Die besten Ausflugsziele in Gran Canaria
Was man auf Gran Canaria unbedingt sehen muss!
Charlie verbrachte einen ganzen Monat als digitaler Nomade in Gran Canaria und war von der vielfältigen Natur und den beeindruckenden Landschaften überrascht. Die Insel ist wie ein kleiner Kontinent mit vielen verschiedenen Mikroklimata und Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Berge und Vulkanlandschaften
Die Kanaren sind vulkanische Inseln. Daher prägen Krater und Berge einen großen Teil der Landschaft. Die Strände sind oft aus schwarzem Sand. Die Berge auf Gran Canaria bieten zudem beeindruckende Wetter-Schauspiele: Über und unter den Wolken hat man mitunter Temperaturunterschiede von mehr als 10 Grad und man sollte auf jeden Fall immer die Sonnenbrille und eine Windjacke dabei haben.
Pico de las Nieves
Der Pico de las Nieves ist mit 1949m der höchste Punkt der Insel und einfach mit dem Auto zu erreichen. Oben ist ein Parkplatz und man kann auch Getränke und Snacks kaufen. Es ist also ein beliebtes Ausflugsziel und es kann dort ganz schön viel los sein. Der Ausblick von oben ist aber diesen Stress wert. Man sieht imposante Schluchten und Pinien, die die Umgebung bedecken. Blickt man gen Süden, sieht man die Dünen von Maspalomas, gen Westen hat man den besten Blick auf den Felsen Roque Nublo. In der Ferne sieht man bei schönem Wetter sogar den Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa im Hintergrund.
Roque Nublo
Mit 67m ist es eine der größten, natürlichen Felsformationen der Welt und das perfekte Motiv für ein Foto. Man sieht den Roque Nublo von verschiedenen Stellen in der Gegend und man kann auch hinwandern. Das sollte man allerdings nicht unterschätzen, denn es ist weiter, als es aussieht.
Caldera de Bandama
Von diesem Vulkankrater im Nordosten der Insel hat man einen völlig anderen Ausblick über die Insel. Er liegt in nur 569m Höhe und die Umgebung ist viel grüner. Man kann von dort aus auch bis zur Küste um Las Palmas blicken. Wenn man genau hinsieht, erkennt man auch ein paar Tennisplätze und private Haciendas. Auf jeden Fall bekommt man einen guten Eindruck von der Größe eines Vulkankraters, der vor 2000 Jahren ausbrach.
Cruz de Tejeda
Tejeda ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel in den Bergen und verschiedene Wanderrouten führen dorthin. In Cruz de Tejeda ist ein Hotel, Parador, und die Terrasse hinter dem Gebäude ist öffentlich zugänglich. Ihr solltet euch das auf jeden Fall anschauen, den der Ausblick von dort ist einfach unglaublich.
An der Straße sind ein paar Restaurants und Stände, wo man lokale Spezialitäten probieren kann. Man bekommt dort auch frische Sandwiches mit Käse aus regionaler Produktion und Chorizo Terorero. Falls ihr kein Essen dabei habt, ist das ein Lebensretter. Nur ganz am Rande: Man kann dort auch Eselreiten und seid auf jeden Fall vorsichtig, dass ihr nicht über eines der freilaufenden Hühner stolpert!
Täler und Wälder
Wo es Berge gibt, gibt es auch Täler und die wurden vor langer Zeit durch Vulkanausbrüche geformt. In Gran Canaria findet man in diesen Tälern und Schluchten Palmenoasen, rote Felsen und eine Flora, die an den tropischen Regenwald erinnert.
Valle Guayadeque
In der Nähe der Ortschaften Ingenio und Agüimes ist das Guayadeque-Tal. Viele Wanderrouten beginnen hier und es gibt ein beliebtes, traditionelles Restaurant, das in einer vulkanischen Höhle gebaut wurde. Man kann dort tatsächlich in einer Höhle wohnen! Einige der natürlich geformten Höhlen wurde zu Touristen-Unterkünften umgebaut. Man kann sie auf die gleiche Weise buchen wie auch ein Hotel. Ein Spaziergang um den Gipfel dauert ungefähr 20 Minuten und es gibt einen gut ausgebauten Weg mit 360°-Ausblicken über das gesamte Tal.
