Seaside
Ein Ausflug an die Küste Oregons
Es ist wohl kaum ein Trip an der Westküste entlang, wenn man gar nicht wirklich an der Küste ist. In Kalifornien fuhr der Zug direkt an der Küste entlang. Weiter nördlich aber waren alle Verbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter im Land. Zwischen Sacramento und Portland sah Charlie vor allem Berge und Wälder; die Küste war weit weg. Sie hatte einen Ort gefunden, an den sie von Portland gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln kam: Seaside.

Anreise nach Seaside
Zweimal täglich gibt es eine direkte Busverbindung von der Union Station in Portland. Die wird von einer Gesellschaft namens Northwest Point betrieben, die Tickets kauft man aber auf der Webseite von Amtrak. Das war ganz einfach. Die Bushaltestelle ist direkt vor dem Bahnhof und gut ausgeschildert. Charlie hatte keine Probleme, es zu finden.
Die Fahrt von Portland nach Seaside, mit einem Umweg über Cannon Beach, dauerte ungefähr 2,5 Stunden. Die Straße führte durch dichte Wälder und Charlie sah die Berge in der Ferne. Es sah nichts nach Stadt aus. Es war nur Natur und hin und wieder ein Farmhaus oder Hirsche, die am Straßenrand grasten.
In Seaside hielt der Bus vor einem Hostel und Charlie lief von dort aus zu ihrer Unterkunft am Strand. Es waren ungefähr 15 Minuten zu Fuß.

Unterkunft in Seaside
Es ist einer dieser Orte, wo scheinbar mehr Touristenunterkünfte sind als Privathäuser und viele Hotels und Motels sind direkt am Strand. Was daran aber ungewöhnlich war, war der Preis. Es war alles erschwinglich. Charlie hatte ein Zimmer direkt an der Strandpromenade mit Blick aufs Meer und eigenem Badezimmer für weniger als sie anderswo in den USA bezahlt hatte. Das Zimmer war zudem mit Mikrowelle und großem Kühlschrank ausgestattet, sodass man sich gut selbstversorgen konnte. Ein großer Supermarkt war nur 15 Minuten zu Fuß entfernt.

Sonnenuntergänge in Oregon
Das Highlight der zwei Tage, die Charlie in Seaside verbrachte, waren die Sonnenuntergänge am Meer. Es war Anfang Oktober und nicht Hochsaison. Das spielt wahrscheinlich in diesem Fall auf keine so große Rolle, da der Strand so weitläufig ist, dass jeder einen gemütlichen Spot findet, um das Lichtspiel aus Orange und Gold zu bewundern.

Surfen in Seaside
Charlie war aus einem bestimmten Grund in Seaside: Surfen. Sie hatte davon gehört und wollte es selbst sehen. Sie hatte auch ziemlich viel Arbeit während der zwei Tage und verbrachte viel Zeit entweder an ihrem Arbeitsplatz im Zimmer mit Strandblick oder in Cafés. Schon das erste Café, das sie betrat, hatten einen Stapel an Surfmagazinen auf dem Tisch am Fenster. Sie war am richtigen Ort!

In Seaside war genau ein Surfshop, der auch Verleih anbot. Wie überall in den USA jedoch, war es kein günstiges Vergnügen, sodass Charlie sich nur für einen Tag ein Board auslieh. Sie wusste, dass das Wasser kalt sein würde und buchte das Paket mit Schuhen, Handschuhen und Kapuze. Das war eine gute Entscheidung. Es war kalt.
Charlie war überrascht, dass an diesem Tag niemand im Wasser war. Sie fragte vorsichtshalber im Surfshop, ob das etwas zu bedeuten hatte. Der Grund war scheinbar einfach nur, dass es ein Wochentag war und die Leute arbeiten mussten. Charlie hatte den gesamten Spot für sich allein! Es waren nur ein paar Robben im Wasser und sie hatte Spaß mit dem Longboard.
Leider hatte das auch zur Folge, dass sie keine Fotos machen konnte, denn es waren keine Surfer da, von denen man Fotos hätte schießen können. Der Surfspot ist am südlichen Ende des Strandes und wenn man mit dem Auto unterwegs ist, kann man auch ein Stück weiter fahren, z.B. nach Cannon Beach.

Andere Aktivitäten in Seaside
Außer surfen, kann man von Seaside auch gut wandern gehen. Es gibt mehrere Wanderwege und der Lewis-and-Clark-Trail endet dort. Die Markierung und eine Statue sind am Strand genau an der Wendestelle für Autos. Wenn man diese Straße entlang in den Ort läuft, kommt man an vielen Geschäften, Cafés und Restaurants vorbei. Es ist eine Mischung aus den üblichen Souvenirgeschäften, Surfshops und Kunst-Boutiquen.
Seaside hat auch eine hübsche Strandpromenade, die Prom, an der sich Ferienhäuser, Dünen und Brombeer-Sträucher befinden. Die Pfade, die durch die Dünen führen, haben Straßennamen und gelten als Verlängerung der Straße. Charlie fand das interessant.


Eine Sehenswürdigkeit direkt an der Prom kann man gar nicht übersehen, das Meeresaquarium. Es wird durch ein leuchtendgelbes Schild verdeutlicht, das man kilometerweit sehen kann. Charlie war nicht drin, aber wie es scheint, gibt es dort auch Robben. Charlie hatte mit ihnen gesurft, was würde sie sonst noch wollen?
Vom Meeresaquarium aus sieht man auch den Leuchtturm Tillamook an der Landspitze im Süden.
