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Surffilm: Self Discovery for social survival (2019)

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Self Discovery for Social Survival movie poster

Surffilm: Self Discovery for social survival (2019)

Surfer – Musiker – Reiseziele

Self Discovery for Social Survival – ein ziemlicher Zungenbrecher, den wir auf Empfehlung des Regisseurs Chris Gentile zu SDSS verkürzen können – ist ein Surffilm, der die Freuden des Wellenreitens mit dem sozialen Aspekt der Surfkultur verbindet. Inspiriert durch die Soundtracks einiger Surffilmklassiker hatte der Regisseur Chris Gentile von Pilgrim Surf + Supply die Idee, eine Symbiose aus Musik und Surfaufnahmen rund um die Welt zu erschaffen.

quote and screenshot taken from the movie Self Discovery for Social Survival, minute 2.34

“I wish to step forward on my own. To face new peoples, new waves, new ideas: I wish to leave the guarded beaches of life, to catch rips in unknown waves.” 
(A Surfer, quote, and screenshot taken from the movie Self Discovery for Social Survival, minute 2.34)

(deutsch: Ich wünsche mir, eigenständige Schritte zu machen. Neuen Leuten zu begegnen, neue Wellen, neue Ideen: Ich wünsche mir, die bewachten Strände dieses Lebens zu verlassen und die Strömung in unbekannten Wellen zu erwischen.“)

Die folgenden Surfer kommen im Film vor: Stephanie Gilmore, Creed McTaggart, Ryan Burch, Jamie Brisick, Richard Kenvin, Devon Howard, CJ Nelson, Karina Rozunko, Corey Colapinto, Ellis Ericson, Beau Foster, Ari Browne, Andrew Kidman, Kassia Meador, Lee-Ann Curren und Heidar Logi.

Musik & Surfen – Eine bewusstseinsverändernde Erfahrung

Die Musik stammt von Allah-Las, Connan Mockasin & Andrew VanWyngarden und Peaking Lights. Der gesamte Soundtrack kann auf dem Kanal von Mexican Summer angehört werden. Die musikalische Seite des Films kann als elektronisch und teilweise psychedelisch bezeichnet werden. Das ist nicht unbedingt Charlies Geschmack, aber es passt sehr gut im Film und ruft die passenden Emotionen zu den Bildern hervor.

Für den Film gingen drei Gruppen aus Surfern und Musikern gemeinsam auf Reisen. Die Surfaufnahmen wurden während der Reise gemacht. Nach der Rückkehr nach Hause brachten die Musiker die Erinnerungen der Reise in der Musik unter. Im Film wird das jedoch andersherum dargestellt. Der Zuschauer sieht zuerst die Musik im Studio und wird dann auf den Surftrip entführt.

Es gibt im Film kaum gesprochenes Wort, die Musik und Bilder sprechen für sich selbst. Die wenige Erzählung, die man hören kann, besteht aus Zitaten derer, die auf der Reise waren. Sie werden von Jonas Mekas vorgelesen, einem litauisch-amerikanischen Filmemacher, der für den Avant-Garde-Film maßgebend war. Er starb kurze Zeit nachdem die Erzählung für Self Discovery for Social Survival aufgenommen worden war im Januar 2019. Der Regisseur Chris Gentile legt in einem Interview nahe, die Filme von Jonas Mekas zu schauen.

Die 3 Reisen

Wenn wir von 3 Surf-Reisezielen sprechen, denkt ihr wahrscheinlich an Hawaii, Australien und Kalifornien. In diesem Fall aber haben sich die Produzenten für Reiseziele entschieden, von denen wir zwar wissen, dass man dort surfen kann, die einem aber für gewöhnlich nicht sofort in den Sinn kommen: Mexiko, die Malediven und Island.

Bei diesen Surfreisezielen erschafft der Film drei völlig verschiedene Erfahrungen: Es beginnt im Long-Board-Himmel an der mexikanischen Pazifikküste, führt dann auf die Malediven, wo die perfekten Barrels auf Shortboards warten und endet mit Kaltwasser-Surfen in Island. Es handelt sich dabei um drei völlig verschiedene Arten zu surfen, aber sie alle übermitteln, worum es beim Surfen geht.

Die Produktion brachte die Surfer und Musiker an Orte dieser Welt, die sprachlos machen und alle ihre eigenen Geheimnisse und Schönheiten entdecken lassen. Für die Reise hatte das Team zwei Wochen angesetzt, die die Gruppe dort verbrachte. Ähnlich wie im Surffilm Here & Now wussten sie nicht, was sie erwarten würde. Es würde völlig der Natur überlassen sein. Das Ergebnis zeigt, dass sie an allen drei Orten prächtige Wellen vorfanden.

