Socials

Image Alt

Abenteuer-Touren in Gran Canaria

Home  /  Surfen   /  Gran Canaria   /  Abenteuer-Touren in Gran Canaria
Sorrueda Valley in Gran Canaria

Abenteuer-Touren in Gran Canaria

Die geheimen Routen über den Mini-Kontinent

Eine Insel wie Gran Canaria kann man auf vielfältige Weise entdecken. Charlie macht für gewöhnlich am Anfang eine Tour für Touristen, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Wenn sie dann erst einmal weiß, was die Insel zu bieten hat, zieht sie auf eigene Faust los und schaut sich die Dinge genauer an.

Als Charlie am Anfang ihres Aufenthaltes Touren über Viator buchte, hatte sie genau das vor: Ein bisschen herumführen lassen und dann entscheiden, wohin es sich lohnen würde, einen längeren Ausflug zu machen. Sie hatte bereits zwei Touren gemacht, eine in die Berge und eine mit dem Titel „Schätze Gran Canarias“. Sie ahnte nicht, dass sie die wahren Schätze erst später entdecken würde. Die ersten beiden Touren sollten bereits die meisten Sehenswürdigkeiten enthalten und sie waren gut, aber nicht überwältigend. Es war so eine typische Touri-Tour: in den Bus einsteigen, viele Informationen bekommen, hin und wieder aussteigen und ein paar Dinge auf der Liste abhaken.

Die dritte Tour, an der Charlie teilnahm, war hingegen völlig anders. Es war auch ein Minibus, der die Teilnehmer am Hotel abholte, es gab Sehenswürdigkeit und viele Infos, aber es war eine kleine Gruppe an Abenteurern und führte Charlie an Orte, die sie allein niemals entdeckt hätte. Das Beste an dieser Tour jedoch war, dass man das Gefühl hatte, unter Freunden zu sein. Stellt euch vor, ihr besucht Freunde in einem anderen Land und sie zeigen euch ihre Lieblingsorte. So fühlt sich ein Ausflug mit Climbo an!

Powered by GetYourGuide

Regenwald-Tour

Anstelle einer gewöhnlichen Tour durch den Norden Gran Canarias hatte Charlie einen Ausflug gebucht, der Regenwald-Tour hieß. Gute Frage und nein, es gibt keinen tropischen Regenwald in Gran Canaria. Es gibt aber Orte, die sehr ähnlich sind, vor allem das Barranco Azuaje und die Kaffeeplantage in der Nähe von Agaete.

Charlie wurde direkt vor dem Haus, dem Coliving, das sie mit anderen digitalen Nomaden in Las Palmas teilte, abgeholt und sie fuhren mit einem Van aus der Stadt und an der Nordküste Gran Canarias entlang. Neben Charlie waren noch drei andere Gäste dabei sowie die beiden Reiseleiter Marine und Lucas. Marine war erst seit Kurzem bei Climbo und lernte noch. Lucas war dabei, um ihr beiseite zu stehen.

Firgas

Der erste Halt war in einer kleinen Stadt namens Firgas. (Wenn ihr auf den Kanaren seid, seht ihr diesen Namen wahrscheinlich hin und wieder auf Wasserflaschen.) Von Firgas aus hat man einen herrlichen Ausblick über die Landschaft, das Meer und in Richtung Las Palmas. Dort befinden sich auch der Paseo de Gran Canaria und der Paseo de Canarias. In dieser Straße zeigen hübsche Kunstwerke die 21 Gemeinden in Gran Canaria sowie jede Insel der Kanaren. Die Gruppe verbrachte einige Zeit dort und Marine hatte Hintergrundinformationen zu jeder Gemeinde und jeder Insel. So hörte die Gruppe von den Erdbeeren von Valsequillo, dem Strand Guigui in der Nähe von Aldea, der ehemaligen Haupstadt Galdar, dem Zuckerrohr von Arucas und vielem mehr. Es war der perfekte Überblick über die Insel(n).

Barranco Azuaje

Als sie Firgas gesehen hatten, ging es weiter in Richtung Barranco Azuaje, dem Tal, wo der Kanarische Regenwald sein sollte. Schon die Fahrt dorthin bot spektakuläre Landschaften. Leider saß Charlie auf der falschen Seite im Van und konnte keine Bilder davon machen. In diesem Fall müsst ihr es einfach glauben!

Das Wetter war an diesem Tag etwas launisch und es sah aus, als würde es jederzeit regnen. Lucas erklärte, dass sie bei Regen nicht zum Tal würden fahren können. Der Regen führt zu Erosion an den Klippen und große Felsbrocken könnten auf die Straße fallen. Es wäre einfach nicht sicher, in diesem Fall dort entlang zu fahren.

