Santa Teresa – Montezuma – Jacó
Mit dem Taxiboot durch Costa Rica
Charlies nächstes Ziel auf ihrer Reise durch Costa Rica war Jacó. Sie hatte von Santa Teresa einen Shuttle mit Zuma Tours gebucht und wurde von einem Minibus um 7 Uhr morgens an ihrer Unterkunft abgeholt.
Der Fahrer holte noch ein paar weitere Leute in anderen Hotels ab und dann fuhren sie für ungefähr eine Stunde bis Montezuma. Charlie hatte bei ihrer Reise nicht genug Zeit, Montezuma und den Wasserfall zu besuchen und war überrascht, dass die Reise nach Jacó ihr zumindest einen kleinen Einblick in die Schönheit dieses Ortes bot.
Alle Passagiere stiegen an einer Bushaltestelle mit der Aufschrift „Montezuma“ aus. Charlie drehte sich um und sah einen der schönsten Strände, die sie je gesehen hatte. Was für eine Überraschung! Wenn sie irgendwelche Erwartungen an Montezuma gestellt hätte, wären diese auf jeden Fall übertroffen worden.
Taxiboot zum Playa Herradura
In der Nähe des Strandes auf der gegenüberliegenden Straßenseite war ein kleines Café und alle Passagiere hatten ungefähr 30 Minuten Zeit, bis das Boot ankommen würde. Charlie nutzte die Gelegenheit, sich einen Kaffee zu holen, setzte sich am Strand und machte sich ein paar Notizen über den Verlauf der Reise.
Genau um 8.20 Uhr kamen mehrere Speed-Boote am Strand an und die Fahrer begannen, das Gepäck von den Bussen in die Boote zu laden. Es war an der Zeit, die Schuhe auszuziehen, da man ins Boot nur durchs Wasser kam. Was für ein Erlebnis!
Da Boot über den Arenal-See war fast schon eine Fähre gewesen; dieses hier war ein kleines Speed-Boot und alle Passagiere mussten Schwimmwesten tragen. Einen Hut sollte man nicht tragen, da der Wind diesen sowieso wegwehen würde.
Auf dem Boot wurde Musik gespielt und es war schade, dass man nicht aufstehen und tanzen durfte. Das kleine Boot hüpfte durch die Wellen und obwohl der Fahrer es anfangs erwähnt hatte, sahen sie an diesem Tag keine Delfine.
Als sie am Strand von Herradura angekommen waren, stiegen alle aus dem Boot aus, das Gepäck wurde wieder in Busse geladen und jeder an seiner Unterkunft abgesetzt. Die Stadt Jacó war nur 5 Kilometer entfernt.
Die Stadt Jacó
Surfen und der Strand machen auch diesen Ort zum Touristen-Ziel. Es ist mit Tamarindo vergleichbar, wenn man die touristische Seite betrachtet, ist aber etwas größer und die Straßen sind breiter. Es gibt in Jacó auch noch mehr Bars und Clubs, also Nachtleben, als in Tamarindo.
Auch der Strand ist größer und breiter und es fühlt sich weniger überlaufen an. Man kann nur bei Flut surfen (oder nah an der Flut) und die Wellen sind generell kleiner als die Vorhersage verspricht. Als Charlie dort war, waren Wellen von 1 Meter angekündigt, aber es war nur ein halber Meter. Es gibt mehrere Surfverleihs am Strand. Man sieht sie leicht.
Quebrada Bonita Flussmündung
Wenn man an der Hauptstraße von Jacó bis zum nördlichen Ende läuft, kommt man an eine Flussmündung. Schon auf dem Weg dorthin überquert man einige Brücken und kleine Flüsse, die zum Strand führen. Es ist eine gute Gelegenheit, um Tiere zu beobachten. Charlie sah einige Eidechsen auf dem Weg. Man kann geführte Touren durch das Gebiet machen. Man sollte allerdings nicht schwimmen gehen, denn es gibt Krokodile.
Sonnenuntergänge in Jacó
Der naheliegendste Spot, um in Jacó den Sonnenuntergang zu sehen, ist am Strand. Man sieht, wie die Sonne hinter den Inseln untergeht. Der beste Spot aber, um den Sonnenuntergang zu sehen ist vom Aussichtspunkt El Miro. Vom südlichen Ende von Jacó sind es ungefähr 20 Minuten in die Berge hoch. Man läuft in Richtung der Straße Costanera und sieht die Brauerei Puddle Fish Brewery. Dort überquert man die Straße, läuft am Parkplatz und einem Verkäufer von Kokosmilch und Orangensaft vorbei und sieht den Wanderweg, der direkt zum El Miro führt.
Auf dem Weg nach oben kommt man an interessanten Graffiti vorbei, die in die Mauern geritzt und dann bemalt wurden. Man sieht auch ein paar Ruinen alter Gebäude. Als Charlie dort war, sah sie auch Affen, die in den Bäumen spielten. Sie bewegten sich so schnell, dass man sie kaum beobachten konnte.
Oben angekommen sieht man die Ruinen eines dreistöckigen Gebäudes. Man kann von dort aus über die gesamte Bucht sehen und bis aufs Meer, wo die Sonne untergeht. Wenn ihr euch für Graffiti und Street Art interessiert, geht am besten etwas zeitiger hoch, denn die drei Terrassen sind von Kunstwerken übersät. Die meisten davon wurden getagged, sie sind aber insgesamt in gutem Zustand. Man könnte Stunden dort verbringen und jedes einzelne Werk an diesem mysteriösen Gebäude entdecken, das in Teilen an ein Hotel erinnert aber auch an einen Bunker.
Wandgemälde in Jacó
Street Art und Graffiti, die sogenannten murales, sind in Costa Rica etwas sehr Traditionelles und Kulturelles. In Jacó sieht man sie überall und sie sind nicht schwer zu finden. Ihr solltet auch Ausschau halten nach den Surfer-Statuen am „Paseo de los surfistas“. Einige davon sind hinter Werbeflächen verschwunden, aber es ist trotzdem einen Spaziergang wert und nur ein Stück abseits der Hauptstraße in Jacó.
Ausflüge von Jacó
Die meisten Ausflüge, die man von Jacó aus machen kann, sind die gleichen, die überall in Costa Rica angeboten werden: Wasserfall-Wanderungen, Reitausflüge, Quad-Touren. Die beliebteste Tour ist ein Bootsausflug zur Insel Tortuga. Charlie hatte diesen Tagesausflug gebucht, er war aber im letzten Moment abgesagt worden.
Weitere beliebte Ausflugsziele rund um Jacó sind der Carara Nationalpark und die Pura Vida Gärten. Man kann geführte Touren machen oder selbst dorthin fahren und auf eigene Faust erkunden.