Mexiko

Der erste Teil des Films beginnt in einem Studio in Topanga Canyon in Kalifornien. Man sieht die Musiker von Allah-Las bei der Arbeit. Eine Landkarte wird kurz darauf eingeblendet und die Reise nach Mexiko, zu den Wellen des Pazifiks, beginnt.

“In Mexico, they say the Pacific has no memory and that was exactly what it felt like. In the water, on a wave, there is no past and no future, no status symbols, no socio-economic markers. In the water, we are water.”

(deutsch: In Mexiko sagt man, dass der Pazifik kein Gedächtnis hat und genauso hat es sich angefühlt. Im Wasser, auf einer Welle, gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft, keine Statussymbole, keine sozio-ökonomischen Merkmale. Im Wasser sind wir Wasser.  (Zitat aus dem Film Self Discovery for Social Survival, minute 7)

Die nächsten ungefähr 15 Minuten sind voll an Bildern von blauem Himmel, weitem Meer und leeren Line-Ups. Das Reiseziel wird als Himmel des Long-Boardings dargestellt und man sieht beeindruckende Talente an Surfern, die in fast artistischer Weise auf dem Brett auf und ab laufen.

Die Malediven

Nach einer aufregenden Reise nach Mexiko geht es ins Studio zurück, dieses Mal nach El Sereno, Kalifornien zu der Musik von Peaking Lights.

Die Reise um die Welt, die auf einer Karte nachgezeichnet wird, führt nun auf die Malediven. Es ist das zweite Reiseziel im Film und der zweite Ozean, der Wellen zum Reiten anbietet, der Indische Ozean. Für die nächsten 15 Minuten wird das Paradies gezeigt mit perfekten Barrels, weißen Sandstränden und Palmen. Die Gruppe bewegt sich auf verschiedenen Booten fort, springt von dort aus direkt in die Wellen (ähnlich der Isla de Lobos an Charlies Lieblingssurfreiseziel Fuerteventura) und trocknen ihre Kleidung auf einem Fischkutter.

Island

Der dritte Teil des Film Self Discovery for Social Survival beginnt in Brooklyn, New York, im Studio mit Connan Mockasin & Andrew Vanwyngarden bevor es aufgeht in die kalte, nördliche Hemisphäre, nach Island.

“The best maps are the ones drawn on cocktail napkins just before closing time. And we were following exactly that: the work of a fisherman named Jacob.”

(deutsch: Die beste Landkarte ist die, die kurz vor Sperrstunde auf eine Cocktail-Serviette gezeichnet wird. Und genau dem folgten wir: Es war die Arbeit eines Fischers namens Jacob.) (Zitat aus Self Discovery for Social Survival, minute 36)

An diesem Ort scheint auf einmal alles anders. Boardshorts werden gegen dicke Neoprenanzüge eingetauscht. Die Landschaft ist das genaue Gegenteil der vorangegangenen Szenen. Anstelle des blauen Wassers und der weißen Strände sieht der Betrachter nun bergige Landschaften und die Schönheit der nördlichen Natur. Man sieht weite, lange Straßen, Berge mit und ohne Schnee sowie Wellenbrecher am Meer. Der Film wird dem auf jeden Fall gerecht. Diese Landschaften zeigen außerdem auf beeindruckende Weise, wie klein der Mensch ist im Verhältnis zur Natur.

Wofür es sich zu leben lohnt

In Self Discovery for Social Survival sind die Dinge, die das Leben lebenswert machen in perfektem Einklang zu sehen: Surfen, Musik, außergewöhnliche Natur und die Gesellschaft netter Menschen.

Die Landschaften, die man sehen kann, reichen von Sandstränden an heißen Sommerreisezielen bis hin zu Bergen in kälteren Klimazonen. Verschiedene Arten des Surfens zu verschiedenen Tageszeiten – von Sonnenauf- bis -untergang – werden gezeigt sowie viele lachende Gesichter. Die Musik, die für den Film produziert wurde, rundet das Ganze auf harmonische Weise ab.

In der letzten Szene im Film bestaunen die Surfer die Nordlichter. Somit wird der Film zu einer Dokumentation der schönsten Orte dieses Planeten und den Wundern, die er für uns bereit hält.

Fill your suitcase with memories, adventures and stories.

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