SurfExpedition Costa Rica
Surf-Retreat in Pavones
Für den letzten Stopp auf ihrer Reise durch Costa Rica hatte Charlie etwas ganz Besonderes vorgesehen: ein Surf-Retreat in einer der abgelegensten Gegenden des Landes. Sie verbrachte eine Woche mit SurfExpedition in Pavones.
Da es so abgelegen ist, wird ein Transfer von Golfito oder Paso Canoas angeboten. In Golfito gibt es einen kleinen Flughafen, es ist eher ein Flugplatz, mit regelmäßigen Flügen von San José (Sansa Airlines). Paso Canoas befindet sich an der Grenze zu Panama und man kommt dort mit dem Bus aus San José hin (Tracopa).
Charlie hatte die Tage zuvor in Golfito verbracht, da es auf halber Strecke zwischen Uvita und Pavones liegt und es ein schöner Ort mit viel Natur zu sein schien. Sie genoss ihren Sonntag am Pool des Hotels, bis sie um 15.30 Uhr abgeholt wurde. Da traf sie auch Indra, Eric und Kathleen, mit denen sie eine Woche bei SurfExpedition verbringen würde.
Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde und sie fuhren durch ein paar kleinere Orte und an Palmen-Wäldern entlang. Zuerst gefiel Charlie der Anblick auf die Tausenden an Palmen auf beiden Straßenseiten, bis der Fahrer Carlos ihr erzählte, dass diese Palmen für die Palmölgewinnung angebaut worden. Zuvor waren dort Bananenplantagen. Sogar diese abgelegene Gegend war nicht sicher vor der Großindustrie. Es war trotzdem eine schöne Fahrt nach Pavones mit tollen Ausblicken.
Mitten im Paradies
Als Charlie und die anderen im Camp ankamen, wurden sie von Sebastien, dem Inhaber von SurfExpedition, den Surflehrern Tom, Dudu und Sam, sowie von Fotograf Charlie (ja, noch ein Charlie) und Yoga-Lehrer Adam begrüßt. Später am Abend trafen sie auch Diane, Sebastians Lebensgefährtin, Mitgründerin von SurfExpedition, und diejenige, die für all die köstlichen Mahlzeiten verantwortlich war.
Charlie wurde über das Gelände geführt und sogar ihr Gepäck wurde in ihr Zimmer getragen. Was für ein Service! Charlie war beeindruckt, und das sogar noch mehr von der wunderschönen Umgebung.
Im Laufe des Nachmittags kamen noch weitere Teilnehmer an und Charlie traf sie alle nach und nach. Man hat direkten Zugang zum Strand und sie alle wurden vom Sonnenuntergang angezogen. Ohne es zu planen, trafen sie sich alle kurz vorm Abendessen am Strand. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf die Osa-Halbinsel mit dem Corcovado Nationalpark auf der gegenüberliegenden Seite des Golfo Dulce. Man sieht auch den berühmten Surfspot Pavones Point. Es ist die zweitlängste, linksseitige Warmwasser-Welle der Welt.

Photo by Charles-Antoine Chevarie/SurfExpedition
100% Stoke – Surfen in Pavones
Der erste Abend begann mit einer kleinen Vorstellungsrunde, bevor Tom, einer der Surflehrer, die Woche mit ein wenig Surftheorie offiziell eröffnete. Einige Teilnehmer waren zum ersten Mal Surfen und da war es wichtig, ein paar Regeln und Sicherheitshinweise zu geben. Am nächsten Morgen würden sie alle gemeinsam hinauspaddeln.
Der Montag begann in aller Frühe. Die Kleinbusse wurden mit Surfbrettern beladen und um 6.30 Uhr waren alle Startbereit. Auf zum Strand! Die Surflehrer hatten alle Teilnehmer in Vierergruppen eingeteilt und sie wärmten sich auf der Yoga-Plattform gemeinsam auf und übten ihre Pop-Ups.
Fotos: Charles-Antoine Chevarie/SurfExpedition
Es war eine 15-minütige Fahrt zu einem Spot, der für Beginner gut geeignet war. Die Straße dorthin war sehr uneben und Charlie war froh, dass sie den Bus nicht fahren musste. Ein paar Mal in der Woche sahen sie Affen auf dem Weg zum Strand. Es war eine echte „Surfari“.
Abgesehen von ein paar Surfstunden, die sich mit einer anderen Surfschule überschnitten, waren sie immer allein im Wasser. Jeder hatte viel Gelegenheit, Wellen zu erhaschen und sich zu verbessern. Sie alle hatten einen Riesenspaß die ganze Woche über.
Sie standen für gewöhnlich sehr früh am Morgen auf, um bei Sonnenaufgang im Wasser zu sein und dann ein zweites Mal nach dem Mittagessen. An einem Tag gingen sie sogar dreimal surfen. Die Bedingungen waren morgens besser, da es am Nachmittag oft windig wurde und das brachte die Wellen etwas durcheinander.
