr um 9 Uhr morgens am Playa Blanca ab und kehrte am Nachmittag wieder zurück. Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden und zum Glück war auf dem Markt noch nicht zu viel los, als Charlie ankam. Das Frühstück war schon eine Weile her und Charlie verspürte einen leichten Hunger. Das kam es sehr gelegen, dass sie auf dem Markt Churros verkauften. Der Verkäufer flirtete sogar mit Charlie aber ihr Spanisch war nicht ausreichend, um den Komplimenten gerecht zu werden.

Sie schlenderte ein bisschen über den Markt und hielt nach Ohrringen und einer Jeans Ausschau. Das war allerdings nicht sehr erfolgreich, aber immerhin praktizierte sie ein bisschen ihr Spanisch und fand ein Geburtstagsgeschenk für ihre Mama.

Aufstieg

Um einen guten Ausblick über die Gegend zu bekommen, stieg Charlie auf den Guanapay Hügel bei Teguise. Oben angekommen findet man eine alte Burg, in der sich ein Museum über die Geschichte der Piraterie auf den Kanaren befindet. Charlie ging allerdings nicht hinein und beeilte sich auch beim Erklimmen des Hügels, denn der Bus zurück nach Playa Blanca würde schon um 13.30 Uhr wieder abfahren. Charlies Tag war zeitlich durchgeplant. Wahrscheinlich hätte sie sogar ausreichend Zeit gehabt, sich das Museum anzusehen, aber es war ihr trotzdem lieber wieder rechtzeitig in Teguise zurück zu sein. Den Bus wollte sie auf keinen Fall verpassen.

Die Water-to-Go-Flasche hat Charlie immer dabei.

Mittagessen oder lieber doch ein Bierchen?

Letzten Endes hatte sie dann doch noch ein wenig Zeit und sie beschloss in einem der vielen Restaurants im Ort ein Päuschen zu machen. Da zwischenzeitlich doch sehr viel los war in Teguise, war es unmöglich, einen Platz zu bekommen und Charlie wollte auch gar kein großes Mittagessen. Ein Sandwich würde völlig ausreichen, aber Charlie hatte gar nicht daran gedacht, sich eines mitzunehmen. Was sie auf keinen Fall wollte, waren Fish & Chips oder Thüringer Bratwurst. Davon hatte sie zuhause mehr als genug (in beiden Zuhauses, sowohl in Deutschland als auch in England) und es missfiel ihr, dass auf dem Markt Gerichte für Touristen angeboten wurden.

Bei ihrem Rundgang über den Markt hatte sie in einem der Hinterhöfe eine kleine Bar mit Biergarten entdeckt. Irgendwie passte dieser Ort nicht ins Bild der Stadt und war völlig anders, als die Restaurants, aber es sah einladend aus und war auch offensichtlich als Treffpunkt für Surfer gedacht, denn die Getränkeliste stand auf einem alten Surfbrett geschrieben. Charlie bestellte sich eine Caña (ein kleines Bier) und legte ein Päuschen ein, bevor sie wieder zum Bus müsste.

Playa Blanca

Charlie war um 15 Uhr am Playa Blanca zurück und hatte noch 2 Stunden Zeit, bis die Fähre nach Fuerteventura abfahren würde. Sie hatte zuvor bemerkt, dass es eine Strandpromenade mit vielen Restaurants und Geschäften gab. Jetzt war es auch wirklich Zeit für ein Sandwich und Charlie versuchte herauszufinden, wo man eine Kleinigkeit essen könnte. Sie fand ein Bar, die über einem Restaurant gelegen war. Die Sandwiches und Toasties, die auf der Tafel am Eingang standen, gab es leider an diesem Tag nicht, aber Charlie hatte einen super Ausblick über die Bucht und bestellte sich einen Smoothie. Überrascht stellte sie fest, dass jeder in der Bar, einschließlich der Bedienung, Britisch war. Im Hintergrund lief ein Spiel der Premier League. Das passiert schon mal, wenn man an Orten ist, wo viele Touristen sind, aber was kann man schon machen?

Charlie machte dann einen kleinen Spaziergang an der Promenade entlang, entdeckte ein paar Papageien und ließ sich auf den Felsen am Wasser nieder, um die Bewegungen des Meeres und die Sonne, die durch die Wolken brach, für einen Moment zu genießen.

Zurück in Corralejo

Um 17 Uhr nahm Charlie die Fähre nach Fuerteventura zurück und war um 18 Uhr wieder im Billabong Surfcamp. Moritz und Christian saßen draußen und Charlie gesellte sich auf ein Bier dazu. Etwas später beschlossen sie, Tapas essen zu gehen und welcher Ort wäre da besser geeignet als Tapas Oscar? Es war immer eine gute Anlaufstelle und Charlie hatte viele schöne Erinnerungen an diesen Orten von ihren früheren Aufenthalten in Corralejo. Wie sich dann zeigte, hatte Charlie allerdings nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, denn sie hätten besser reservieren sollen. Als das beim letzten Mal passierte war die Wartezeit nur 30 Minuten und sie gingen alle auf ein Bier in die Bar Buena Onda, dieses Mal würde die Wartezeit mehr als eine Stunde betragen, also beschlossen sie, woanders hinzugehen.

Sie gingen in eine Bar namens Gilda, in der Charlie und Christian einige Tage zuvor schon einmal waren. Sie wurden nicht enttäuscht. Die Tapas waren vorzüglich! Das könnte man jetzt darauf schieben, dass sie den ganzen Tag nichts gegessen hatte, aber das Essen war wirklich gut! Sie trafen auch auf ein weiteres vertrautes Gesicht: Bori war die Yoga-Lehrerin im Billabong Surfcamp und Charlie hatte sie bei ihrem letzten Aufenthalt im September kennen gelernt. Es stellte sich schnell heraus, dass auch Christian sie zuvor getroffen hatte, als er an der Isla de Lobos zum Surfen war. Was für ein witziger Zufall!

Bori erzählte ihnen von einer Salsa-Stunde, die später am Abend in der Kiwi Bar stattfinden sollte und sie schlossen sich an. Charlie’s Salsa-Kenntnisse waren ein bisschen eingerostet, aber sie hatten viel Spaß beim Salsa, Bachata und Merengue. So erfuhren sie auch von einem weiteren Salsa-Kurs, der am Dienstagabend in der Bar Playa stattfinden sollte.

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