La Fortuna entdecken
Ausflüge und Sehenswürdigkeiten rund um La Fortuna in Costa Rica
Nach einem kurzen Aufenthalt in Monteverde setzte Charlie ihre Reise durch Costa Rica fort und es ging nach La Fortuna. Sie würde dort nur zwei Tage verbringen und versuchte erneut, so viele Aktivitäten wie möglich mitzunehmen. Man könnte dort eine ganze Woche füllen.
Der Vulkan El Arenal
Der Vulkan ist der Grund, warum sich in diesem Teil Costa Ricas Menschen ansiedelten und er ist auch die Hauptattraktion in La Fortuna. Die ursprünglichen Siedler wussten nicht, dass dieser ‘Berg’ ein Vulkan ist, aber sie wussten, dass der Boden dort sehr gut für die Landwirtschaft war. Sie ließen sich nieder und nannten den Ort “La Fortuna“, die vom Glück Gesegnete. Sie fühlten sich aber weniger gesegnet, als der Vulkan 1968 ausbrach. Er hatte fünf Jahrhunderte lang geschlafen. 1968 war der erste dokumentierte Ausbruch.
Die gesamte Landschaft am Fuße des Vulkans war zerstört worden. In der nördlichen Hemisphäre, wo es vier Jahreszeiten gibt, würde es 200 Jahre dauern, bis alles wieder wächst. Am El Arenal aber, sah es schon nach kurzer Zeit so aus, als hätte es nie einen Ausbruch gegeben. Durch lange Perioden von Sonne und Regen wächst die Flora in diesem Teil der Welt wesentlich schneller. Die Fauna braucht viel länger, um sich zu erholen. Man findet um den Vulkan herum nur kleine Tiere, Vögel und Insekten. Falls ihr Affen und Faultieren sehen wollt, seid ihr dort nicht richtig.
Es gibt am Fuße des Vulkans El Arenal drei offizielle Wanderwege, die deutlich ausgezeichnet und beschildert sind. Am Eingang kann man sich auch einen Wanderstock nehmen. Der Weg besteht hauptsächlich aus Lavagestein und in einigen Teilen sind es recht hohe Stufen.
Auf dem Weg hat man Ausblicke über den Arenal-See, den gleichen, den Charlie am Tag zuvor auf dem Weg von Monteverde nach La Fortuna überquert hatte. Man sieht auch den Gebirgszug, der den Cloud Forest vom Regenwald trennt namens „Kinder des ewigen Regenwaldes“. Er trägt diesen Namen, denn Kinder halfen dabei, Spenden einzutreiben, um die Region unter Naturschutz zu stellen. Sehr viel Natur ist in Costa Rica in Privatbesitz und in Reservate unterteilt.
Am Ende des Wanderweges am Vulkan El Arenal und in der Nähe des Parkplatzes ist ein Café mit einer Aussichtsplattform. Hier kann man ein weiteres Mal diese tolle Landschaft bei einem Kaffee, einem Smoothie oder einer „Pipa Fria“, einer Kokosnuss mit Loch und Strohhalm, genießen.
Das Besucherzentrum ist täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet und für die Wanderwege um den Vulkan zahlt man 15$ Eintritt für Erwachsene und 5$ für Kinder.
Hängebrücken & Parque Místico
Eines der Dinge, für die Costa Rica bekannt ist, sind Hängebrücken im Regenwald. Der beste Ort, wo man das in der Nähe von La Fortuna sehen kann, ist der Parque Místico. Es ist ein Naturreservat und man muss Eintritt bezahlen. Es führen Wege durch das Reservat, von denen man nicht abweichen sollte. Es sind 12 befestigte Brücken und sechs Hängebrücken, von denen eine schönere Ausblicke bietet als die andere.
Als Charlie dort war, hatte sie das Glück, eine Familie Spinnenaffen in den Bäumen ganz nah beim Eingang zu sehen. Sie gönnten sich ein paar saftige Guaven zum Mittag. Sie sind die größten der vier Affenarten in Costa Rica und haben nur vier Finger. Charlie sah auch Armeen an Ameisen, die Stücke von Blättern trugen und verschiedene Vögel in den Bäumen.
Wenn ihr den Rundgang mit einem Tourguide macht, bekommt ihr sehr viele Informationen und werdet auch darauf hingewiesen, wenn Tiere gesichtet wurden. Sie tragen auch eine Art Teleskop mit sich herum, durch das man die Tiere besser sehen und sogar mit dem Handy schöne Nahaufnahmen machen kann. Charlie hatte ihre Kamera mit großem Objektiv dabei und die machte auch schöne Bilder.
Wenn ihr den Parque Místico besuchen wollt, müsst ihre vorher euer Ticket auf der Webseite kaufen. Dies sind die Eintrittspreise (Stand: Mai 2023):
| Ticket | Preis |
|---|---|
| Erwachsene (19 – 64 Jahre) | 28$ |
| Jugendliche (11 – 18 Jahre) | 18$ |
| Senioren (ab 65) | 23$ |
| Kinder (6 – 10 Jahre) | Kostenlos |
La Fortuna Wasserfall
Ihr wolltet schon immer Mal unter einem Wasserfall schwimmen? In La Fortuna bekommt ihr die Gelegenheit! Der La Fortuna Wasserfall ist nicht weit vom Ort entfernt und zieht viele Besucher an. Stellt euch besser darauf ein, dass ihr nicht allein sein werdet. Es ist ebenfalls ein Naturreservat und man muss Eintritt bezahlen. Es ist aber eine gemeinnützige Organisation, die alle Einnahmen spendet. Ihr könnt eure Tickets im Voraus online kaufen und es kostet 18 $ für jeden, der älter als 9 ist.
