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Surffilm: Here & Now (2012)

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Here & Now movie poster

Surffilm: Here & Now (2012)

Wie Surfer den Tag verbringen

Was würdet ihr sagen, wenn ihr hören würdet, dass man die gesamte Welt an einem Tag surfen kann? Dass ihr in den Alltag eines Surfers überall auf der Welt eintauchen könntet? Regisseur Nathan Myers und Produzent Taylor Steele machen dies in ihrem 40-minütigen Film Here & Now möglich.

Der Film bringt die besten Surfer zusammen mit Musikern, Fotographen und Boardshapern. Einige von ihnen sind sehr bekannt, andere weniger, aber sie alle lassen den Zuschauer an einem Tag in ihrem Leben teilhaben. Von Sonnenaufgang bis -untergang wurde das gesamte Filmmaterial an einem einzigen Tag, am 2. Mai 2012, an verschiedenen Orten der Welt aufgenommen. Das Ergebnis zeigt anonyme Surfer, Freigeister, die den Traum ausleben, Musiker und Weltmeister. Auf diese Weise werden alle Aspekte der Surfkultur abgedeckt. Es kommt sogar zur Sprache, dass es manchmal einfach keine Wellen gibt.

Quote from Here and Now by Nathan Myers which reads 'Here & Now is a movie about that connection. This is a movie about real surfing. Adventures. Road trips. Wipeouts. Getting skunked. Going camping. And finally scoring.'

“Here & Now is a movie about that connection. This is a movie about real surfing. Adventures. Road trips. Wipeouts. Getting skunked. Going camping. And finally scoring.” (Nathan Myers)

Alle, die im Film zu sehen sind, hatten den einfachen Auftrag, sich selbst einen ganzen Tag lang zu filmen vom Aufstehen an und irgendwo surfen zu gehen.

Das Datum wurde von den Produzenten willkürlich gewählt, da man sowieso keinen Tag im Jahr finden würde, an dem die Bedingungen überall auf der Welt, von Australien bis Kalifornien, gut sein würden. Das war die größte Unbekannte in der Erstellung von Here & Now.

Wen ihr in Here & Now sehen könnt

Here & Now bringt wirklich alle Aspekte des Surfens zusammen: von Surfern, die den nächsten Titel erhaschen auf dem Weg zum Wettbewerb bis zu Freigeistern, die einfach nur das Leben am Strand genießen mit Musik und Grillabenden.

Der Film zeigt einen Tag im Leben von Weltmeistern wie Kelly Slater und Stephanie Gilmore, Surfern, die aktuell um den WSL-Welttitel kämpfen wie Conner Coffin und Ezekiel Lau, Surfern, die die es mit den ganz großen Wellen aufnehmen wie Albee Layer und Alex Gray, Kaltwasser-Surfern wie Peter Devries, Aerial-Surfern wie Leif Engstrom, Longboardern wie Alex Knost, ehemaligen Profi-Surfern, die einst um Welttitel kämpften wie Brad Gerlach und Rob Machado sowie auch diejenigen, die für einen entspannten Surf-Lebensstil stehen wie Dave Rastovich und seine Freundin Lauren Lindsey Hill. Rasta-Frisuren, Musik und Lagerfeuer spielen eine wichtige Rolle im Film, denn ohne diese wäre es keine echte Darstellung des Surflebens.

Ebenso im Film: Jay Davies, Dane Gudauskas, Ozzy Wright, Jared Mel, Albee Layer, Matt Meola, Garut Widiarta, Steve Sherman, Junior Faria, Andrew Serrano, Grant Baker, Paul Patterson, Dede Suryana, Reubyn Ash, Gabriel Villaran, Cristobal de Col, Gilbert Brown.

Sie alle filmten einen Tag in ihrem Leben. Ohne sie würde der Film nicht existieren. Aber damit ist es noch nicht getan. All diese Aufnahmen mussten in einem Film vereint werden. Stellt euch vor, dass 20 Leute, 24 Stunden filmen…ihr könnt das selbst ausrechnen, aber es war eine Menge an Rohmaterial, das den Produzenten für Here & Now zur Verfügung stand.

Wie Here & Now entstand

Es war tatsächlich Rohmaterial, dass rund um die Welt geschickt wurde. Ziel war ein kleines Strandhaus am Byron Bay in Australien. An diesem Ort versammelte sich das Team um Nathan Myers und Taylor Steele, um Here & Now zum Leben zu erwecken.

