Initiative für weniger Plastikmüll in Cornwall
Das Headland Hotel in Newquay und Dick Pearce Bellyboards setzen sich für umweltfreundlicheres Surfen ein
Plastikmüll an Stränden ist trotz all der Beach-Cleanups ein zunehmendes Problem. Es ist einer dieser Fälle, wo jeder noch so kleine Beitrag zählt, und Charlie hat sich sehr darüber gefreut zu hören, dass das berühmte Headland Hotel in Newquay sich auch daran beteiligt.
Der Plastikmüll, der hier bekämpft werden soll ist nicht das, woran man für gewöhnlich denkt. Es sind nicht etwa Flaschen und Beutel, sondern billige Bodyboards aus Polystyrol. Diese Bretter sind leicht zugänglich und können für wenig Geld erworben werden. Auch Nicht-Surfer versuchen sich gerne daran. Am Ende des Urlaubs werden diese billigen Bretter oft liegengelassen und verschmutzen die Strände. Viele von ihnen sind beschädigt, aber auch die, die noch in guter Form sind, werden von Second-Hand-Shops nicht genommen, denn es gibt einfach zu viele davon.
Das Headland Hotel und Newquays Strände
Das Headland Hotel in Newquay ist vor allem für seine gute Lage hoch über Fistral Beach bekannt. Auch Strände wie Towan, Crantock und Holywell Bay sind nicht weit entfernt und man findet immer gute Bedingungen zum Surfen. Wenn ihr Charlies andere Surf-Stories gelesen habt, ist euch vielleicht aufgefallen, dass dort hauptsächlich in Zelten oder Doppelstockbetten übernachtet wird. Von 5-Sterne-Erlebnis kann man nicht gerade sprechen. Wie passt diese Initiative eines 5-Sterne-Hotels ins Bild?
Veryan Palmer, Leitende Direktorin des Headland Hotels erklärt dazu, dass sie viele Stammgäste haben, die über 40 oder 50 sind. Als sie jung waren, reisten sie im Van. Surfen ist auch jetzt noch auf dem Plan, aber der Van wurde durch ein gemütliches Bett eingetauscht.
Bellyboards aus Holz zur Bekämpfung von Plastik
Das Headland Hotel hat nun eine Kooperation mit Dick Pearce Bellyboards und gab sein eigenes umweltfreundliches Brett in Auftrag. Gäste können sich ein Board kostenlos in der Surfschule Surf Sanctuary ausleihen. Jamie Johnstone, Teilhaber von Dick Pearce Bellyboards, fügte hinzu:
“It is great to have the iconic Headland Hotel supporting local businesses, particularly those that are focussing on environmental sustainability and the continuation of Newquay belly board construction.””
(deutsch: Es ist schön zu sehen, wie das berühmte Headland Hotel eine Firma vor Ort unterstützt, vor allem die, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben und die Tradition des Bellyboarding in Newquay weiterführen.)
Wenn ihr schon einmal in Newquay wart, ist euch bestimmt aufgefallen, dass man hauptsächlich Surfen und Standup-Paddeln sieht. Wie passt Bellyboarding ins Bild?
Warum Bellyboards?
Bellyboards aus Holz stammen ursprünglich aus Hawaii und wurden in England im frühen 20. Jahrhundert populär. Veryan Palmer erklärte, dass jedes Hotel in den 70ern und 80ern seinen Gästen Bellyboards zur Verfügung stellte. Andere Wassersportarten wurden dann verbreiteter. Die neuen Bellyboards des Headland Hotels haben ein Vintage-Design, dass an die Ursprünge des Sports erinnert sowie die des Betriebs, der sie herstellt. Dick Pearce übernahm das Geschäft von seinem Vater Charles, der in den 1960ern angefangen hatte, Bellyboards herzustellen als Surfen immer beliebter wurde.
Veryan Palmer fügt noch einen weiteren wichtigen Aspekt hinzu:
“Everybody can bellyboard, it’s much more accessible than surfing and a non-scary way to catch a wave. We often see families doing it. Children and teenagers that come for surf lessons need to be accompanied by an adult. The parents can take a bellyboard and be with the kids in the water. They also come back to take a real surf lesson later.”
(deutsch: Jeder kann Bellyboarden. Es ist viel zugänglicher als Surfen und man kann auf diese Art Wellen jagen ohne Angst zu haben. Wir haben oft Familien hier, die das machen. Kinder und Jugendliche kommen für eine Surfstunde, wo ein Elternteil dabei sein muss. Die Eltern können dann Bellyboards nehmen und mit ihren Kindern im Wasser sein. Sie kommen auch wieder, um dann eine richtige Surfstunde zu nehmen.)
Diese “richtigen” Surfstunden sowie auch Standup-Paddeln werden von der Surfschule im Hotel, Surf Sanctuary, angeboten.
Bild: Zur Verfügung gestellt von The Headland Hotel & TravMediaUK