Socials

Image Alt

Eine Reise durchs Baskenland

Home  /  Surfen   /  Frankreich   /  Eine Reise durchs Baskenland
Waves in Hendaye

Eine Reise durchs Baskenland

Hossegor – Guéthary – St. Jean de Luz – Hendaye

Charlie war in Hossegor, denn sie wollte ein weiteres Mal die Quiksilver Pro Frankreich erleben. Als die WSL diese jedoch im Juli 2022 absagte, änderte Charlie ihren Plan. Ihre Flüge konnte sie nicht umbuchen, aber sie musste trotzdem nicht die ganzen zwei Wochen in Hossegor bleiben.

Im Jahr zuvor war Carwyn, der Inhaber des Surfhauses, in dem sie in Hossegor immer unterkommt, mit ihr die Küste entlang zum Mittagessen in die Pyrenäen gefahren. Auf dem Weg dorthin waren sie durch ein paar kleinere Orte gefahren und Carwyn hatte erzählt, wie gut die Wellen dort waren. Bisher hatte Charlie nur Hossegor und Bayonne gesehen. Nun hatte sie die Chance noch weitere Städte zu besuchen. Sie blieb ein paar Tage in Hossegor, wo sie den Surf Summit und die Quiksilver No Pro besuchte, bevor sie weiter nach Süden fuhr in die Orte Guéthary, St. Jean de Luz und Hendaye.

Hendaye

Für Charlie war es nicht so wichtig, in welchem dieser Orte sie eine Unterkunft buchte. Sie lagen alle nur 15 Minuten voneinander entfernt. Somit konnte sie sowieso alle drei besichtigen. Sie fand ein tolles Angebot für eine Ferienwohnung direkt am Strand von Hendaye und somit war die Entscheidung getroffen. Bei diesem Ausblick wäre es eine Schande, diese Wohnung nicht zu buchen.

Ausblick vom Fenster in Hendaye zum Strand

Nie zuvor war es einfacher, die Surfbedingungen zu sehen. Charlie musste nur ans Fenster gehen. Sie hatte sich ein Surfbrett ausgeliehen und musste einfach nur damit über die Straße und ins Wasser. Der Spot heißt „Hendaye Plage“ und es ist ein langer Strand mit durchgängig guten Wellen. Die ersten Tage waren sie recht groß, aber die Wellen wurden im Laufe der Woche kleiner. Die Sets formten wunderschöne Linien im Wasser. Die Bucht ist gen Norden gerichtet und man sieht, wie die Sonne hinter den Häusern von Hendaye aufgeht. Von der Ferienwohnung aus konnte Charlie es nicht sehen, aber vom Wasser während einer morgendlichen Surfsession. Die Sonne geht über den Pyrenäen unter und taucht die gesamte Bucht in ein herrliches Orange. Am westlichen Ende der Bucht ist ein Leuchtturm, den man nachts blinken sieht.

Hendaye Strand

In Hendaye-Strand ist ein kleines Stadtzentrum, was hauptsächlich aus Surfschulen, Strandgeschäften und Restaurants besteht. Der Bahnhof dort ist “Les Deux Jumeaux”. Am Strand entlang gibt es eine breite Promenade mit einem separaten Fahrradweg, der auch zum Skaten einlädt. Die Stadt Hendaye an sich ist wesentlich größer und reicht bis an die spanische Grenze. Wenn man am Strand entlang läuft, braucht man ungefähr 45 Minuten bis in die Stadt. Mit dem Bus sind es nur 10 Minuten bis zum Zentrum und Hauptbahnhof in Hendaye. Man kommt auch an einem kleinen Park mit Skatepark vorbei. Charlie war nur kurz im Zentrum, um von dort den Bus nach Donostia-San Sebastián zu nehmen. .

Château d’Abbadie

Von Hendaye aus ist es kaum sichtbar, aber man kann es vom Wasser aus sehr gut sehen. Auf dem Hügel im Nordosten ist ein historisches Schloss. Je nachdem, wo man in Hendaye ist, sind es 30 bis 45 Minuten zu Fuß zum Abbadie Schloss. Erbaut wurde es zwischen 1864 und 1879 von Eugène Viollet-le-Duc im neugotischen Stil und ist heute im Besitz der Akademie für Wissenschaften.

