Sámara
Strandoase für Surfer und digitale Nomaden
Sámara ist eine Kleinstadt auf der Nicoya-Halbinsel, ungefähr in der Mitte zwischen Tamarindo und Santa Teresa, südlich von Nosara. Sámara ist klein, hat aber alles, was man braucht: Bars, Cafés und Restaurants, mehrere Supermärkte, einen Markt jeden Samstag, Yoga an jeder Ecke, einen Coworking Space und ein reiches nächtliches Angebot von Bachata-Kursen bis hin zu Livemusik und Rave-Partys im Dschungel. In Sámara ist alles fußläufig erreichbar.
Im Zentrum sind eine paar Hostels und man findet auch Hotels jeglicher Größe und Preisklasse. Der Ort ist sehr touristisch, hat aber noch etwas Authentisches. Die Einheimischen mischen sich hier unter die Touristen und zugezogenen Auswanderer. Als Charlie dort war, konnte man überall Bauarbeiten sehen. Sámara befand sich im Wachstum und am Ortseingang waren Graffiti, die die Gentrifizierung der Stadt anprangerten. Es bleibt abzuwarten, wie viel vom authentischen Character in Zukunft noch zu sehen ist.
Anreise nach Sámara
Es gibt eine Straße, die von Nicoya nach Sámara führt. Charlie reiste mit Interbus, einem Shuttle-Service, von San José an. Diese Shuttles sind für Touristen gedacht und man wird an der Unterkunft abgeholt und auch abgesetzt. Die Anreise nach Sámara dauerte ungefähr 5 Stunden. Als Charlie wieder abreiste, dauerte es etwas länger wegen einer Straßensperrung und der langen Wartezeit an der Fähre über die Bucht von Nicoya.
Gegenüber der Bushaltestelle in Sámara ist ein Schalter von TIG, einem Bus nach San José, der täglich fährt. Es ist die günstigste Variante, fährt allerdings schon früh um 4 Uhr ab. Man muss also früh aufstehen.
Zudem gibt es täglich einen Shuttle vom Flughafen in Liberia und auch einen Linienbus von Nicoya mit Traroc.
Surfen in Sámara
Sámara liegt in einer Bucht an der Pazifikküste. Die Wellen dort sind klein und sehr gut für Anfänger geeignet oder für Longboarder, die an ihrer Technik feilen wollen. Die Wellen waren die Anfänger-freundlichsten, die Charlie in ganz Costa Rica gesehen hat.
Am besten geht man ungefähr eine Stunde vor Flut surfen. Bei Ebbe gibt es meistens keine Wellen.
Surfboards kann man direkt am Strand ausleihen. Die Preise variieren von 6 bis 10 Dollar pro Stunde.
Yoga in Sámara
In Sámara findet man ein breites Angebot an Yoga-Stunden. Charlie nahm an ein paar Stunden in der Tico Adventure Lodge teil. Die Yoga-Plattform ist im Freien zwischen den Bäumen. Es fühlt sich fast wie ein Baumhaus an und erinnerte Charlie sehr an das Yoga-Studio in Dominical. Es werden auch Pilates- und Barre-Stunden angeboten. Anders als in Santa Teresa, waren viele der Teilnehmer regelmäßig dort und Charlie sah kaum Touristen in den Stunden. Es war eine sehr freundliche Atmosphäre und Charlie wurde von den Lehrern und anderen Yogis herzlich aufgenommen.
Charlie nahm auch eine Stunde bei One Love Yoga im Stadtzentrum, wo auch kostenlose Stunden angeboten werden. Das Studio wurde sehr farbenfroh in Symbolen der Yoga-Philosophie und Mantras dekoriert. Die Stunden bei One Love sind weniger auf den körperlichen, als mehr auf den spirituellen Aspekt von Yoga ausgerichtet. Zudem werden Sound-Bäder, Aromatherapie und Healing Circles angeboten. Es ist eine andere Atmosphäre als man für gewöhnlich in Yoga-Studios findet.
Es gibt außerdem täglich Yoga- und Pilates-Stunden am Strand von Sámara.
Digitale Nomaden in Sámara
Sámara war der Nomaden-freundlichste Ort in Costa Rica. Es gibt einen Coworking Space, Locoworking, mehrere Cafés mit guter Internetverbindung und im Vergleich zu anderen Orten in Costa Rica war es möglich, einen Unterkunft zum guten Preis zu finden.
Charlie hatte den Eindruck, dass in Sámara viele Leute etwas länger bleiben, sodass man sich einen Freundeskreis aufbauen kann.
Charlie war mit ihrem Laptop gern im Marea Surf Shop und im Café Malehu. Letzteres gibt es zweimal im Ort, eines der Cafés ist etwas größer und hat Tische, wo man sich gut setzen kann. Sie sah auch Laptop-Arbeiter im Gusto, einem Restaurant direkt am Strand.