Das erste, was sie sahen, als sie am Tal ankamen, waren die Ruinen eines ehemaligen Wellness-Hotels. Vor dem Gebäude war ein Weg, den man zuerst nur schwer sehen konnte. Er führte direkt ins Tal. Einige Tropfen fielen vom Himmel, aber es wäre übertrieben, von Regen zu sprechen. Sie liefen weiter zum Tal hin und kamen an ein paar Eukalyptus-Bäumen vorbei.

Ein paar Minuten später regnete es richtig. Charlie holte den Regenschutz für die Kamera und ihren riesigen Regenponcho heraus. Je weiter sie liefen, desto stärke wurde der Regen. Man sah, wie der Wasserspiegel auf dem Weg anstieg. Lucas erklärte, dass es nicht sicher wäre, jetzt weiterzugehen. Schon jetzt war der Weg komplett überflutet. Die beste Option war, zum Van zurückzukehren und die Route umzuplanen.

Auch für Marine, die Reiseleiterin in Ausbildung, war es eine gute Gelegenheit, die Alternativroute kennenzulernen.

Tilos de Moya

Sie fuhren zu Tilos de Moya, wo sie viel über die Flora und Fauna des antiken Laurisilva-Waldes lernten, der einst ganz Makaronesien bedeckte. Sie kamen zu einem Infopunkt, wo alles Wichtige in drei Sprachen gezeigt wurde. Lucas führte die Gruppe durch die Ausstellung und erklärte alles detailliert. Charlie war von seinem umfangreichen Wissen beeindruckt. Es gab keine Frage, die er nicht beantworten konnte.

Neben den Häuschen mit den Infotafeln war ein Weg, der direkt in den Wald und auf einen Rundwanderweg führte. Es war wichtig, den Weg nicht zu verlassen, da die gesamte Gegend unter Naturschutz steht und Teil eines umfangreichen Aufforstungs-Projektes ist. Die Gruppe lief für gut 20 Minuten durch den Wald. Lucas und Marine warteten am anderen Ende mit dem Van. Es war zwar kein Regenwald, aber trotzdem ein schönes Stückchen Natur auf den Kanarischen Inseln.

Forest Tilos de Moya in Gran Canaria

Finca La Laja

Auf den nächsten Halt freute sich Charlie ganz besonders. Sie würden die einzige Kaffeeplantage in Europa besuchen. Am Eingang zur Finca La Laja stand ein Schild “Willkommen im Paradies“ und das war nicht übertrieben. Dieser Ort war einfach magisch. Lucas führte sie über die Finca, über das Weingut und die Plantage. Hier wuchs viel mehr als Kaffee und Wein. Sie sahen Avocados, Mangos und Papayas an den Bäumen, kosteten eine pinke Banane und saftige Orangen direkt vom Baum.

Als sie auf der Dachterrasse standen, wies Lucas stolz auf ein Schild hin, das zeigte, dass die Finca in einer Folge von Masterchef zu sehen war. Dies war ein wichtiger Schritt, um zu zeigen, dass Gran Canaria mehr zu bieten hatte, als nur All-inclusive-resorts, Cocktails und Sandstrände. Es gibt viel Natur zu entdecken und Climbo hat es sich zur Aufgabe gemacht, darauf aufmerksam zu machen und eine andere Art Tourismus auf die Insel zu locken.

Nach dem Rundgang nahmen sie im Restaurant für eine Verkostung Platz. Es gab Käse und Chorizo Terorero, verschiedene Weine und Marmelade. Es war alles aus lokaler Produktion. Die Orangenmarmelade war viel süßer und hatte auch eine andere Farbe als die, die man in England typischerweise im Supermarkt findet. Es war köstlich! Es gab auch Kaffeemarmelade, was Charlie noch nie zuvor gesehen hatte. Sie war auch gut, aber Charlie war allgemein kein Fan von Dingen, die nach Kaffee schmeckten, außer Kaffee selbst. Sie hatte hohe Erwartungen an den Kaffee hier. Immerhin hatten sie gerade gesehen, wo der Kaffee wächst, wie er geerntet, getrocknet und geröstet wird. Allerdings war der Kaffee am Ende der Verkostung etwas enttäuschend, denn er war sehr dünn.

Gerade als die Verkostung vorbei war, brachte Lucas eine kleine Papaya, die an einem Baum direkt neben ihnen gewachsen war. Das Fruchtfleisch war recht dunkel und superlecker. Sie hatte viel mehr Geschmack als jegliche Frucht, die man in Nordeuropa kaufen konnte.

