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Barbados – Überraschungsreiseziel für Surfer

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Surfen in der Karibik

Barbados stand eigentlich nicht auf Charlies Liste der Reiseziele. Als Surf-Reiseziel wird es auch kaum erwähnt. Was sie nach Barbados führte, war eine Marketing-Konferenz. Als sie nach Unterkünften suchte, fiel ihr auf, dass man dort auch surfen konnte. Sie beschloss nach der Konferenz ein paar Tage länger zu bleiben, die Insel zu erkunden und die Wellen zu testen.

  • Sprache: Zeitzone
  • Währung: Barbados Dollar (US-Dollar auch akzeptiert)
  • Zeitzone: GMT-4
  • Spannung: 115V
  • Steckdosen: Wie in USA (Stecker-Typ A & B)
  • Arztbesuche: Internationale Reisekrankenversicherung nötig
  • Notfallrufnummern: 211 (Polizei), 511 (Krankenwagen), 311 (Feuerwehr)
  • Anreise: Flug nach Bridgetown

Die Insel Barbados

Barbados ist eine Insel in der südlichen Karibik und eine ehemalige britische Kolonie. Das Land erlangte 1966 Unabhängigkeit und seit 2021 ist Barbados Republik. Man sieht viele kulturelle und architektonische Elemente, die an englische Traditionen erinnern. Die Bevölkerung aber ist zum Großteil afrikanischer Abstammung und auch das spiegelt sich in der Kultur wieder. Die weiße Bevölkerung nennt man “Bajan Whites”, wobei “Bajan” für „Barbadier“ steht oder “von Barbados“ bedeutet. Englisch ist die Amtssprache von Barbados. Charlie fiel allerdings auf, dass die Barbadier manchmal durch ihren Akzent schwer zu verstehen sind. Die wichtigste Information ist wahrscheinlich, dass sie wie in England, auf der linken Straßenseite fahren.

Kultur und Religion in Barbados

Die größte Religion auf Barbados ist nach wie vor die Anglikanische Kirche, also Christentum, und bis heute ist die Insel in Gemeinden unterteilt, obwohl die Kirche nicht länger für die politische Verwaltung zuständig ist. Es gibt auch andere christliche Religionen wie die Pfingstkirche oder die Römisch-Katholische Kirche. Heutzutage findet man auch jegliche andere Religion auf Barbados. Als Charlie dort war, schien Religion im Alltag keine große Rolle zu spielen. Die Kultur ist eher durch die afrikanischen Wurzeln und die Geschichte der Karibik geprägt.

Charlie war im November dort und die Flagge von Barbados war überall zu sehen, denn es ist der Monat, indem die Unabhängigkeit gefeiert wird. Am 30. November finden jedes Jahr eine große Feier und eine Militärparade statt. Der militärische Charakter der ehemaligen Kolonie ist noch sehr präsent auf der Insel und man sieht fast überall historische Festungen und Kanonen. An der Garnison in Bridgetown sieht man auch Soldaten marschieren.

Im Februar findet in Barbados der Karneval statt. Er ist typisch für die Karibik und ähnelt dem Karneval in Rio. Farbenfrohe Kostüme, Masken und Stelzenläufer gehören zu den Feierlichkeiten auf Barbados und gehen auf die afrikanischen Wurzeln der Bevölkerung zurück.

Religion spielte auch auf andere Weise historisch eine Rolle. Juden hatten den größten Einfluss auf Barbados. Sie kamen ursprünglich im 12. Jahrhundert, lange vor den europäischen Kolonialherren, und noch heute sieht man Spuren. An der Stelle, wo die erste Synagoge in Bridgetown stand, ist heute ein Museum. Die Juden kamen aus Brasilien und brachten das Wissen zum Anbau von Zucker und für die Landwirtschaft auf die Insel. Bis heute ist Zuckerrohr eines der Hauptprodukte in Barbados und wichtig für die Wirtschaft. Im 17. und 18. Jahrhundert machte der Zucker die Insel zu einer der reichsten Kolonien. Mit Zucker kommt auch Rum und es heißt, dass dieser auf Barbados erfunden wurde. Charlie ist sich aber nicht sicher, ob das stimmt. Rum ist aber auf der Insel allgegenwärtig. Man kann die Destillerie besuchen und sieht auch überall Werbung. Das Getränk, das immer zuerst angeboten wird, ist ein Rum-Punsch.

rum punch by the pool
rum tasting in Barbados

Einige Bauwerke sind noch aus der Anfangszeit der Zuckerproduktion vorhanden: Windmühlen. Eine davon ist noch in gutem Zustand, die Morgan Lewis Windmill. Sie befindet sich im Zentrum der Insel. Von allen anderen ist nur noch der Rundbau der Windmühle erhalten. Sie gehören zum nationalen Kulturerbe und Landbesitzer dürfen die Ruinen nicht entfernen.