Der Coworking space, Locoworking, ist in einem Gebäude im Kolonialstil und im Erdgeschoss ist eine Bäckerei. Um Frühstück und Mittagessen muss man sich keine Sorgen machen! Man muss nicht im Voraus buchen. Es gibt Stunden-, Tages-, Wochen- und Monatspreise. Wenn man einen Ausflug machen möchte, kann man direkt mit einem der Partner buchen und bekommt ein gutes Angebot oder sogar einen Gruppenausflug mit anderen digitalen Nomaden.
Aktivitäten und Tagesausflüge in Sámara
Der Ort liegt direkt am Strand. Wasseraktivitäten sind da am naheliegendsten. Man kann bei Tagesanbruch mit dem Boot zum Angeln hinausfahren und Delfine sehen, an der Chora-Insel um die Mittagszeit schnorcheln und am Nachmittag mit dem Kayak oder Stand-Up-Paddelboard hinauspaddeln. Zum Sonnenuntergang kann man eine Katamaran-Tour machen. Wenn man sich den Sonnenuntergang lieber vom Strand aus ansieht, bietet sich ein Reitausflug an.
Es gibt geführte Wanderungen zu den umliegenden Bergen, von wo aus man herrliche Ausblicke über die Küste und die Buchten hat.
Ungefähr 30 Minuten landeinwärts von Sámara gibt es Wasserfälle. Charlie schaute sich den La Roca Wasserfall an. Direkt an der Hauptstraße gibt es ein Restaurant mit Panorama über die Berge. Zu den drei kleinen Wasserfällen sind es von dort aus 15 Minuten zu Fuß. Der Belem-Wasserfall ist ein beliebtes Ausflugsziel, könnte aber mit Touristen überfüllt sein. Am La Roca hatte Charlie den Ort für sich allein.
Der Ausflug von Sámara, der Charlie am meisten gefiel, war ein Bootsausflug mit Leo Tours mit Angeln, Delfinbeobachtung und Schnorcheln. Sie hatte noch nie zuvor so viele Delfine an einem Ort gesehen. Sie wusste gar nicht, in welche Richtung sie die Kamera zuerst halten sollte. Es war magisch!
Geangelt haben sie an diesem Tag nichts, aber Charlie sah eine riesige Meeresschildkröte beim Schnorcheln an der Chora-Insel.
Bei Sonnenuntergang kann man einen Katamaran-Ausflug machen oder am Strand reiten. Vom Strand in Sámara ist der Sonnenuntergang allerdings hinter einer Landzunge, da die Bucht nicht genau nach Westen zeigt. Wenn ihr den Sonnenuntergang vom Strand sehen wollt, fahrt ihr besser eine Bucht weiter gen Norden zum Strand Buena Vista.
Andere Strände in der Nähe von Sámara
Nördlich von Sámara gibt es mehrere Buchten. Die erste ist ein kleiner Strand, den man nur zu Fuß über einen Berg erreichen kann. Eine Treppe führt zum Strand hinunter. Man muss aber vorsichtig sein, denn die Stufen sind brüchig.
Fährt man die Straße weiter kommt man zum Strand Buena Vista, von wo aus man den Sonnenuntergang gut sehen kann. Man kann Reitausflüge zu diesem Strand machen und kommt auch mit dem Auto gut hin. Die Straße ist aber nicht geteert. An diesem Strand ist nicht viel los. Bei all den Häusern, die in Sámara gebaut werden, könnte dieser Strand aber beliebter werden.
Weiter nördlich und über unebene, ungeteerte Straßen erreicht man die Strände Barrigona und Barco Quebrada. Barrigona ist bei den Einheimischen sehr beliebt und man sieht sie mit ihren Picknick-Tischen am Strand. Barco Quebrada ist recht abgelegen und man hat besser ein Auto mit Allrad-Antrieb. Dadurch ist an diesem Strand nicht viel los und man hat seine Ruhe.
Südlich von Sámara ist ein weiterer beliebter Strand und ein Dorf mit einigen Hotels: Carrillo. Er ist bei Einheimischen sehr beliebt und auch zwischen den Palmen hängt so manch einer die Hängematte auf. Carrillo ist von Sámara aus mit einem Linienbus erreichbar. Die Straße ist geteert und man kann auch mit dem Fahrrad fahren. Allerdings geht es ein bisschen bergauf und -ab.
Charlie fuhr noch ein Stück weiter nach Süden zum Strand Zeluya. Es ist ein kleiner Strand, den man von der Straße kaum sieht. Es ist aber nur ein kurzer Spaziergang. Bei Ebbe kann man über die Felsen laufen und so die gesamte Küste sehen.