Agaete

Auf dem Weg zur Finca waren sie durch die Stadt Agaete gefahren. Nun waren sie auf dem Weg zum letzten Stopp: die natürlichen Pools von Agaete. Charlie hatte zuvor schon von diesem Ort gehört und wollte unbedingt dort hin. Es war recht viel los, aber es fühlte sich nicht überlaufen an. Charlie zog sich um und ging schwimmen. Das Wasser war herrlich. Es gab Löcher in den Wänden zwischen den Pools, durch die man zum nächsten Pool tauchen konnte. Vom dem, der am nächsten am Meer war, sah man, wie die Wellen in die Brandung schlugen.

Natural pools in Agaete in Gran Canaria

Mit dem Halt in Agaete ging dieser Tag zu Ende. Lucas und Marine setzten Charlie in der Nähe ihrer Unterkunft ab und sie konnte es kaum erwarten, die Fotos durchzusehen und ihren Mitbewohnern von dem tollen Tag zu erzählen, den sie gehabt hatte.

Charlie hatte es so gut gefallen, dass sie direkt wieder auf der Seite von Climbo landete, um sich von anderen Ausflügen inspirieren zu lassen. Für den kommenden Sonntag war eine Redcanyon-Tour geplant. Das war perfekt! Dieses Mal schlossen sich auch Tom und Álvaro, Charlies Mitbewohner, an.

Powered by GetYourGuide

Red-Canyon-Tour

Der erste Halt an diesem Tag war in einem kleinen Fischerdorf an der Ostküste Gran Canarias: Tufia. Die Umgebung erinnert landschaftlich sehr an Fuerteventura und die Straße, die nach Tufia führt, ist wenig vertrauenserweckend. Wenn sie die Reiseleiter nicht bereits gekannt hätte, wäre Charlie an dieser Stelle sicher misstrauisch geworden, wo es denn hinführen würde.

Tufia

Das Dorf Tufia ist wahrscheinlich eines der kleinsten auf der Insel und bis Mai 1997 war es nicht einmal an das Stromnetzwerk angeschlossen. Ein Denkmal würdigt den Tag, an dem das Dorf elektrisches Licht bekam.

Am Eingang zum Dorf ist ein Parkplatz, von wo aus man die gesamte Bucht überblicken kann. Man kann von dort aus durchs Dorf laufen und hinab zu einem kleinen Strand mit dem typischen schwarzen Sand, den man so oft auf den Kanaren findet. Die weißen Häuser in Tufia mit ihren blauen Fensterrahmen erinnern vielleicht an Griechenland, aber Lucas erklärte, dass diese Architektur typisch für die Kanaren und vor allem auf Lanzarote häufig zu sehen ist.

Es war 10 Uhr morgens, die Sonne stand hoch am Himmel und erwärmte die Luft. Auf dem kristallklaren Wasser ergab es schön Lichtspiele. Sie gingen schwimmen. Álvaro hatte seine Schnorchelausrüstung dabei und machte sich auf, die Meeresbewohner zu beobachten. Er schien sehr zufrieden zu sein als er zurückkam. Scheinbar gab es unter der Wasseroberfläche viel zu sehen und Tufia ist auch bei Tauchern sehr beliebt. Am Strand waren zu dieser Zeit nur ein paar andere Leute und sie alle schienen aus dem Dorf zu sein.

Nachdem sie schwimmen waren und etwas getrocknet, ging es zum Van zurück. Bevor sie weiterfuhren, schauten sie noch kurz zur anderen Seite der Landzunge und sahen eine weitere Bucht mit einem Strand: Agua Dulce. Ein paar Leute sonnten sich an diesem Morgen am Strand.

Das letzte Königreich in Gran Canaria: Fortaleza Ansite

Nach dem Besuch in Tufia verließen sie die Küste und fuhren ins Innere der Insel in Richtung der Berge. Der nächste geplante Halt war bei der Fortaleza Ansite. Auf dem Weg dorthin hielten sie an einem anderen Aussichtspunkt, dem Mirador el Guriete. Durch die Kalima an diesem Tag war der Blick etwas getrübt, aber sie hatten trotzdem eine perfekte Aussicht auf die Fortaleza Ansite und die Umgebung hoch auf einem breiten Felsen.

Sie sahen auch eine Palmenoase im Tal unterhalb der Aussichtsplattform und Lucas erklärte, dass dort einst ein Fluss war. Er sprach von der Zeit, zu der große Teile der Insel mit Palmen bedeckt waren. An diesem Ort waren die Folgen des Klimawandels deutlich erkennbar. Außer den Palmen deutete hier nichts auf Wasser hin.

