Blackstone Surfcamp auf Teneriffa
Surfen am Playa de las Américas
Nachdem Charlie als digitaler Nomade in Las Palmas de Gran Canaria war, verbrachte sie noch eine Woche in einem Surfcamp auf Teneriffa. Sie kam mit der Fähre in Santa Cruz de Tenerife an und war froh, dass sie einen Freund auf der Insel hatte, der sie mit dem Auto abholte. Johel fuhr sie zum Playa de las Américas, wo Charlie zunächst im Blackstone Surf Centre eincheckte, bevor sie im Oro di Napoli in der Nähe des Strandes von Los Cristianos Mittagessen gingen. Die Pizza dort ist köstlich und das Restaurant sehr empfehlenswert!
Check-in bei Blackstone
Charlie war im Februar 2022 auf Teneriffa und es gab noch einige Covid-Einschränkungen. Eine davon besagte, dass sie bei Ankunft im Camp einen negativen Covid-Test vorweisen musste. Irgendwie war Charlie diese Information entgangen und sie war auch etwas überrascht, denn immerhin war sie schon seit mehr als einem Monat auf den Kanaren. Sie hatte Silvester im Billabong Surfcamp in Fuerteventura verbracht und war dann einen ganzen Monat in Gran Canaria. An dem Morgen, als sie nach Teneriffa aufbrechen würde, erhielt Charlie eine Nachricht des Camp-Managers Lio. Das meiste davon waren Infos zu Anreise und Check-in, aber es ging auch um den Covid-Test. Charlie las die Nachricht, während sie auf der Terrasse in Las Palmas frühstückte. Wo würde sie jetzt einen Test machen können? Zum Glück akzeptierten sie im Camp auch einen eigenen Test, wenn man ihn vor den Augen der Angestellten machte. Als Charlie im Dezember aus England abgereist war, hatte sie zwei Packungen Covid-Tests für den Notfall mitgenommen. Dies war einer dieser Notfälle. Charlie unterbrach ihr Frühstück, um einen Test zu machen. Sie hatte keine Symptome, aber man kann ja nie wissen! Nur um ganz sicher zu gehen, machte sie zwei Tests und beide waren negativ. Sie konnte nach Teneriffa reisen!
Als sie im Blackstone Surf Centre ankam, machte Charlie einen weiteren Covid-Test, wartete 15 Minuten draußen und konnte dann den Check-in mit Antonella abschließen. Sie unterhielt sich kurz mit einem der Surflehrer, Sebas, der mehr über ihr Niveau erfahren wollte, um sie in die richtige Gruppe für die Surfstunden zu stecken. Charlie hatte das Gefühl, Sebas schon einmal getroffen zu haben, aber sie konnte ihn keinem der Surfcamps, in denen sie vorher war, zuordnen. Sie wollte aber wissen, woher sie ihn kannte.
Blackstone Surfcamp
Später am Nachmittag fuhr Johel Charlie zum Blackstone Surf Camp und Charlie war doch etwas überrascht, wie abgelegen es war. Es war nicht weit von Adeje entfernt, aber auch nicht wirklich nah an irgendetwas. Das Navi lotste sie von der Straße weg mitten ins Nirgendwo. Waren sie hier richtig? Waren sie! Ein Zeichen mit dem Logo des Camps tauchte plötzlich auf und sie waren da. Es war sehr abgelegen, aber ein wunderschöner Ort. Es liegt etwas von der Küste entfernt auf einem Hügel. Man kann von dort aus die Landschaft sehen, das Meer und im Hintergrund die Berge.
Charlie hätte gerne vorher gewusst, dass es so abgelegen war und es keine Geschäfte gab. Dann hätte sie wenigstens Wasser gekauft. Zum Glück hat sie immer ihre Filter-Wasserflasche dabei, sodass sie in derartigen Situationen das Wasser aus der Leitung problemlos trinken kann. Die anderen im Camp waren sehr nett und planten einen Grillabend. Charlie war es etwas unangenehm, dass sie nichts beitragen konnte, aber die anderen boten ihr Essen und Bier an. Das passierte Charlie nicht zum ersten Mal. Im Surfcamp in Fuerteventura hatte sie ähnliche Situationen erlebt. Sie liebt das an Surfcamps! Man ist sofort unter Freunden.
