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Sunset in the mountains of Madeira

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Ein Spaziergang durch Medellin

Charlie verbrachte einen Monat in Medellin. Sie wohnte im Caobo Coliving, lernte Spanisch im Centro Catalina, tanzte Salsa und erkundete die Stadt und die Umgebung. Die folgenden Aktivitäten solltet ihr euch in Medellin nicht entgehen lassen.

Comuna 13

Es gab vor allem einen Grund, warum Charlie sich Medellin ansehen wollte: Streetart. Und der beste Ort dafür ist Comuna 13. Charlie war von der Menschenmenge dort etwas überrascht und es fühlte sich leider wie eine Touristenfalle an. Sie machte einen geführten Rundgang und kam so auch an die ruhigeren Stellen und lernte mehr über die Geschichte. Um die Murals zu sehen, ging Charlie an einem anderen Tag früh am Morgen noch einmal hin, bevor die Stände geöffnet hatten. So konnte sie sich die Meisterwerke ohne Touristenandrang ansehen. Mehr darüber erfahrt ihr im Artikel über Streetart in Medellin.

Street Art in Comuna 13 in Medellin
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Casa Museo de la Memoria

Charlie besuchte dieses Museum zur von Gewalt geprägten Geschichte Kolumbiens als Teil ihres Spanischkurses in Medellin. Die Inhalte des Museums sind sehr bewegend und zeigen, wie verschiedene Teile der Bevölkerung von der Gewalt betroffen waren. Es sind viele Informationen, sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch, und Charlie empfiehlt, sich im Voraus einen Überblick über die Geschichte zu verschaffen. Das gelang ihr im Rahmen eines Stadtrundgangs, der auf die Geschichte des internen Konfliktes und die Verwandlung der Stadt spezialisiert war.

Palacio Nacional

Der Palacio Nacional im Zentrum von Medellin ist perfekt geeignet, wenn man als Gruppe reist und ein Teil sich für Kunst interessiert und andere lieber shoppen gehen. In den unteren Etagen des Gebäudes ist ein Einkaufszentrum und in den oberen Stockwerken eine Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen. Der Eintritt ist frei.

Einmal im Monat findet im Palacio Nacional auch die Noche de Galerias statt. Die verschiedenen Räume der Galerie werden zum Nachtclub.

Palacio Nacional in Medellin

Pueblito Paisa

Hoch oben auf dem Hügel Cerro Nutibara ist die Nachbildung eines Kolonialdorfes, Pueblito Paisa. So kann man sehen, wie die Dörfer, die die Spanier erbauten, ursprünglich aussahen. Zudem sieht man auch Darstellungen der kolumbianischen Kultur, vor allem in der Musik. Die sogenannten trovas treten regelmäßig auf. Das sind Sänger, die traditionelle Melodien spontan mit Texten je nach Situation unterlegen. Es gibt auch Souvenirgeschäfte, ein Museum sowie Restaurants und Cafés.

Man kann mit dem Auto bis ins Dorf hochfahren oder auch laufen und dabei die Ausblicke zu allen Seiten über Medellin genießen. Es gibt auch Picknick- und Spielplätze.

Botanischer Garten

Der botanische Garten in Medellin kann kostenlos besucht werden und lädt zum Spaziergang ein. Man sollte aber einen Ausweis mitbringen, da der am Eingang registriert wird. Es gibt verschiedene Abschnitte im botanischen Garten von dichtem Wald bis hin zu Kaktus- und Bambusgärten sowie auch einen See mit Schildkröten, Enten und Leguanen. Dort ist auch ein Café.

Jeden Sonntag wird im botanischen Garten eine kostenlose Yoga-Stunde angeboten. Es ist die perfekte Gelegenheit für einen Besuch.

Botanical Garden in Medellin

Tropische Früchte frisch vom Markt

Der größte Markt in Medellin, Plaza Minorista Jose Maria Villa, ist täglich ab den frühen Morgenstunden bis zum Abend geöffnet. Die meisten Stände schließen aber um die Mittagszeit, warum es am besten ist, wenn man früh hingeht. Es ist nicht nur ein Markt für Obst und Gemüse. Man bekommt dort alles von Kleidung zu Haushaltsgegenständen über drei Etagen und 17 verschiedenen Sektoren.