Die freundlichsten Menschen der Welt

Was Charlie sofort auffiel ist, dass Barbadier unglaublich freundlich sind. Wo immer man ist, wird man auf der Straße gegrüßt und man kommt sich sehr unhöflich vor, wenn man nicht zurückgrüßt. Wenn man auf den Bus wartet oder einfach nur den Eindruck erweckt, dass man Hilfe braucht, kommen die Leute näher und bieten Hilfe an. Man muss nicht einmal fragen. Anfangs fühlte Charlie sich unwohl, wenn sie jemand auf der Straße ansprach, denn an anderen Orten der Welt bedeutet das meistens, dass man um Geld gebeten oder gleich ausgeraubt wird. Nicht aber in Barbados! Die Leute sind einfach nur freundlich und redselig.

Eine der Einheimischen, die Charlie auf der Konferenz kennengelernt hatte, Jaleesa, fuhr mit ihr sogar zum Markt und erklärte, woher die Tradition des Grüßens kommt. Barbadier wachsen in kleinen Gemeinden auf, wo jeder jeden kennt. Wenn man als Kind die Nachbarn nicht grüßt, bekommt man zuhause ganz schön ärger.

Sport auf Barbados

Der weitverbreitetste Sport auf Barbados ist Kricket. Das Hauptstadion ist Kensington Oval in Bridgetown. In der Nähe der Garnison finden auch Pferderennen statt und es gibt einen jährlichen Marathon, der viele Touristen anzieht.

Die Einheimischen spielen häufig vor ihren Häusern Straßentennis. Es ist ähnlich wie Tischtennis, nur ohne Tisch. Man sieht die Rechteckigen Spielfelder auf der Straße. Vor einigen Häusern sind sogar Flutlichter aufgebaut, um auch im Dunkeln spielen zu können.

An verschiedenen Stellen der Insel gibt es auch Golfplätze. Die scheinen aber eher für Touristen als für Einheimische zu sein.

Surfen hingegen ist ein Sport, der sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen beliebt ist.

Surfen auf Barbados

Charlie war im November auf Barbados und während ihres gesamten Aufenthaltes waren die Bedingungen gut, an einigen Tagen etwas größer, an anderen etwas kleiner. Sie war in einem AirBnB untergebracht, das zur Surfschule Dread or Dead gehört. Es waren nur 15 Minuten zu Fuß zum Surfspot Brandon’s am Drill Hall Beach. Es ist der Break, der auf Barbados am zuverlässigsten ist. Er liegt im Südwesten der Insel zwischen Hastings und Bridgetown. Die besten Wellen gibt es zwischen November und März. Von Juni bis September gibt es kleine Longboard-Wellen, für die man aber stark paddeln muss. Es sieht zunächst wie ein Beachbreak aus, aber es ist das darunterliegende Riff, dass für gute Bedingungen sorgt. Wenn man ins Wasser geht, muss man schon auf die Steine achten. Sie sind aber nicht spitz und man kann trotzdem barfuß laufen.

Das Line-Up war nicht zu voll und die anderen Surfer waren nett und hilfsbereit. Die meisten lebten auf Barbados, waren aber aus den USA oder Kanada ausgewandert. Es waren auch ein paar andere Touristen mit im Wasser.

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Charlie wurde noch ein weiterer Surfspot empfohlen, an dem sie aber nicht surfte: Freights Bay etwas weiter östlich von Oistins an der Südküste. Das soll der beste Spot für Anfänger sein. Auch zwischen Oistins und Hastings findet man weitere surfbare Wellen.

Der bekannteste Surfstrand mit großen Wellen und Austragungsort für Wettbewerbe ist Soup Bowl in Bathsheba an der Ostküste von Barbados. Der Wellengang kommt vom Atlantik und sorgt an manchen Tagen für Wellen von bis zu 4 Metern. Charlie war dort nicht surfen und sah auch keine Surfer im Wasser. Die Auswahl an Unterkünften, Surfverleih und Surfstunden schien an der Südküste von Barbados größer zu sein.

Charlie sah sogar ein paar Surfer an der Westküste von Barbados, was allerdings sehr selten passiert. Die Nordküste ist zu wild, denn dort trifft der Atlantik auf die karibische See und es entsteht viel Bewegung im Wasser. Es wäre zu gefährlich überhaupt ins Wasser zu gehen.

Unterkunft auf Barbados

An der gesamten West- und Südküste von Barbados gibt es Hotels, Pensionen und Resorts jeglicher Größe und für jedes Budget. Die luxuriösesten Hotels sind an der Westküste. Auch an der Ostküste gibt es einige, aber weniger. Dort gibt es auch Ferienhäuser.