Dann fuhren sie weiter zu der Festung, die sie bisher nur aus der Ferne bestaunt hatten. Die Bezeichnung als „letztes Königreich der Kanaren“ gab Lucas Anlass, über die Geschichte der Inseln und die indigene Urbevölkerung zu sprechen, die hier lebte, bevor die Spanier kamen.

Man sieht auch Archäologische Ausgrabungen, die zeigen, dass dort Häuser aus Stein waren. Die Festung ist aber größtenteils eine riesige Felsformation mit vielen Höhlen. Ein Weg führt zur Haupthöhle hinauf, die von beiden Seiten offen ist und beeindruckende Ausblicke über das umliegende Tal bietet. Wenn Charlie allein an diesen Ort gekommen wäre, wäre sie an dieser Stelle umgekehrt. Lucas aber führte die Gruppe weiter an der Außenseite entlang und in eine weitere Höhle. Inbegriffen war auch etwas Klettern und man sollte nicht dort entlang gehen, wenn man Höhenangst hat. Alle Teilnehmer an diesem Tag waren recht abenteuerlich eingestellt und wollten noch mehr entdecken. Sie kletterten in und aus Höhlen, was es zu einer ganz besonderen Erfahrung machte.

Barranco de Tirajana und das Palmental von Sorrueda

Es ging weiter in der Region um Santa Lucía. Der nächste Halt war im Barranco de Tirajana. Es war eine kleine Wanderung in einen Canyon, der bei Kletterern beliebt ist. Das war an diesem Tag deutlich erkennbar. Nicht einmal an der Kletterwand in London hatte Charlie jemals so viele Leute gleichzeitig gesehen. In den Wintermonaten bringt der Regen für gewöhnlich viel Wasser ins Tal, aber in diesem Jahr war es recht trocken und es war nur ein Rinnsal mit einigen Pfützen da.

Sie liefen weiter ins Tal hinein, kletterten über ein paar Felsbrocken und Charlie hatte das Gefühl, diese Natur gar nicht mit einem Foto würdigen zu können. Seht es euch selbst an:

Barranco de las Vacas

Der nächste Halt brachte die Gruppe in ein viel engeres Tal. Anstelle von Pflanzen sahen sie hier Gesteinsschichten, die durch vulkanische Aktivitäten und fließendes Wasser geformt wurden. Wenn es stark regnet, ist das Tal Barranco de las Vacas nicht betretbar, denn das Wasser fließt rasend schnell durchs Tal. An diesem Tag war kein Regen in Sicht und sie konnten bis ans Ende des Tals laufen, wo es einen beliebten Instagram-Foto-Stopp gab. Sie mussten auch etwas warten, bis andere Besucher ihr Foto gemacht hatten. Dann setzten sie sich auf einen Felsen in der Mitte und Lucas machte ein Bild.

Valle Guayadeque

Der letzte Stopp war ein weiteres Tal, das viel grüner war und an diesem Tag auch etwas kälter. Charlie musste ihre Jacke herausholen als sie vor dem Restaurant in Guayadeque ausstiegen. Sie liefen einmal komplett um den Felsen, auf dem das Restaurant lag, um die beste Aussicht über das Tal zu genießen. Sie kamen an ein paar Häusern vorbei, die in den antiken Höhlen eingebaut waren und die zu Unterkünften für Touristen umgebaut worden waren. Lucas nannte es mit einem Lächeln auf den Lippen „Cave AirBnB“. Charlie hatte sich das zuvor schon einmal angeschaut und es war eine schöne Art der Unterkunft, allerdings nicht geeignet für Alleinreisende. Climbo bietet auch eine mehrtägige Wanderung mit Much Better Adventures, die in Guayadeque beginnt. Die Höhlenhäuser sind die Unterkunft für die erste Nacht.

Nach dem Spaziergang hatten sie ein spätes Mittagessen (oder war es eher ein frühes Abendessen?) im Restaurant Tagoror. Auf typisch kanarische Art teilten sie sich ein paar Papas Arrugadas und eine Wurstplatte. Bei dieser Gelegenheit probierten sie auch Gofio, eine Spezialität der Kanaren, die auf die indigene Bevölkerung zurückgeht. Es ist ein dicker Fischeintopf mit Maismehl. Das hört sich vielleicht etwas komisch an, aber es ist sehr köstlich!

Ein weiterer großartiger Ausflug in Gran Canaria kam somit zum Ende und Charlie war sehr froh, dass sie Climbo als Ausflugsveranstalter entdeckt hatte. Sie hatte zwei Tage voller Abenteuer, erlebte die verschiedenen Mikroklimata hautnah und sie hatte nun wirklich das Gefühl, die Insel Gran Canaria kennengelernt zu haben.

Fill your suitcase with memories, adventures and stories.

Follow us on