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Pro Zarautz: Surfing Championship

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Surfer in Zarautz

Pro Zarautz: Surfing Championship

Skate- und Surf-Event in Zarautz

Nach ihrem Aufenthalt in Hendaye verbrachte Charlie noch ein paar Tage in San Sebastián, um noch mehr vom Baskenland zu sehen. Eine Freundin von ihr, die sie durch die Skate-Gruppe in London kannte, war auch in der Gegend und schlug vor, sich in Zarautz zu treffen. Dort war in der Woche eine Surf- und Skate-Event geplant. Das klang nach etwas, das Charlie gefallen würde.

Von San Sebastián nach Zarautz

Die Anreise nach Zarautz war etwas holprig. Es gab einen Zug vom Bahnhof Amara, aber es gab auch eine Busverbindung. Google Maps zeigte an, dass es 30 Minuten mit dem Bus wären und eine Stunde, wenn Charlie den Zug nahm. Da schien es naheliegend, den Bus zu nehmen, aber Charlie hätte es besser wissen müssen.

Sie sollte einen Bus bis zum Busbahnhof nehmen und von dort aus einen weiteren nach Zarautz. Schon in den ersten Bus durfte sie nicht einsteigen, denn sie trug keine Maske. Die Covid-19-Pandemie war scheinbar vorbei und es gab keine Einschränkungen mehr, außer in öffentlichen Verkehrsmitteln. Charlie hatte nicht einmal darüber nachgedacht, das nachzulesen. Sie ging nun also zu ihrer Pension zurück, um sich eine Maske zu holen, die sie noch immer im Gepäck mit sich trug für genau solche Momente wie diesen!

Da sie mit dem ersten Bus nur eine Haltestelle fahren sollte und das Wetter herrlich war, beschloss Charlie, zu Fuß zum Busbahnhof zu gehen. Sie ging zu der unterirdischen Station, wo sie am Tag zuvor auch mit dem Flixbus angekommen war, und ging direkt zum ersten Bus, auf dem „Zarautz“ stand. Der Busfahrer aber sagte ihr, dass sie zur Straße hinauf gehen und von dort den Bus nehmen solle. Das ergab nicht viel Sinn für Charlie, aber sie hatte keine andere Wahl.

Leider waren die Busse, die Google Maps ihr anzeigte, auf diesem Fahrplan nicht gelistet und sie kamen auch nicht. Charlie wartete weitere 40 Minuten bis endlich ein Bus nach Zarautz kommen würde.

Die Verbindung, die Google Maps ihr angezeigt hatte, sollte nur 17 Minuten von San Sebastián bis Zarautz dauern. Der Bus, in dem Charlie nun saß, brauchte aber fast eine Stunde. Etwas war da richtig schief gegangen! Zumindest fuhr sie durch schöne Landschaften mit Bergen und Gewässern.

Am Strand von Zarautz

Charlie stieg im Zentrum von Zarautz aus dem Bus und lief direkt zum Strand hinunter. Dort würde sie auf ihre Freundin Glenna warten. Die Wellen waren wesentlich kleiner als in Zurriola am Morgen, sahen aber nach einer Menge Spaß aus. Der Wettbewerb fand auch statt!

Sie liefen die Promenade entlang zu der Stelle, wo der Wettbewerb war, holten sich ein Bier und eine Tortilla zum Mittag und sahen den Surfern zu.

Als sie ihr Bier ausgetrunken hatten, liefen sie ein Stück weiter die Promenade entlang und durch die Innenstadt. Es war überraschend ruhig. Scheinbar war an diesem Nachmittag jeder am Strand. Es gab eine ganze Reihe an Marktständen, genannt FederArte Market, mit Schmuck, Klamotten, Skateboards zum Ausprobieren, einem Tätowierer und vielem mehr. Für den Abend waren ein paar Bühnen aufgebaut, wo DJs oder Bands spielen konnten. Genauso hatte Charlie sich die Quiksilver No Pro in Hossegor in der Woche zuvor vorgestellt.

Skate Jam

Das Festival-Programm sah für 16 Uhr einen Skate Jam vor. Charlie und Glenna waren nicht ganz sicher, was das sein sollte, aber sie wollten es sehen. Sie liefen wieder zu der Skaterampe am Strand und da standen viele Leute drumherum. Sie beobachteten die Skater und es war beeindruckend, wie hoch sie in die Luft flogen und welche Tricks sie zeigten. Alle Altersgruppen und Geschlechter waren vertreten. Sie zeigten sogar ein Doppel, bei dem zwei Skater gleichzeitig starten, springen und in der Luft die Plätze tauschen. Das kann man gar nicht mit Worten beschreiben!

 

Es war eine tolle Atmosphäre und das Publikum feuerte die Skater an, die schwierigen Tricks immer wieder zu versuchen. Es wurde durch Live-Moderation begleitet, aber Charlie hörte kaum zu. Was ihre Augen sahen, war bereits mehr als genug!

Als der Skate Jam vorbei war, war auch im Meer wieder mehr Bewegung und der Surfwettbewerb ging weiter bis zum Sonnenuntergang. Charlie, Glenna und ein paar weitere Bekannte saßen am Strand und genossen die Show bei einem kühlen Bier. Später gingen sie ein paar Pintxos (so heißen Tapas im Baskenland) essen und skateten selbst ein wenig die Promenade entlang. Im Hintergrund spielten Bands live. Es war ein toller Abend und es fühlte sich wie eine Sommernacht Ende Oktober an.

Charlie nahm den Zug zurück nach San Sebastián um 22 Uhr und fiel direkt ins Bett. Es war ein langer Tag, aber es hatte sich gelohnt!

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