Vom Parkplatz sind es ungefähr 500 Stufen bis nach unten zum Wasserfall. Man sieht das Wasser die ganze Zeit über, während man hinunterläuft. Wenn man zu nah an den Wasserfall schwimmt oder etwas Gefährliches macht, wird man von den Rettungsschwimmern darauf hingewiesen. Ihr solltet Wasserschuhe mitbringen, da man über ein paar rutschige Felsen läuft, um ins Wasser zu kommen. Charlie war barfuß und das ging auch, Wasserschuhe wären aber schön gewesen.
Das Wasser ist zunächst recht kühl, man gewöhnt sich aber schnell daran, da auch die Außentemperaturen sehr tropisch sind. Es ist eine schöne Abkühlung. Vergesst aber nicht, dass ihr auch wieder die 500 Stufen hinauf müsst, um zum Auto oder Tourbus zurückzukommen.
Andere Aktivitäten und Ausflüge in La Fortuna
Charlie hatte nur zwei Tage und das war nicht einmal annähernd genug, um alles zu unternehmen, was man dort machen konnte.
Eine der Hauptattraktionen sind die heißen Quellen. Sie sind ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Vulkan noch immer aktiv ist, und laden zum Schwimmen ein. Die Quellen „El Tabacón“ sind kostenlos und man kommt von der Hauptstraße leicht dort hin. Sie sind nur ein Stück außerhalb der Stadt. Charlie ist mit dem Bus vom See nach La Fortuna daran vorbeigefahren. Es gibt noch weitere heiße Quellen in der Nähe sogar mit Wellnessbereich und Restaurant, Relax Termalitas, wo man 6$ Eintritt bezahlt. Bei anderen zahlt man bis zu 90$. Ihr solltet die Preise überprüfen, bevor ihr zu anderen heißen Quellen um La Fortuna fahrt.
Ein Stück außerhalb der Stadt in Richtung des La Fortuna Wasserfalls ist ein Ort, der „El Salto“ („Der Sprung“) genannt wird. Man kann dort an einem Ast hängend in den Fluss springen und seine Tarzan-Fantasien ausleben.
Weitere Aktivitäten in und um La Fortuna sind Reitausflüge, Faultier-Wanderungen, Quad-Touren und Ziplining. Charlie hörte auch von einer Stelle ungefähr 3km außerhalb der Stadt, wo man den Sonnenuntergang sehen kann.
Tipps für La Fortuna
Die Hauptattraktionen findet man in La Fortuna leicht. Es gibt unzählige Touren, bei den man überall hingebracht wird, wenn man kein Auto hat. Hier sind ein paar nützliche Tipps für die Ausflugsplanung.
Unterkunft in La Fortuna
Charlie war in einer Unterkunft, die sie auf AirBnB gefunden hatte, als sie nach Baumhäusern suchte: Cabañas Rústicas. Es war nicht direkt ein Baumhaus, aber nah dran. Es war eine wunderschöne Holzhütte mitten in der Natur mit einer Terrasse und Whirlpool. Direkt unterhalb war ein Fluss mit Stromschnellen, den man auch in der Hütte hören konnte. Es waren umgerechnet rund 80 Euro pro Nacht und zu Fuß brauchte man von dort aus 15 Minuten ins Zentrum von La Fortuna.
Direkt im Ort findet man Hotels für jegliches Budget und auch Hostels für diejenigen, die mit kleinem Geldbeutel unterwegs sind. Etwas weiter außerhalb der Stadt findet man luxuriösere Hütten und Hotelanlagen für diejenigen, die lieber einen All-inclusive-Urlaub machen.
In La Fortuna unterwegs
Wenn ihr im Ort unterkommt, könnt ihr zu allen Restaurants und Geschäften laufen. Wenn ihr kein Auto habt, könnt ihr entweder geführte Touren buchen, um alle Sehenswürdigkeiten zu erreichen oder ihr benutzt die App “Easy Hop”. Für 3 bis 6 Dollar kommt ihr damit zu allen Attraktionen. In La Fortuna ist auch Uber verfügbar.
Wetter in La Fortuna
Wenn ihr so wie Charlie zuerst in Monteverde wart, seid ihr sicher an ein etwas kühleres Klima gewöhnt. Dort brauchte man abends eine lange Hose und eine Jacke. In La Fortuna ist das Klima völlig anders. Ihr seid mitten im tropischen Regenwald und die Temperaturen sind ebenfalls tropisch. Kurze Kleidung ist am besten. Es heißt allerdings Regenwald aus einem bestimmten Grund: Man muss zu jeder Zeit auf starken Regen eingestellt sein. Ein Regenschirm und eine Regenjacke sind nie verkehrt im Gepäck.