Fortaleza Ansite
Dieser Ort wird auch “das letzte Kanarische Königreich” genannt. Heute ist die Fortaleza Ansite ein riesiger Felsen mit Höhlen, aber zu der Zeit, als die Ureinwohner auf der Insel lebten, war es ein Palast. Die archäologischen Ausgrabungen sind noch nicht abgeschlossen und es gibt noch viele Lücken in der Forschung über diesen Ort. Man kann hinaufgehen und sich die Höhlen anschauen. Der Ausblick ist den Schweiß und das Adrenalin während des Aufstiegs wert.
Sorrueda Valley
In der Nähe der Stadt Santa Lucía de Tirajana ist das Sorrueda-Tal. Man kommt über eine schmale Straße dorthin. Wenn man ins Tal direkt möchte, muss man allerdings ein Stück laufen. Die Landschaft mit den roten Felsen und der grünen Vegetation macht es lohnenswert. Je nachdem, wie viel es im Winter regnet, könnte ein Fluss durchs Tal fließen. Als Charlie dort war, war dort nur wenig Wasser. Das Tal ist bei Kletterern sehr beliebt.
Barranco Azuaje
Schon die Fahrt zu diesem Tal im Norden Gran Canarias ist atemberaubend. Auf einer Seite sieht man die Küste, auf der anderen grün bewachsene Berge. Wenn es regnet, ist die Straße gesperrt, da Felsbrocken herunterfallen könnten. Charlie hatte an diesem Tag Glück. Sie entdeckte das Tal bei einem Outdoor-Abenteuer mit Climbo. Es regnete nur ein wenig, sodass die Straße noch befahrbar war. Leider wurde der Regen stärker, während sie weiter ins Tal liefen. An einem Punkt konnten sie nicht mehr weiter, da das Wasser ihnen den Weg versperrte. Dieses Tal kann als Regenwald beschrieben werden, auch an Tagen, wo es nicht regnet.
Los Tilos de Moya
Etwas weiter an der Nordküste Gran Canarias entlang erreicht man Los Tilos de Moya, einen Wald unter Naturschutz mit einem Informationspunkt. Hier lernt man alles über den Lauri-Silva-Wald, der einst große Teile der Insel bedeckte. Heute existiert nur noch 1% davon, das unter Naturschutz steht. Man bekommt dort viele Informationen zu Flora und Fauna und kann auf einem Weg durch den Wald laufen.
Wüste: Die Dünen von Maspalomas
Im Süden Gran Canarias ist das Klima völlig anders als im Norden, wo es sehr grün ist und recht viel regnet. Der Süden ist trocken und sonnig. Dort gibt es lange Sandstrände und viele Hotels, aber auch riesige Sanddünen. Es kommt einem fast vor wie eine Verlängerung der Sahara, die nur einige hundert Kilometer entfernt ist.
Häfen und Fischer-Dörfer
Wo man eine lange Küstenlinie hat, gibt es auch viele Orte und Fischer-Dörfer am Wasser.
Der Leuchtturm von Maspalomas
Nicht weit entfernt von den Dünen ist die Stadt Maspalomas, wo sich ein 5-Sterne-Hotel ans andere anreiht. Hinter den Hotels und dem Shopping-Center sind ein paar Restaurants und Cafés an einer schönen Strandpromenade, die zu einem Leuchtturm führt. Darin befindet sich ein Ethnographisches Museum, wo man alles über die Geschichte Gran Canarias lernen kann. Die Promenade am Leuchtturm ist zudem einer der besten Orte auf der Insel, um den Sonnenuntergang zu sehen.
