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Barcelona kennenlernen

Über Barcelona wurde bereits sehr viel geschrieben. Zudem gibt es dort so viel zu sehen, dass es nicht richtig wäre, von den „besten Sehenswürdigkeiten“ in Barcelona zu sprechen. Lernt mit Charlie einfach ein bisschen die Stadt kennen.

Charlie war für zwei Wochen im Kalima Coliving in Katalonien, ungefähr 40 Minuten außerhalb von Barcelona. Natürlich wollte sie auch die Stadt sehen und nahm ein paar Mal den Zug. Das machte sie mit: Eine Hop-on-hop-off-Tour, einen Rundgang in der Altstadt, einen Spaziergang durch den Park Güell, einen Besuch der Sagrada Familia und sie erkundete die Streetart in Barcelona.

Die Altstadt von Barcelona: Geschichte, die vereint und unterscheidet

Wenn ihr bereits andere Städte in Spanien kennt, wird euch auffallen, dass Barcelona anders ist. Vor allem, wenn ihr an Orten wie Málaga oder Cádiz wart, werdet ihr im Norden eines vermissen: arabische Elemente in der Architektur. Die Mauren verbrachten nur eine kurze Zeit dort und es war nicht lange genug, um Spuren hinterlassen zu haben. Unter Karl dem Großen wurde die Ausbreitung der Mauren an der natürlichen Grenze der Pyrenäen gestoppt. Zur gleichen Zeit wurden im Norden Regionen geschaffen, um den arabischen Einfluss zu zerstreuen. So wurde die Region Katalonien geboren.

Eine katalanische Stadt

Wenn ihr Spanisch sprecht, wird euch in Barcelona noch etwas anderes auffallen: Die Sprache, die man in den Straßen vorrangig sieht, seien es offizielle Straßenschilder oder Werbung, ist nicht Spanisch. Es ist Katalan. Außerhalb der Stadt hört man diese Sprache auch, da sie von den Einheimischen vorrangig gesprochen wird. Das unterscheidet Barcelona (und ganz Katalonien) vom Rest Spaniens.

Römische Spuren inmitten gotischer Architektur

Den Teil der Geschichte, den Barcelona mit vielen anderen Städten auf der Halbinsel und in Europa teilt, ist die Gründung durch die Römer. An der Außenseite der Plaça del Rei und dem Palast sind noch Reste der römischen Mauer, die vor ungefähr 2000 Jahren erbaut wurde. Nicht weit von der Kathedrale entfernt ist ein kleiner Innenhof, wo noch ein paar Säulen des römischen Forums sind. Die strategische Lage mit Zugang zum Mittelmeer machte Barcino, wie die römische Siedlung genannt wurde, zum wichtigen Handelsposten. Aus dieser Zeit ist nicht mehr viel übrig und das, was man noch heute sieht, ist Nichts im Vergleich zur Stadt Rom.

Eine weitere Epoche in Europa hatte großen Einfluss auf Barcelona und führte zur Entstehung eines der bekanntesten Viertel der Stadt: die gotische Architektur. Sie lädt zu einem Spaziergang durch die engen Gassen ein, die interessanterweise noch historische Schilder haben, die anzeigen, wo Eingang und Ausgang waren zu den Zeiten, als Pferdekutschen durch dieses Labyrinth navigierten. Heutzutage darf man in beide Richtungen laufen. Die Schilder sind lediglich Zeugen der Geschichte.

Wenn ihr euch ein bisschen mit Geschichte und Architektur auskennt, fällt euch bestimmt auch auf, dass “gotisch” an einer Ecke in diesem Viertel in Barcelona nicht gleich “gotisch” in einer anderen Ecke ist. Die Kathedrale zum Beispiel wurde zu gotischer Zeit erbaut und zeigt diesen Stil. Die Fassade ist aber wesentlich jünger und repräsentiert den neo-gotischen Stil. Vergleicht man die Kathedrale mit einer anderen Kirche im Viertel, der St. Maria del Mar, bemerkt man weitere Unterschiede. Die Kirche zeigt den eher bescheidenen katalanisch-gotischen Stil. Die Fassade der Kathedrale ist eindeutig weniger bescheiden und zeigt den europäisch-gotischen Stil, der an die Notre Dame in Paris erinnert. Am besten spaziert man einfach durchs Gotische Viertel und achtet auf die Unterschiede.

Mit dem Touristen-Bus durch Barcelona

In der Altstadt von Barcelona ist ein Rundgang die beste Möglichkeit. Durch die engen Gassen könnte man nicht fahren. Wenn man andere Teile von Barcelona sehen möchte, vom Strand La Barceloneta zur Plaça Espanya und Montjuïc, ist eine Hop-on-hop-off-Tour mit dem Bus am besten.

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In Barcelona gibt es dafür zwei verschiedene Anbieter und Charlie nahm „bus turistic“. Das war reiner Zufall, da sie all ihre Tickets auf der Webseite von Barcelona Pass buchte und nicht aktiv einen Anbieter auswählte.

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Es gibt zwei Routen, eine rote und eine blaue, und beide beginnen an der Plaça Catalunya. Mit der blauen Route kommt man in die Außenbezirke der Stadt, von wo aus man auch die Straßenbahn zum Tibidabo nehmen kann oder am Montjuïc mit der Seilbahn fahren kann. Die rote Route führt durch die Innenstadt, zum Hafen und zum Strand. Man kommt zu den berühmtesten Stellen der Stadt, darunter auch die Häuser und Museen von Gaudí, sowie auch der Park Güell und die Sagrada Familia.