Die meisten Hotels haben einen Pool und Strandzugang, allerdings gibt es auf Barbados keine privaten Strände, da das gesetzlich verboten ist. Hotels dürfen Liegen am Strand aufstellen, dürfen aber niemandem den Zugang verwehren.

Charlie war in einem AirBnB, das zu einer Surfschule gehört. Sie ist lieber in kleineren Unterkünften, in denen man auch zu Einheimischen Kontakt bekommt. Es war in Hastings, was in alle Richtungen sehr gut angebunden ist. Zudem ist es in der Nähe des Surfspots und dem Boardwalk mit Bars und Restaurants.

Charlie warf auch einen Blick in die Resorts. Die Konferenz, die sie nach Barbados geführt hatte, fand im 02 Beach Club and Spa, einem 5-Sterne-All-Inclusive-Resort in Dover an der Südküste, statt. Wenn euer Budget es hergibt, dann ist dieses Resort eine gute Wahl für einen Urlaub auf Barbados.

Für ihren letzten Tag hatte Charlie einen Tagespass im Hilton gebucht. Sie musste bereits am Morgen aus ihrem AirBnB auschecken und ihr Flug ging erst abends um 9. Das Hilton war nicht weit weg und der Preis für den Tagespass war auch der günstigste. Charlie zahlte für den Tag 70 USD und bekam einen Voucher für ein Mittagessen für 60 BBD (entspricht 30 USD). Sie genoss den Tag am Pool und am Strand, bekam ein köstliches Mittagessen, hörte Live-Musik und sah noch einen wunderschönen Sonnenuntergang, bevor sie sich zum Flughafen aufmachte.

Charlie hatte auch ein hübsches kleines Boutique-Hotel entdeckt, als sie in Oistins nach einem Restaurant zum Mittagessen suchte. Sie fand Café Luna auf der Karte und wie sich herausstellte, war es ein Restaurant auf der Dachterrasse eines Hotels. Es sah nach einem süßen, kleinen Hotel aus, das Charlie sich für einen Aufenthalt auch gut vorstellen könnte.

Währung und Zahlungsmittel auf Barbados

Offizielle Währung in Barbados ist der Barbados-Dollar (BBD), der direkt an den US-Dollar gebunden ist. Jeder USD ist 2 BBD wert. US-Dollar werden in Barbados auch akzeptiert. Charlie konnte am Flughafen keine Wechselstube finden und es war überhaupt kein Problem. Man kann einfach in US-Dollar bezahlen und bekommt das Wechselgeld in BBD. Auf diese Weise spart man sich auch die Umtauschgebühren.

Die Preise sind in Barbados immer in BBD ausgeschrieben, in seltenen Fällen auch in USD. Es ist deutlich erkennbar. Bezahlen kann man in beiden Währungen und auch Kartenzahlungen sind möglich. Allerdings braucht man auf jeden Fall BBD in bar (und wenn möglich genau), wenn man in Barbados den Bus nehmen möchte.

Handynetz und Internet auf Barbados

Wahrscheinlich sind Verbindungen über eure SIM-Karte von Zuhause sehr teuer in Barbados. Die Netzbetreiber vor Ort sind Digicel und Flow, allerdings gibt es am Flughafen keine Möglichkeit, eine SIM-Karte zu kaufen. Am besten holt ihr euch eine eSim mit Datenvolumen für die Karibik. Charlie verwendete Ubigi und es funktionierte sehr gut für die Dauer ihres Aufenthaltes.

W-Lan ist auch gut auf Barbados und Charlie hatte keine Schwierigkeiten mit der Verbindung. Cafés und Restaurants bieten auch kostenloses W-Lan.

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Fotografie auf Barbados

Wenn ihr wie Charlie gerne mit der Kamera unterwegs seid und gern alles festhaltet, dann solltet ihr Wissen, dass die Barbadier gerne vorher gefragt werden, bevor man ein Bild von ihnen macht. Die meisten sind sehr offen und fragen sogar, ob sie posieren dürfen, bevor ihr fragen müsst. Sie möchten einfach gern gefragt werden.

Das hat wahrscheinlich mit der Geschichte der Sklaverei auf der Insel zu tun. Charlie besuchte eine Ausstellung, die auf historischen Postkarten basierte. Diese Karten zeigten die Einheimischen, die auf Felder arbeiteten, und sie wurden kommerziell genutzt. Allerdings waren die Leute auf den Bildern nicht gefragt worden, ob ihre Bilder dafür verwendet werden dürfen. Wenn man ein Foto macht, wird die Person als Objekt wahrgenommen. Aus diesem Grund, möchten sie gern gefragt werden.

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