Das Surfhaus
Das Blackstone Surfcamp in Teneriffa ist ein flaches Haus, das wie ein riesiger Bungalow aussieht, mit großem Garten, Pool, Grill und einem Yoga-Platz. Man hat von dort aus einen tollen Ausblick aufs Meer und bis nach La Gomera. Wenn nicht gerade eine Kalima ist, oder Wolken am Horizont sind, hat man dort auch einen traumhaften Sonnenuntergang!
Das Haus ist in zwei Hälften unterteilt. In jedem Teil sind ein paar Schlafzimmer, auf einer Seite ist ein großes Wohnzimmer mit gemütlichen Sofas und einem Fernseher und auf der anderen Seite ist eine große Küche. Es gibt ein paar Gemeinschaftsschlafräume und Doppelzimmer. Charlie musste die Woche über etwas arbeiten und buchte deshalb ein eigenes Zimmer. Dort waren drei Betten, aber sie hatte das Zimmer für sich allein. Wenn das Camp voll ist, sind es ungefähr 15 Leute.
Charlie hatte keinen richtigen Urlaub, sie war nur auf der Durchreise und musste ein bisschen Arbeit erledigen. Sie fand in Playa de las Américas ein paar Cafés, wo Laptops willkommen waren und sie stand früh auf, um von der Küche aus zu arbeiten. Hin und wieder musste sie den Laptop auch am Abend noch einmal herausholen. Die anderen im Camp waren sehr rücksichtsvoll, was im Vergleich zu ihrem nomadischen Aufenthalt in Andalusien im Jahr zuvor, eine völlig neue Erfahrung war. Charlie hatte das nicht erwartet, denn die anderen waren ja im Urlaub und sie war diejenige, die mit ihrem Laptop herausstach. Sie wurde nicht einmal gestört und die anderen fragten sie immer, bevor sie die Musik aufdrehten. Sehr nette Menschen dort!
Die Angestellten bei Blackstone
Als Charlie ankam, wurde sie von Marie begrüßt und sie zeigte ihr auch alles im Camp. Sie war freiwillige Helferin im Camp und kümmerte sich um alles im Haus. Sie kam ursprünglich aus Frankreich. Dann war da noch Matt, einer der Surflehrer. Er war aus den Niederlanden und würde zwei Monate im Camp sein. Er fuhr die Gruppe täglich zum Strand und zurück.
Es waren noch zwei weitere Surflehrer dort: Sebas, den Charlie bereits im Shop getroffen hatte, und Lele. Beide waren etwas länger auf der Insel und wohnten nicht mit im Surfcamp. Sebas kam für gewöhnlich morgens vorbei, um den zweiten Van zum Strand zu fahren. Lele kam nur selten ins Camp, eigentlich nur, wenn andere Italiener Geburtstag feierten. Scheinbar mochte er Ron Miel und Aperol Spritz genauso gern wie Charlie.
Im Blackstone Surf Centre arbeiteten Antonella und Fiona, die sich um die Organisation und die Check-ins kümmerten. Lio war der Surfcamp-Manager und half aus, wo immer Hilfe nötig war. Er war der Einzige im Team, der ursprünglich von Teneriffa war, und kannte sich gut auf der Insel aus. Wenn man Tipps für Ausflüge wollte, fragte man am besten ihn.
Blackstone in Teneriffa bietet verschiedene Pakete mit entweder ein oder zwei Surfstunden pro Tag, sowie zusätzlichen Yoga-Stunden und anderen Freizeitaktivitäten. Man sich auch aussuchen, ob man im Gemeinschaftsschlafsaal ist, in Einzel- oder Doppelzimmern. Bei jedem Paket ist Frühstück inbegriffen sowie Transfers vom und zum Flughafen Teneriffa Süd und Ausrüstung für alle Aktivitäten. Alles, was man machen muss, ist rechtzeitig da sein, wenn der Transfer abfährt. Man sollte frühzeitig buchen, da das Camp für gewöhnlich ausgebucht ist.
Surfen in Playa de las Américas
Die Surfstunden waren immer in der Nähe des Blackstone Surf Centres in Playa de las Américas. An einer Tafel im Camp standen immer die Uhrzeiten für die ganze Woche. So wusste man immer im Voraus, wann der Van abfahren würde. Der Surfspot, zu dem alle Surfschulen gehen, ist El Medio (zwischen La Izquierda und El Bunker). Der Surfreport, der am meisten zutreffend ist, ist auf Surfline der für El Medio. Charlie hatte großes Glück, dass die Surfbedingungen die ganze Woche über super waren. Leider gibt es in Playa de las Américas recht viele Surfschulen, sodass das Lineup immer recht voll war.