Man kann Tickets für 24 oder 48 Stunden kaufen. Wenn ihr aus dem Bus aussteigen, um einige der Orte von innen zu sehen, empfiehlt euch Charlie das Ticket für 48 Stunden, da die blaue Route ungefähr zwei Stunden dauerte, die rote fast drei. Für die meisten Sehenswürdigkeiten von Barcelona braucht man ein Ticket und das sollte man im Voraus buchen. Ansonsten kommt man wahrscheinlich nicht hinein.

Park Güell

Eine dieser Sehenswürdigkeiten ist der Park Güell. Das Ticket ist für eine bestimmte Uhrzeit und man muss es im Voraus kaufen. Wenn ihr das nicht mit der Hop-on-hop-off-Tour einbinden wollt, kommt ihr auch problemlost mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Eingang. Im Park Güell gibt es weitere architektonische Werke von Antoni Gaudí und man hat einen großartigen Ausblick über Barcelona.

Den gesamten Park kann man auch im Rollstuhl erkunden und es gibt öffentliche Toiletten. Man muss sich aber auf eine lange Schlange einstellen. Im Park gibt es kein Café. Wenn man den Park über den Ausgang an der Casa del Guarda verlässt und ein Stück den Hügel hinunterläuft, findet man schnell ein Café.

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Sagrada Familia

Was wäre ein Besuch in Barcelona ohne einen Blick in die berühmte Kirche Sagrada Familia? Das Meisterwerk von Antoni Gaudí ist das Symbol der Stadt. Man kann sie zu jeder Zeit von außen bestaunen. Wenn man hineingehen möchte, sollte man frühzeitig ein Ticket online kaufen. Charlie buchte zwei Wochen im Voraus und es gab nicht mehr viele verfügbare Slots. Aus diesem Grund buchte sie auch alle ihre Tickets über Barcelona Pass. Dort war noch die beste Verfügbarkeit.

Man kann auch geführte Touren buchen. Wenn ihr die App der Sagrada Familia herunterladet, habt ihr mit dem Ticket auch einen Audio-Guide. Diese Tour dauert ungefähr 45 Minuten und führt durchs Innere der Kirche und durch das darunterliegende Museum. Wenn ihr auf die Türme hoch wollt, braucht ihr dafür ein separates Ticket.

Am beeindruckendsten war für Charlie zu sehen, wie das Sonnenlicht durch die Mosaikfenster fiel. Das Innere der Sagrada Familia wurde in Regenbogenfarben getaucht.

Der Bus der Hop-on-hop-off-Tour hält direkt vor der Sagrada Familia und dort ist auch eine U-Bahn-Haltestelle.

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In Barcelona unterwegs

In Barcelona kommt man gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln voran. Die Busse und die U-Bahn bringen Passagiere überall hin. Für Touristen gibt es die Hola-Barcelona-Karte. Damit kann man an den gebuchten Tagen so viel Bus und U-Bahn fahren, wie man will. Als Alternative bekommt man Einzeltickets an jeder Haltestelle oder am Zeitungskiosk. Einzeltickets könnten günstiger sein als die Hola Card, je nachdem, wie viele Strecken man fährt.

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Die Hola Card gilt auch für den Aerobus, den offiziellen Shuttle vom Flughafen zur Plaça Catalunya, der nur 35 Minuten braucht. Wenn ihr keine Hola Card kauft, bekommt ihr ein Ticket für den Aerobus an der Haltestelle. Der Bus kommt alle 5 bis 10 Minuten. Für Charlie war es noch nie so einfach, vom Flughafen in die Stadt zu kommen.

Barcelona ist auch gut mit dem Zug angebunden. Der Hauptbahnhof ist Barcelona Sants. Regionalzüge halten auch an der Plaça Catalunya und am Arc de Triomf. Das könnte besser sein, wenn ihr im Stadtzentrum seid. Man sollte wissen, dass alle Bahnhöfe in Barcelona unterirdisch sind. Wenn ihr den Eingang sucht, schaut nicht nach einem großen Gebäude. Schaut besser nach einer Treppe nach unten.

Mittagessen und laptop-freundliche Cafés in Barcelona

Als digitaler Nomade ist es für Charlie wichtig, Cafés zu haben, wo sie ein paar E-Mails beantworten oder ein Videotelefonat führen kann. Etwas anderes ist in Barcelona auffällig: es gibt nur wenig öffentliche Toiletten und nicht jedes Café hat eine Toilette. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, sollte der Ort, an dem man zu Mittag isst, auch ein stilles Örtchen haben.

Charlie war am liebsten im Café Farggi an der Plaça Catalunya. Das war einfach zu erreichen auf dem Weg vom oder zum Zug, bietet leichte Mittagsgerichte und Gebäck sowie auch Kaffee. Es erstreckt sich über drei Etagen und Charlie fand immer einen freien Tisch in der Nähe einer Steckdose. Es gibt auch Toiletten und der Code für die Tür steht auf dem Kassenbon.

Ein weiteres Café, das Charlie öfter besuchte, wenn sie in der Altstadt war und einen Kaffee, W-Lan oder eine Toilette brauchte, ist Trigo Coffee gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Jaume I. Es sieht von außen sehr klein aus und ist aus diesem Grund auch immer recht leer. Wenn ihr an der Theke links vorbeigeht, kommt ihr zu dem größeren Raum mit vielen Tischen. Es gibt auch W-Lan und Toiletten.

Sehr gut für Mittagessen und Toilettenpausen, aber nicht für Laptops (zumindest nicht zur Mittagszeit), sind Honest Greens und Nonna’s Brunch.

Natürlich gibt es noch sehr viele weitere Cafés und Restaurants in Barcelona. Dies hier ist nur eine sehr kurze Liste der Orte, die Charlie während ihres Besuchs in der Stadt gelegen kamen.

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