Puerto de Mogán
Etwas weiter an der Südküste entlang in Richtung Westen ist Puerto de Mogán. Es war einst ein kleines Fischer-Dorf und ist heute ein weiteres Urlaubsziel mit einem niedlichen Hafen. Anders als in Maspalomas jedoch spürt man hier noch den ursprünglichen Charme und man kann auch ein paar Einheimische beobachten, die auf ihrer Dachterrasse Karten spielen. Es gibt eine Aussichtsplattform, die man über eine Treppe zwischen den Häusern erreicht. Von dort oben sieht man das gesamte Dorf, den Hafen und die Bucht. Wenn man schön Mittagessen möchte, findet man rund um den Hafen viele Restaurants. Allerdings geht es dort recht langsam, ihr bringt also besser etwas Zeit mit.
Tufia
Das ist ein echtes Schmuckstück an der Ostküste Gran Canarias. Bis 1997 gab es im Fischer-Dorf Tufia keinen Strom und noch heute erscheint dieser Ort recht abgelegen. Es gibt eine Art Straße, die zum Dorf führt, aber der Begriff „Straße“ ist doch etwas übertrieben. Tufia ist ein ruhiges Dörfchen in der Bucht, wo die Einheimischen in der Frühe schwimmen gehen, wenn von Osten her die Sonne aufgeht. Es ist ruhig und abgelegen und der perfekte Ort, zum Planschen oder um die Unterwasser-Welt beim Schnorcheln oder Tauchen zu entdecken.
Städte und Dörfer
Im Norden der Insel gibt es einige kleinere Städte und Dörfer, die man ganz einfach mit dem Bus erreichen kann und die einen Besuch wert sind.
Agaete
Agaete ist am weitesten entfernt von Las Palmas ganz im Nordwesten der Insel. Es ist sehr bekannt für die natürlichen Pools am Meer. Wenn ihr dorthin fahrt, müsst ihr auf jeden Fall schwimmen gehen. Nicht weit von den Pools ist auch eine Finca, wo Kaffee und Wein wachsen. Es ist die einzige Kaffee-Plantage in Europa.
Firgas
Jeder auf der Insel hat sicher schon einmal von Firgas gehört, denn eine Wassermarke kommt aus dieser Stadt in den Bergen. Man hat dort einen herrlichen Ausblick über die Nordküste und es gibt ein Denkmal, das alle Inseln der Kanaren zeigt. Der Paseo de Canarias in Firgas ist eine Miniatur-Darstellung der Kanarischen Inseln. Etwas weiter unten ist der Paseo de Gran Canaria, der alle 21 Gemeinden der Insel zeigt.
Arucas
Auf dem Weg nach Firgas kommt man sehr wahrscheinlich an Arucas vorbei. Ein Bauwerk ragt hier besonders heraus: die neogothische Kirche. Man sieht sie auf jeden Fall! Charlie kann sich nicht so recht entscheiden, ob sie ihr gefällt oder nicht. Man kann einen kleinen Berg hinaufgehen, von wo aus man den gesamten Ort mit der Kirche sieht.
Ebenfalls in Arucas ist die Rum-Brennerei Arehucas, wo aus dem Zuckerrohr, das auf der Insel wächst, Rum wird. Während eines Rundgangs erfährt man alles zur Rumherstellung von der Ernte bis zur Abfüllung. Man kann auch die verschiedenen Rum-Sorten probieren.
Teror
Ein Ort, den man auf keinen Fall verpassen sollte, ist die Kleinstadt Teror in den Bergen. Es ist eine hübsche, historische Stadt mit traditionellen kanarischen Balkonen und einer Kirche. Jeden Sonntag gibt es in Teror einen Markt, wo man von regionalen Spezialitäten bis hin zu Kleidung und Kunst alles findet. Es ist einer der größeren Märkte in Gran Canaria und bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt.
Charlie war nur vier Wochen als digitaler Nomade in Las Palmas und sie hat so viel von dieser beeindruckenden Insel gesehen, aber noch lange nicht alles! Sie wird mit Sicherheit zurückkommen und die Insel weiter erkunden.