Jeden Abend schaute jeder Teilnehmer gemeinsam mit seinem Surflehrer die Videos vom Tag an und man bekam Tipps, was man verbessern könnte. Es war unmöglich, sich in dieser Woche nicht zu verbessern.
Neben den Surfstunden und den Videoreviews, gab es auch noch mehr Surftheorie zu lernen: Sam gab einen Überblick über die verschiedenen Arten an Breaks, wie man eine Surf-Vorhersage liest, und Dudu gab Einblicke ins Surfboard-Shapen und die Formen und Größen der Bretter.

Am Ende der Woche war jeder, egal, wie viel oder wenig Wissen er vorher hatte, mit dem nötigen Knowhow ausgestattet und bereit, sich in die Wellen zu stürzen.
Weitere Aktivitäten mit SurfExpedition
Surfen war das große Ziel, auf das jeder in dieser Woche gerichtet war, was aber nicht bedeutet, dass Surfen das Einzige war, was sie machten. Um Muskelkater zu verhindern und Verletzungen vorzubeugen, gab es jeden Tag eine Yoga-Stunde. Von der Plattform aus konnte man das Meer sehen und man hörte, wie Wellen heranrollten und die Vögel in den Bäumen zwitscherten. Eines Abends, als Charlie allein auf der Plattform Yoga machte, sah und hörte sie sogar einen Frosch im Gras vor der Plattform. Es war ein sehr friedlicher Ort und perfekt, um in den Flow zu kommen.
Fotos: Charles-Antoine Chevarie/SurfExpedition
An den Tagen, wo sie vorm Sonnenuntergang zurück waren, nutzten sie auch das Volleyballnetz zwischen der Yoga-Plattform und dem Strand. Vom Platz aus hatte man auch einen guten Blick auf den Sonnenuntergang.
Es gab noch zwei weitere Aktivitäten, die man zusätzlich buchen konnte (nicht im Paket enthalten): einen Reitausflug und einen Schokoladen-Workshop.
Für den Reitausflug fuhren sie in Richtung Punta Banco, wo sie sich entscheiden konnten, ob sie am Strand entlang wollten oder in die Berge. Sie wollten unbedingt Faultiere sehen und entschlossen sich für einen Ausflug in die Berge. Sie hatten Glück! Zwei Faultiere hingen in den Bäumen ab. Sie sahen auch ein paar Tukans. Nicht zu vergessen sind auch der Blick aufs Meer und das naheliegende Gebiet der indigenen Einwohner. Wenn das noch nicht genug war, dann machte die Fahrt zurück nach Pavones entlang der Küste bei Sonnenuntergang den Ausflug zu etwas ganz Besonderem.
Der Schokoladen-Workshop fand auf dem Gelände von SurfExpedition statt und Charlie war plötzlich inmitten einer Schokoladenfabrik. Alberto, der Schokoladenmeister, brachte Kakaobohnen und die nötige Ausrüstung, um die Teilnehmer in die Geheimnisse der Schokoladenkunst einzuführen. Er zeigte, wie man in seiner Familie traditionsgerecht Schokolade machte und jeder Teilnehmer machte anschließend seinen eigenen Schokoladenriegel. Zuerst aber wurden die Bohnen per Hand zerkleinert und gemahlen. Für die Füllung konnten sie zwischen Maracuja, Ingwer, Mandeln, Kokos und Erdnussbutter wählen.

Photo by Charles-Antoine Chevarie/SurfExpedition
Das Highlight der Woche: Bootsausflug zur Osa-Halbinsel
Auch am letzten Tag standen sie wieder vor Sonnenaufgang auf. Dieses Mal ging es nicht zum üblichen Surfspot, sondern an einen kleinen Strand, wo zwei Boote bereits auf sie warteten. Sie luden die Surfboards ein und begannen die Überfahrt zur Osa-Halbinsel. Die Sonne ging gerade auf und tauchte alles in wunderschönes Licht. Sie fuhren an der Küste entlang, bis sie den perfekten Ort für ihr Board-Meeting fanden. Sie sprangen von den Booten ins Wasser und paddelten in die größten Wellen dieser Woche.
Nach der Surfsession ging es wieder in die Boote zurück und sie legten an einem anderen Strand an, wo die Surflehrer selbst ein bisschen surfen konnten, während alle Teilnehmer frühstückten. Später machten sie eine kleine Wanderung, bei der sie Affen sehen wollten. Die allerdings tauchten schon ganz von selbst auf.
Sie waren sehr nah und auf dem Weg durch den Dschungel gut zu sehen. Die Wanderung am Strand entlang und in den Nationalpark zu einem Wasserfall machten sie trotzdem noch. Es war erst der Beginn der Regenzeit und es hatte in der Woche nicht viel geregnet. Aus diesem Grund fiel am Wasserfall kein Wasser. Es war trotzdem eine schöne Wanderung in der Natur und in guter Gesellschaft.