Fruits tour at the market in Medellin
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Charlie wollte mehr über die Früchte erfahren, die dort verkauft werden und buchte eine geführte Tour. Sie probierten ungefähr 30 verschiedene Früchte, Säfte sowie auch einen Mais-Kuchen (“torta de chocolo”). Der Tourguide sprach auch über die kolumbianische Kultur, zum Beispiel die Bedeutung von Mais und Arepas sowie auch Religion und afro-kolumbianisches Erbe.

Randbemerkung zum Thema Sicherheit: Im Marktgebäude muss man sich keine Sorgen machen und es stehen auch Sicherheitsleute an allen Eingängen. In der Gegend rund um den Markt aber sollte man als Tourist vorsichtig sein. Auf das Uber wartet man am besten drinnen und nicht an der Straße. Wenn ihr eine geführte Tour macht, solltet ihr auch etwas mehr Zeit einplanen, da in der Nähe des Marktes viel Verkehr sein kann.

Fruit tour of the market in Medellin

Salsa oder Bachata lernen

Kolumbien ist dafür bekannt, dass Salsa eine große kulturelle Rolle spielt. Für Anfänger bieten sich die Gruppenkurse und Tanzabende von Dancefree an. Letztere sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eine schöne Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. Charlie hatte zudem auch ein paar Privatstunden an der Tanzschule Master Flow Academia de Baila in der Nähe ihrer Unterkunft.

Wenn man sich schon sicher auf der Tanzfläche bewegt, dann sind Son Havana und El Tibiri perfekt zum Salsa tanzen.

Besuch einer Kaffee-Farm

Die gesamte Region Antioquia ist für den Kaffeeanbau bekannt und man muss nicht mal aus Medellin heraus, um eine Farm zu besuchen. Es gibt verschiedene geführte Touren. Charlie machte eine nach La Sierra, was auch die Fahrt mit der Seilbahn und ein Stück der Geschichte des Viertels beinhaltete. Sie lernte, wie Kaffee verarbeitet wird und durfte sogar selbst Hand anlegen. Die Gruppe erntete Kaffeebeeren und begleitete den gesamten Prozess. Die Kaffeetour in Medellin endete mit einer Verkostung.

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Parque Arvi

Wenn ihr mal aus der Stadt heraus und in die Natur wollt, dann ist Parque Arvi das perfekte Ausflugsziel. Man kommt dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin und kann schon bei Anreise herrliche Ausblicke genießen. Man fährt mit der Metro zur Station Acevedo und nimmt von dort aus zwei Seilbahnen. Man steigt in Santo Domingo um und muss dort noch einmal mit der Metrokarte bezahlen, da dies ein gesonderter Preis ist. Man sollte schon vorher die Karte aufladen, da am Ticketautomaten in Santo Domingo eine lange Schlange sein könnte.

Auf dem Weg nach oben kann man den Ausblick über Medellin genießen, bevor man den dichten Wald des Parque Arvi unter den Füßen sieht. In der Nähe der Haltstelle Santo Domingo sieht man auch ein paar Murals.

Parque Arvi
Parque Arvi

Am oberen Ende ist ein Besucherzentrum, wo man geführte Wanderungen buchen kann und es gibt dort auch einen Markt, wo am Wochenende meistens mehr Stände sind. Dort kann man Souvenirs kaufen, sowie auch Snacks, Kaffee und ein Sandwich für die Wanderung im Parque Arvi.

Man kann auch auf eigene Faust durch den Parque Arvi gehen. Charlie buchte aber eine geführte Wanderung, weil sie auch etwas über die Gegend lernen wollte. Sie liefen über Wege, die schon seit langer Zeit dort sind, und durch den Wald. Alleine hätte sie einige der Wege nicht gefunden. Sie hielten an einem See und an einem Aussichtspunkt, Balcones. Da kommt man auch mit dem Auto hin und es gibt ein Restaurant.