Charlie war mit den Surfstunden mit Sebas und Lele die Woche über sehr zufrieden. Sie erkannten, was sie bereits konnte und gaben ihr die richtigen Tipps. Das, zusammen mit hervorragenden Bedingungen, machte es für Charlie zur perfekten Surf-Woche.
Einen Nachmittag lief Charlie etwas weiter den Strand entlang, um von den erfahreneren Surfern ein paar Bilder zu machen. Sie lief an den Spots El Bunker und La Derecha vorbei bis zu Piscinas. Alle drei Spots liegen direkt nebeneinander, aber die Bedingungen sind doch sehr unterschiedlich. El Bunker und La Derecha sind scheinbar die schwierigsten Surspots. Dort sieht man auch die besten Surfer. Die Bilder, die Charlie an diesem Nachmittag machte, beweisen das!
Freizeitaktivitäten mit Blackstone (außer Surfen)
Je nachdem, welches Paket man mit Blackstone bucht, hat man entweder eine oder zwei Surfstunden pro Tag. An manchen Tagen wird die zweite Surfstunde durch eine andere Aktivität ersetzt. Charlie erfuhr von den anderen im Camp, dass sie ein paar Tage vor ihrer Ankunft auf dem Teide waren. In der Woche, in der Charlie dort war, verbrachten sie einen Nachmittag mit Schnorcheln in Los Gigantes und einen Vormittag im Skatepark. Schnorcheln war etwas enttäuschend, weil das Wasser an diesem Tag nicht klar war, aber Charlie genoss den Ausblick auf die riesigen Klippen von Los Gigantes und den schwarzen Sandstrand.
Die Surfskate-Stunde war super. Sebas fiel sofort auf, dass Charlie bereits ein bisschen Erfahrung hatte und er gab ihr ein paar Tipps und Übungen, durch die sie ihr Skaten und Surfen verbessern konnte. Charlie war mit den Fortschritten, die sie an diesem Morgen im Skatepark in der Nähe des Playa de las Américas machte, sehr zufrieden.
Abende bei Blackstone
Wenn man im Blackstone Surfcamp ist, verbringt man die Tage für gewöhnlich am Strand und die Abende im Camp. Man kann ein Taxi nehmen, wenn man nachts ausgehen will, aber Charlie verlässt sich lieber nicht darauf. Das war immerhin bei einem Surfurlaub in Hossegor ein paar Jahre zuvor schief gegangen!
An dem Tag, als Charlie ankam, hatten die anderen einen Grillabend vorbereitet und das machten sie die Woche über noch ein paar Mal. Gabriele, der für ein paar Tage im Camp war, feierte in der Woche seinen 30. Geburtstag. Da wurde nicht nur gegrillt, sondern richtig gefeiert mit viel Bier, Aperol Spritz und Ron Miel. Das kommt dabei heraus, wenn sie auf dem Rückweg vom Strand am Supermarkt anhalten und jeder etwas zum Grillabend beitragen möchte. Sie hatten an diesem Abend genug Essen für noch drei weitere Grillabende.

Gabriele kochte auch sehr gern und zeigte sein Talent an zwei Abenden in Folge. Er kochte für alle! Die Carbonara was köstlich! Einige der Mädels halfen in der Küche, Charlie kümmerte sich hinterher um den Abwasch.
Der Sonnenuntergang vom Camp aus inspirierte Charlie auch, die Gitarre herauszuholen und sie verbrachten so ein paar entspannte Abende am Pool.
Charlie genoss ihren Aufenthalt im Blackstone Surfcamp und ein ruhiger, abgelegener Ort war genau, was sie nach einem aufregenden Monat in Gran Canaria brauchte.
PS: Charlie hat das Geheimnis gelüftet. Sie wollte herausfinden, woher sie Sebas kannte. Sie fragte ihn einfach, ob er zufällig in einem Surfcamp auf einer der anderen Inseln gearbeitet hat, und das war es. Er war Surflehrer auf Lanzarote, wo Charlie ein paar Jahre zuvor eine Woche verbracht hatte. Sie vergisst einfach nie ein Gesicht und die Surfgemeinschaft in Europa ist auch nicht so groß, wie man denken könnte. Sie wird sehen, wo sie die Leute, die sie im Blackstone Surfcamp kennengelernt hat, vielleicht in Zukunft wieder treffen wird.