Das Schloss ist von einem Park umgeben, wo man einige exotische Pflanzen findet, z.B. Bananenblätter. Der Park diente immer der Wissenschaft und wird als botanischer Garten genutzt. Von dort oben sieht man die Bucht und den Strand von Hendaye.

Die Öffnungszeiten des Château d’Abbadie ändern sich je nach Jahreszeit. Am besten schaut ihr direkt auf der Webseite nach. Die Preise sind wie folgt (Stand Oktober 2022):

Ticket Führung Besichtigung ohne Guide Nur Park
Erwachsene 10,90 € 9,50 € 2,50 €
Jugendliche (14-18 Jahre) 8,40 € 6,90 € 2,50 €
Kinder (6-13 Jahre) 5,40 € 4,90 € kostenlos
Familie (2 Erwachsene und 2 oder 3 Kinder bis 13 Jahre) 29 € 26 € n/a

Sprache und Kommunikation

Hendaye liegt direkt an der spanischen Grenze, gehört aber zu Frankreich. Nach dem Surf Summit in Hossegor hatte Charlie sich wieder ganz gut ins Französische hereingefunden und natürlich sprach die erste Person, die sie in Hendaye traf, Spanisch mit ihr. Konnte Charlie den Schalter so einfach umlegen?

Die nächsten Tage sprach sie weiterhin vorrangig Französisch in Geschäften, oder um nach dem Weg zu Fragen, aber auch Spanisch war dabei. Die Einheimischen sprechen wahrscheinlich beide Sprachen fließend. Baskisch ist ebenfalls eine offizielle Sprache der Gegend und man sieht es an allen Straßenschildern, aber Charlie hörte niemanden diese Sprache sprechen.

Guéthary

Es ist die nördlichste Ortschaft der drei und ungefähr 30 Minuten südlich von Biarritz. Wenn man die Treppe vom Bahnhof heraufkommt, sieht man das Meer schon. Auf der anderen Seite ist ein kleines Stadtzentrum mit Restaurants und Terrassen, wo man sich einen Kaffee gönnen kann. Wenn man zum Strand möchte, folgt man einfach nur dem Weg vom Bahnhof hinab. Zu dem kleinen Fischerhafen und der Strandpromenade braucht man nur eine Minute. Die Promenade ist etwas natürlicher als die in Hendaye. Es gibt nur ein paar kleine Restaurants und der Rest ist Natur. In südlicher Richtung sind der Hafen und ein Strand aus Sand und Kies. Am Ende dieses Strandes ist ein Point Break, wo Charlie an diesem Tag ein paar Surfer sah. Die Wellen waren an diesem Tag überall recht klein, außer an dieser Stelle. Charlie musste über ein paar Felsbrocken und Geröll klettern, um den besten Ausblick zu haben.

Guéthary

p>In nördlicher Richtung ist die Strandpromenade, die auf einen kleinen Küstenpfad führt. Man kommt bis zum Strand Plage de l’Uhabia und die Stadt Bidart. Auch dieser Strand ist ein beliebter Surfspot, aber die Wellen waren an diesem Tag klein. Vom Bahnhof in Guéthary waren es ungefähr 30 Minuten zu Fuß. Direkt vor dem Bahnhof ist ein kleines Café, wo man schön sitzen kann, während man auf den Zug wartet.

üstenwanderweg von Guéthary nach Bidart

St. Jean de Luz

Märchenhaft, so könnte man die Stadt St. Jean de Luz beschreiben. Sie liegt genau zwischen Guéthary und Hendaye. Dort sind auch eine hübsche Bucht und ein schöner Strand, aber der Ort hat nichts von einer Surfstadt. Traditionelle Architektur des Baskenlandes trifft hier auf kleine Boutiquen für große Geldbeutel, Eisdielen und Chocolatiers. Die kleinen Cafés mit ihren Terrassen im Freien erinnern ein wenig an Paris. Die Stadt lädt zu einem Spaziergang ein und beim Schaufenster-Gucken fühlt man sich wie in einem Museum.

St. Jean de Luz

Fill your suitcase with memories, adventures and stories.

Follow us on