Von einer Insel zur nächsten auf den Kanaren
Von Fuerteventura nach Gran Canaria
Charlie hatte über Silvester und Neujahr eine weitere großartige Woche im Billabong Surfcamp in Corralejo verbracht. Dieses Mal war alles etwas anders wegen Covid-19: Weniger Party, mehr Surfen! Nach einer Woche in Corralejo würde Charlie den Rest des Winters auf den Kanaren verbringen. An erster Stelle stand Gran Canaria. Sie hatte ein Coliving mit Coworking in Las Palmas gebucht. Sie würde mit anderen digitalen Nomaden einen ganzen Monat in einer WG wohnen.
Es war nicht schwer, Flüge von einer Insel auf die nächste zu finden, aber Charlie wollte lieber die Fähre nehmen und etwas mehr Zeit in der Sonne genießen. Die meisten Fähren nach Gran Canaria fahren vom Süden Fuerteventuras, von Morro Jable. Von Corralejo aus braucht man aber ungefähr drei Stunden mit dem Bus bis dorthin. Charlie fand eine andere Fährverbindung von Puerto del Rosario, was nur 40 Minuten entfernt war. Die Reise startete am ersten Wochenende im Januar.
Naviera Armas
Charlie hatte die Fähre über directferries.com gebucht und reiste mit Naviera Armas. Sie hatte diese Fähre schon einmal genommen für einen Ausflug von Fuerteventura nach Lanzarote und wusste, dass sie in guten Händen war.
Charlie würde ein paar Monate auf Reisen sein und hatte etwas mehr Gepäck als gewöhnlich. Sie war sich nicht sicher, wie das auf der Fähre gehen würde. Am Ende war es ganz einfach. Ein Kleiner Transporter wartete vor der Fähre an der Stelle, wo die Passagiere ohne Auto an Bord gingen. Charlie konnte ihr Gepäck dort abgeben und es würde für sie transportiert werden.
Auf der Fähre gönnte sich Charlie einen Kaffee und nahm auf dem Außendeck Platz. Es war wärmer als erwartet. Sie ging bis zur Reling und sah, wie die Küste Fuerteventuras immer kleiner wurde als die Fähre hinaus zur See fuhr. Einige ältere Herren schwatzten im Hintergrund und Charlie hörte deutlich, dass es Einheimische von den Kanaren waren. Als LKW-Fahrer brachten sie Obst und Fisch von einer Insel auf die andere. Einer von ihnen kam zu Charlie herüber und begann ein Gespräch. Scheinbar waren sie besorgt, dass Charlie über die Reling springen wollte. Sie erklärte ihm, dass sie einfach nur die Aussicht genoss.
Sie machte viele Fotos der Ost- und Südküste der Insel. Als sie den südlichsten Punkt erreicht hatten, packte sie die Kamera weg und ging hinauf zum Sonnendeck. Dort war ein Pool (allerdings ohne Wasser) und ein paar Liegen. Es war fast Windstill und sie Sonne schien. Charlie zog ihren Pulli aus und schlief ein wenig in der Sonne.
Ein wenig später ging sie wieder hinunter und gönnte sich einen weiteren Kaffee. Sie setzte sich wieder auf dem Außendeck und blickte aufs Meer hinaus. Plötzlich sah sie, wie etwas aus dem Wasser kam und zurücksprang: Delphine! Sie sah, wie zwei von ihnen aus dem Wasser sprangen und dann wieder im Wasser verschwanden. Es ging zu schnell, um Fotos zu machen, aber es war sehr beeindruckend.
Ankunft in Gran Canaria
Nach 5 Stunden auf See erreichte sie den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria. Die Passagiere ohne Auto wurden nach draußen begleitet, nahmen einen Bus und holten ihr Gepäck wieder ab. Es war ähnlich wie am Flughafen. Es gab einen Taxistand direkt am Fährterminal und Charlie musste nicht einmal warten. Sie nahm ein Taxi in die Stadt. Sie hatte ein Zimmer in einem Coliving in Las Palmas mit dem Namen „The Roof“ gebucht. Es dauerte 10 Minuten und kostete 8€. Als sie ankam lernte sie Nic, Tom, Julien und Giulia kennen. Mit ihnen würde sie die nächsten 4 Wochen die Penthouse-Wohnung teilen.
Bereits einige Tage zuvor war Charlie zur WhatsApp-Gruppe hinzugefügt worden und sie hatten noch für den gleichen Abend einen Escape Room gebucht. Dafür, dass sie sich gerade erst kennengelernt hatten, lief es sehr gut. Sie schafften es im vorgegebenen Zeitraum im Way Out Las Palmas. Auf dem Weg zurück stoppten sie am Supermarkt und beendeten den Abend mit einem Barbecue auf der Dachterrasse.