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„Que bonita es la vida“

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„Que bonita es la vida“

Sonnenuntergang vom Surfbrett aus

Es war ein Feiertag in Spanien und es schien, als wäre Charlie die Einzige, die an diesem Montag arbeiten musste. Sie fuhr trotzdem mit den anderen im Van nach El Palmar und würde von Canibal Royal aus arbeiten. Das war die Bar neben der Take Surfschule und gehörte zu dem Surfhostel in Conil, wo Charlie untergebracht war..

Das Meer war die ganze Woche über flach gewesen und Surfen war keine Option. Es war trotzdem schön, den Tag in Strandnähe zu verbringen, sogar mit geöffnetem Laptop. Tamara, Magda und Marta fuhren wieder nach Caños de Meca, wo Tamara, Alberto und Charlie zwei Tage zuvor gewesen waren.

Mittagspause am Strand

Es war an diesem Tag recht ruhig im Canibal Royal und für Charlie war es ein produktiver Tag. Sie gönnte sich aber eine ausgiebige Mittagspause an diesem Tag. Sie skatete mit dem Surfskate durch El Palmar, am Strand entlang und in eine der Seitenstraßen, die zur Hauptstraße führten. Dort könnte sie auf dem Radweg skaten. Sie beendete ihr Workout mit Dehnübungen auf der Dachterrasse der Take Surfschule. Welch besseren Ort für Dehnübungen als eine Terrasse im Sonnenschein mit Blick zum Strand? Was zu einer perfekten Mittagspause im Canibal Royal nicht fehlen durfte, war eine der köstlichen Poke Bowls.

Paddeln in den Sonnenuntergang

Es war Tamaras letzter Tag in Conil. Sie würde am nächsten Tag nach Extremadura zurückfahren und da war noch eines, was sie während ihres ersten Surfurlaubs machen wollte: Bei Sonnenuntergang auf einem Surfbrett sein. Charlie chillte mit Frankie in den Beanbags, als Tamara gegen 18.30 Uhr zurückkehrte. Sie hatten noch eine Stunde bis zum Sonnenuntergang.

Das Meer war noch immer flach und Charlie fragte sich, ob Tamara noch immer Interesse hatte, zum Sonnenuntergang zu „surfen“. Hatte sie! Sie wollte allerdings nicht surfen, sondern einfach nur auf einem Surfbrett sein, wenn die Sonne in den Atlantik versinken würde. Charlie schloss sich ihr an, aber auf einem Standup-Paddle-Board. Das erschien ihr wesentlich sinnvoller.

Diese Woche war Tamaras erstes Surfabenteuer gewesen und wegen der mangelhaften Bedingungen hatte sie nicht viel Gelegenheit gehabt, surfen zu lernen. Das ist leider so, wenn man einen Sport in der Natur betreibt. Charlie hatte selbst einige solcher Surftrips in der Vergangenheit.

Als sie aufs Meer hinauspaddelten erwähnte Tamara, dass die Tiefe ihr Angst bereitete und sie wollte nah am Strand bleiben. Charlie war etwas überrascht, aber es war auch eine gute Übung für Charlie, die erst wenige Wochen zuvor ihren Kurs als SUP-Lehrerin abgeschlossen hatte. Sie versuchte herauszufinden, wovor Tamara Angst hatte. Die Angst war vergangen, als Charlie Tamara überzeugt hatte, dass es keine Haie an der Andalusischen Küste gab.

Sie hatten noch ungefähr 20 Minuten bis zum Sonnenuntergang und Charlie erklärte Tamara, in welche Richtung sie paddeln müssten, um gut positioniert zu sein, wenn die Sonne unterging. Sobald der Himmel sich rot färbte, würden sie aufhören zu paddeln und den Ausblick genießen. Wind und Strömung würden sie zurück zum Strand bringen. Es war eine weitere Gelegenheit für den Satz, den Tamara von Alberto übernommen hatte: ¡Que bonita es la vida! Wie schön das Leben ist!

Paddeln in guter Gesellschaft

Der Plan ging nicht ganz auf… Wind und Strömung brachten sie zurück in die richtige Richtung, aber sie mussten trotzdem noch ein Stück paddeln, um den Strand zu erreichen und nicht in den Felsen zu landen. Auf dem Rückweg – die Sonne war bereits untergegangen und es wurde schnell dunkler – sahen sie drei Paddleboarder ins Wasser gehen. Charlie fragte Tamara, wer wohl so verrückt sein würde, nach Sonnenuntergang ins Meer zu gehen und sie brachen in Gelächter aus, als sie sahen, wer es war: Frankie, Fede und Emilie, die drei Praktikanten vom Take Hostel. Frankie und Fede hatten jeder ein eigenes Brett, Emilie saß auf dem Brett, das Fede steuerte. Sie konnte sich entspannen. Charlie blieb mit ihnen noch etwas im Wasser und sie hatten viel Spaß beim Drehen und Wenden, wobei sie sicher gingen, dass sie ins Wasser fallen würden. Sie kehrten zurück, als es zu dunkel war, noch irgendetwas zu sehen. Tamara war bereits zuvor aus dem Wasser gegangen, weil ihr ein bisschen kalt war.

Ein Abschiedsdrink

Tamara hatte sich wieder mit Marta und Magda getroffen, die am Strand für Tamara Aufnahmen mit der Drohne gemacht hatten. Sie waren im El Cartero, einer anderen Bar in der Nähe der Surfschule, und Charlie gesellte sich auf ein Bier dazu. Immerhin war es der letzte Abend von Tamaras Surfurlaub in Andalusien. Gegen 10 waren sie im Hostel zurück, duschten, aßen einen Happen und gingen schlafen.

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