Photo by Charles-Antoine Chevarie/SurfExpedition
Nach der Wanderung aßen sie am Strand Mittag. Dann ging es wieder zurück in die Boote und nach Pavones. Charlie hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Delfine zu sehen, und sie hatte die GoPro bereit. Ihre Geduld zahlte sich aus. Plötzlich war eine Gruppe kleiner, recht dunkler Delfine neben dem Boot.
Essen & Abendgestaltung: „Ein Hahn läuft auf Charlie zu“
SurfExpedition Costa Rica ist ein bisschen wie ein All-inklusiv-Surfurlaub und somit waren auch alle Mahlzeiten beinhaltet. Diane war eine hervorragende Köchin und verwöhnte die Gruppe mit ihren Kochkünsten: Butterhühnchen, Filet Mignon, Parmigiana und weitere Köstlichkeiten kamen auf den Tisch. Zum Mittag gab es für gewöhnlich eine Suppe und Salat, sowie auch frisch gebackenes Brot.
Nach dem Essen blieben alle für gewöhnlich noch etwas sitzen, spielten Kartenspiele oder quatschten bei einem Bierchen. Es ist nicht wie in anderen Surfcamps, wo alle bis spät in die Nacht auf sind und trinken, aber die soziale Seite fehlte natürlich nicht. Am letzten Abend gab es ein Surfquiz, bei dem das neu erlangte Wissen auf die Probe gestellt wurde. Die Fragen waren nicht nur Surf-bezogen, sondern auch über Costa Rica. Charlie hatte einen deutlichen Vorteil, da sie bereits fünf Wochen dort verbracht hatte. Charlies Team (mit Eric und Kathleen), “Surfosaurus“, gewann beim Quizabend. 😉
In dieser Nacht waren alle etwas länger auf und spielten eine Version von Scharade, bei der sie selbst die Aufgaben aufschrieben. Charlie, der Fotograf, saß auch mit in der Runde und einer der Spieler fand es witzig, dass jemand einen Hahn imitieren musste, der auf Charlie zuläuft. Der Rest ist eurer Fantasie überlassen…
Wenn ihr bereits andere Surf-Stories von Charlie gelesen habt, wisst ihr sicher, dass für sie eine Gitarre zu einem guten Surfcamp dazugehört. Einer der Surflehrer bei SurfExpedition hatte eine und sie machten ein bisschen Musik einen Abend. Es war allerdings nicht vergleichbar mit den Jam-Sessions, die Charlie in Carwyn’s Surfhouse in Hossegor oder im Billabong Surfcamp in Fuerteventura erlebt hatte. Da es in Pavones immer früh am Morgen losging, ging es auch immer zeitig ins Bett und kaum einer hatte viel Kraft für abendliche Aktivitäten.
Ein gut geplanter Surftrip
Bei SurfExpedition geht es eindeutig ums Surfen und man kann gute Wellen und viel Spaß im Wasser erwarten. Wenn ihr euch im Surfen verbessern wollt, dann seid ihr hier am richtigen Ort. Es ist etwas kostspieliger als andere Surftrips, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Es sind maximal vier Schüler pro Surflehrer und alle Mahlzeiten, Unterkunft, Transfers und Yoga sind im Preis enthalten.
Häufig gestellte Fragen
Wo in Costa Rica ist SurfExpedition?
Surf Expedition ist direkt am Strand in der Nähe des berühmten Surfspots in Pavones. Wie so viele Orte in Costa Rica gibt es weder Straßennamen noch Hausnummern.
Wie lange ist SurfExpedition?
Der Surf-Retreat in Pavones beginnt immer an einem Sonntag und geht bis zum darauffolgenden Samstag (Möglichkeit, bis Sonntag zu verlängern). Die Daten sind vorgegeben.
Wie kommt man nach Pavones?
Man kann von San José nach Golfito fliegen (Sansa Airlines) oder mit dem Bus nach Paso Canoas fahren (Tracopa). SurfExpedition organisiert einen Transfer von beiden Orten.
Was isst man in Pavones?
Alle Mahlzeiten sind bei SurfExpedition inbegriffen und sie sind köstlich. Sie können es auch für jegliche Allergie und Vorliebe anpassen.
Wo surft man mit SurfExpedition?
Ihr surft an einem Spot, der für Beginner und Fortgeschrittene geeignet, und nicht zu überlaufen ist. Die Surflehrer fahren euch zum Strand und wieder zurück. Ihr müsst lediglich ein- und aussteigen.
Wie oft geht man mit SurfExpedition surfen?
Es gibt für gewöhnlich zwei Surfsessions pro Tag. Wenn die Bedingungen richtig gut sind, sogar drei.
Gibt es außer Surfen noch anderen Aktivitäten?
SurfExpedition bietet täglich Yoga-Stunden, einen Volleyballplatz und es gibt zusätzliche Aktivitäten wie einen Reitausflug und einen Schokoladen-Workshop. Sie organisieren auch einen Bootsausflug zur Osa-Halbinsel und eine Wasserfall-Wanderung.