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Natal

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Natal sign on the beach

Natal

Den Nordosten Brasiliens kennenlernen

Als Charlie in Florianópolis war, war es dort gerade Herbstanfang. Die Tage wurden kühler (es war trotzdem immer noch sehr warm!) und es regnete auch mehr. Ihr letztes Reiseziel in Brasilien würde genau das Gegenteil sein. Es ging an den Ort der endlos langen Strände und des ewigen Sommers, den Nordosten Brasiliens. Sie hatte von anderen digitalen Nomaden von Pipa gehört und, um dorthin zu kommen, musste sie nach Natal fliegen. Sie wollte dort zwei Tage verbringen und herausfinden, was diese Stadt zu bieten hatte.

Im Vergleich zu all den anderen Orten, an denen Charlie in Brasilien war, war Natal sehr ruhig. Es ist eine Mischung aus Urlaubsziel und Geschäftszentrum. Die Küste erstreckt sich über 15 Kilometer an der Stadt entlang und man kann einige Hochhäuser sehen. Es gibt einen Naturpark, den Parque das Dunas, und mitten in den Dünen kann man sogar einen Leuchtturm erspähen, wenn man an der Küste entlangfährt.

Natal ist das Zentrum der Salzproduktion in Brasilien und geographisch ist die Stadt sogar näher an Afrika als an São Paulo. Die Entfernungen sind in Brasilien etwas größer. Der Name „Natal“ bedeutet auf Portugiesisch „Weihnachten“. Die Stadt wurde im Jahr 1599 am Weihnachtstag von den Portugiesen gegründet.

Forte dos Reis Magos

Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Natal ist die Festung der Heiligen Drei Könige, Forte dos Reis Magos, die am Dreikönigstag erbaut wurde. Die Portugiesen erbauten sie zum Schutz vor einem Angriff, vor allem gegen französische Piraten. Heute gehört sie zum UNESCO-Kulturerbe und steht Touristen offen. Man kann eine geführte Tour machen, die ungefähr 30 Minuten dauert. Die Festung ist klein und es gibt nicht viel zu sehen, die Ausblicke von dem sternförmigen Gebäude machen es aber lohnenswert. Man sie die Küste um Natal zu beiden Seiten, sowie auch die Skyline und die Newton Navarro Bridge.

Die Altstadt von Natal

Nicht weit von der Festung ist die Altstadt von Natal, die man vor allem an der kolonialen Architektur erkennt. Die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz und viele der Fassaden wurden restauriert. Leider wurden viele der Privathäuser nicht restauriert, was einen starken Kontrast zwischen den Gebäuden schafft.

Es gibt dort auch ein paar Kirchen, die meisten davon sind aber nur zum Gottesdienst geöffnet. Sie sind fast alle im Kolonialstil. Nur die Kathedrale hat eine völlig andere Form.

Streetart in Natal

Streetart sieht man überall in Natal. Charlie machte nur einen kleinen Spaziergang ums Eck als ihre Wäsche im Waschsalon schleuderte, und entdeckte eine Großzahl an Kunstwerken. Auch die Innenstadt wird als Leinwand genutzt. Am besten gefiel Charlie die Streetart in der Nähe des Strandes Miami an der Treppe Escadaria Mae Luiza.

Surfen am Praia de Miami

Am unteren Ende der Treppe ist ein beliebter Surfbeach, Praia de Miami. Die Surfer im Wasser schienen alle Einheimische zu sein und Charlie beobachtete ein paar gekonnte Manöver. Sie sah aber keine Surfshops in der Gegend. Die waren alle näher an Ponta Negra, wo Charlies Unterkunft war.

Ponta Negra

Ponta Negra ist wie ein Dorf neben der Stadt Natal. Dort sind hauptsächlich Hotels, Restaurants und Geschäfte. Das Viertel wurde auf clevere Weise gegen einen Hügel gelehnt erbaut. Dadurch ist der Eingang zu den Hotels an der weiter oben gelegenen Straße und das untere Stockwerk führt direkt zum Strand. Charlie musste nur über die Straße gehen, um zum Strand zu kommen. Von der Restaurantterrasse im oberen Stock genoss sie herrliche Ausblicke. Charlie fand am Strand auch einen Surfverleih, aber die Wellen brachen zu nah am Ufer und waren nicht zum Surfen geeignet. Sie sah ein paar Surfer weiter draußen auf dem Meer früh am Morgen. Sie waren so weit draußen, dass sie wahrscheinlich mit dem Boot dort hingekommen waren.

Sonnenuntergang am Fluss Potengi

Vom Strand in Ponta Negra sieht man den Sonnenaufgang direkt neben den Dünen. Da man sehr nah am Äquator ist, muss man dafür allerdings früh aufstehen. Für den Sonnenuntergang machte Charlie einen Bootsausflug auf dem Fluss Potengi auf der anderen Seite von Natal in der Nähe der Festung. Der Fluss hieß einst „Rio Grande“ (“Großer Fluss”) und gab der Region den Namen „Rio Grande do Norte“ („Großer Fluss des Nordens“). Dem Fluss wurde dann der ursprüngliche Name zurückgegeben, der auf die Ureinwohner zurückgeht, Potengi. Das Bedeutet “Fluss der Garnelen” und die findet man in Natal auf jeder Speisekarte. Ihr solltet sie auf jeden Fall probieren!

Tagesausflüge in Natal

Charlie hatte Schwierigkeiten, online Tagesausflüge zu finden. In Natal sind Hunderte an Ständen, wo Touranbieter Touristen überzeugen, an einer Buggy-Tour in die Dünen teilzunehmen oder einen Ausflug zu den Stränden weiter nördlich oder südlich zu machen. Am besten wartet man mit der Buchung von Ausflügen bis man in Natal ist, da man vor Ort viel mehr Auswahl hat als online. Es ist in erster Linie ein Reiseziel für Brasilianer und andere Latinos. Von daher werden die meisten Touren nur in Portugiesisch und Spanisch angeboten und auch die Angestellten im Hotel sprechen kein Englisch. Ihr solltet also besser Portugiesisch lernen!

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