Es begann mit einem Stapel an Laufwerken, von denen einige erst spät ankamen durch die großen Entfernungen, die sie zurücklegen mussten, und es wurde ein 40-minütiger Film, der der Surfkultur gewidmet ist. Fast 2 Wochen lang verbrachte das Team Tag und Nacht damit, Surfaufnahmen durchzusehen. Wenn eines der Laufwerke später ankam, mussten sie noch einmal alles durchgehen, denn der Film ist linear aufgebaut, von morgens bis abends im Leben eines Surfers.

Alles Bildmaterial stammt von diesen Laufwerken, die von Surfern überall in der Welt geschickt wurden. Nichts weiter wurde hinzugefügt. Die Musik für den Film wurde während der zwei Wochen in dem Strandhaus am Byron Bay, das einen Raum voll mit Instrumenten hatte, gemacht. Nathan Myers berichtete in einem Interview, dass einige der Surfer im Film, z.B. Kelly Slater, vorbeikamen, um gemeinsam Musik zu machen. Die Aufnahmen entsprechen angeblich einer 2-wöchigen Jamsession, bei der Surfer kamen und gingen. Ob wir das wohl jemals zu Gesicht bekommen?

Worum es beim Surfen geht

Wenn wir eines mit Sicherheit über Here & Now sagen können, dann, dass es echt ist. Man sieht Surfer morgens in ihren Betten aufwachen, beim Zähne putzen und beim Frühstück. Dieses Mal, obwohl Surfen das ist, was sie alle überall in der Welt vereint, steht das Surfen an zweiter Stelle. Im Film geht es darum, diese Surfer als normale Menschen zu zeigen. Man sieht zum Beispiel Conner Coffin in den frühen Morgenstunden im Auto. Er versucht nicht einmal zu verstecken, wie müde er ist, aber der Wettbewerb, zu dem er fährt, wartet nicht. (Wenn ihr euch für Surfwettbewerbe interessiert, schaut doch mal, was Charlie von der Quiksilver Pro 2019 berichtet hat.)

Einige von ihnen brechen früh morgens zum Surfspot auf und man sieht sie an der Tankstelle noch vor Sonnenaufgang. Andere gehen den Tag ruhig an und machen sich später zum Strand auf. Rob Machado hingegen hat sich entschieden, erstmal ein Surfbrett zu machen. Man kann sehen, wie das Board geschliffen und gefärbt wird, bevor er zu seinem örtlichen Beachbreak aufbricht. Er surft auf dem 3-Stunden-Brett und ist der einzige im Film, der ein Board surft, dass erst an diesem Tag gemacht wurde.

Einige von ihnen fahren mit dem Auto zum Strand, andere haben eine längere Anreise, man sieht z.B. die U-Bahn. Kelly Slater sticht hervor. Anstelle von Australien, wo er mit Taylor Steele verabredet war, um ihn beim Surfen zu filmen, sieht man ihn am Flughafen, was den Plot völlig veränderte. Man sieht, wie er am Strand ankommt mit Boardbag und Gepäck, bevor er ein paar große Wellen reitet. Wieder andere halten in der Straße, um vom Moped aus Obst zu kaufen, bevor sie an einem tropischen Strand ankommen oder nehmen sogar eine kleine Wanderung auf sich, um zu abgelegenen Surfspots zu gelangen. Während einige von ihnen am Abend nach Hause zurückkehren, zelten andere am Strand. Der Film und der Tag enden mit einem Lagerfeuer am Strand.

Es wird im Film wenig geredet und man hört auch kein Wellenrauschen. Es geht einfach nur um großartige Bildaufnahmen und Musik, die einen Eindruck vom Surfleben rund um den Globus vermitteln. Das wichtigste sind die Szenen, die die Atmosphäre des Tages einfangen an den besten Surfspots, die die Welt zu bieten hat.

Regisseur Nathan Myers benennt seine Lieblingsszenen als diejenigen, wo es keine Wellen gab. Im Film wechselten die Surfer zu Longboards und genossen die kleinen Wellen. Darum geht es beim Surfen: Auch wenn die Bedingungen nicht mitspielen, hat man einfach eine gute Zeit!

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