Parque Arvi
Parque Arvi

Aussichtspunkte rund um Medellin

Medellin liegt in einem Tal und man sieht die Berge von fast überall aus. Von daher gibt es auch verschiedene Aussichtspunkte, die man besuchen kann. Der bekannteste ist El Picacho. Vom Parkplatz muss man da aber noch 300 Stufen laufen.

Von dort aus ist es auch nur eine kurze Fahrt bis San Felix, einem weiteren beliebten Aussichtspunkt. Entlang der Straße sind mehrere Restaurants, von wo aus man auch herrliche Ausblicke hat. Abends gibt es dort oft Lagerfeuer und an den Wochenenden auch Livemusik. Charlie besuchte El Picacho und eines der Restaurants im Rahmen einer geführten Tour in den Abendstunden. Sie waren zum Sonnenuntergang am El Picacho und aßen zu Abend mit einem Getränk am Lagerfeuer im La Palma Restaurant.

Viewpoints around Medellin
Viewpoints around Medellin

Die Dörfer rund um Medellin entdecken

In Antioquia gibt es einige Dörfer, die ihren kolonialen Charakter beibehalten haben und einige von ihnen sind als Kulturerbe anerkannt. Das bekannteste und meistbesuchte davon ist Guatapé, was Charlie mit einigen ihrer Mitbewohner gleich am ersten Wochenende in Medellin besuchte.

Eine Woche später ging es nach Santa Fe, wo sie mit einem Tuktuk zur Brücke Puente del Oriente fuhren. Zurück nach Medellin ging es mit dem Chiva-Bus.

Charlie machte auch eine geführte Tour nach Santa Elena, wo sie eine Silletero-Farm besuchten und von einem der Farmer einen Überblick über diese Tradition bekamen.

Sie hatte keine Zeit, sich Jerico anzusehen, aber sie machte eine weitere geführte Tour in die Orte Hispania, Andes und Jardin. Da war ein stressiger Ausflug, aber ausreichend, um sich ein Bild von diesen Orten zu machen und deren kolonialen Charakter zu bestaunen. In Jardin sollte man mindestens eine Nacht bleiben, um auch Zeit für Ausflüge in die Natur zu haben.

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Moravia

Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt ist ein Viertel, wo man ins Medellin vergangener Zeiten transportiert wird. Einige Leute sehen Moravia immer noch als gefährliche Gegend an, aber man kann dort wirklich sehen, wie sehr sich die Stadt gewandelt hat. Fotos aus nicht allzulanger Vergangheit zeigen einen Müllberg, der das Symbol des Viertels war. Daraus wurde nun ein Gartenprojekt und es gibt Vereinigungen, die Moravia vor Gentrifizierung schützen wollen.

Wenn man durch das Viertel spaziert, sieht man Streetart und Gemeinschaftsgärten. Die Touranbieterin zeigte Charlie auch ein Gemeindezentrum und stellte sie ein paar Einheimischen vor, die dort Englisch lernen, Kochkurse belegen oder sich an Kunst- und Gartenprojekten beteiligen. Zum ersten Mal in ihrem Leben weinte Charlie bei einem Stadtrundgang als die Touristenführerin über ihre Kindheit und die Armut sprach und dabei Fotos aus der Vergangenheit Moravias zeigte. Umso mehr genoss sie die Begegnung mit einem 13-Jährigen, der sein Englisch verbessern wollte, um eines Tages als Guide Touristen seine Heimat zu zeigen.

Moravia
Moravia
Moravia

Freiwilligenarbeit für den guten Zweck

In Medellin mangelt es nicht an sozialen Projekten und viele digitale Nomaden beteiligen sich bereits daran. Charlie begleitete einen der Freiwilligen ins Projekt Sembradores in Comuna 13. Sie sah zu, wie er ihnen nach dem Fußballtraining Englisch beibrachte. Am darauffolgenden Wochenende organisierten sie ein Fußballturnier, um Spenden für eine Zisterne zu sammeln. Charlie und einige ihrer Mitbewohner schlossen sich an und hatten bei dieser Veranstaltung, die die gesamte Gemeinschaft zusammenbrachte, viel Spaß.

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