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Die Natur genießen im Peak District

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Sunset over Ladybower Reservoir, view from Bamford Edge

Die Natur genießen im Peak District

Bamford und Ladybower Reservoir

Charlie verbrachte ein paar Tage im Peak District, wo sie einen Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs machte und eine Gegend entdeckte, die zu den schönsten Ausflugszielen in England gehört. Charlie war in Bamford, in Yorkshire Bridge, um genau zu sein. Warum hatte sie ausgerechnet diesen Ort im Peak District ausgewählt?

Warum Bamford?

Der Hauptgrund war ein rein praktischer: Der Erste-Hilfe-Kurs, den Charlie machte, fand über zwei Tage in Bamford statt. Von Sheffield aus sind es mit dem Zug 20 Minuten bis Bamford. Die meisten Besucher aber kommen mit dem Auto. Charlie fährt nicht und musste sich auf den Bus verlassen. Sie fand schnell heraus, warum Besucher für gewöhnlich mit dem Auto kommen.

Sie kam an einem späten Sonntagnachmittag in Bamford an. Sonntags fuhren keine Busse und das einzige Taxiunternehmen im Ort ging nicht ans Telefon. Sie musste zu ihrer Unterkunft, dem The Yorkshire Bridge Inn, laufen. Entlang historischer Cottages ging es 35 Minuten bergauf. Im Ort gibt es einen Pub und eine Kirche und sonst nichts weiter. Für längere Aufenthalte in Bamford sollte man sich Verpflegung mitbringen. Charlies Unterkunft bot zum Glück auch Lunchpakete an.

Der Erste-Hilfe-Kurs fand im The Adventure Hub statt. Das war in der Nähe des Bahnhofs und am Morgen hätte ein Bus fahren sollen. Der Bus war allerdings fast 30 Minuten zu spät und Charlie hatte beinahe den Kursbeginn verpasst. Ein paar Jugendliche, die ebenfalls auf den Bus warteten, um zur Schule zu kommen, schauten für Charlie nach, wie weit der Bus noch weg war. Scheinbar kann man den Bus auf bustimes.org nachverfolgen.

Die nächsten Male lief sie und verließ sich nicht mehr auf den Bus. Ganz in der Nähe war ein Wanderweg, der direkt von ihrer Unterkunft zum Kurs führte, der Thornhill Trail. Von dort aus hatte man auch einen schönen Ausblick übers Tal und Bamford Edge.

Wanderungen rund ums Ladybower Reservoir

Dass Charlie im Yorkshire Bridge Inn war, hatte einen großen Vorteil: Es war nicht weit vom Ladybower Reservoir, einem der beliebtesten Ziele für Wanderer im Peak District. Gästen standen Karten und Infoblätter zu den verschiedenen Wanderrouten zur Verfügung. Die Informationen waren sehr detailliert und führten Charlie über herrliche Wege am Ladybower, einem der drei Reservoirs der Gegend.

Die Route der versunkenen Dörfer und dem Derwent-Damm

Die am meisten besuchte Route ist die der versunkenen Dörfer, die zum Derwent-Damm und rund um den zugehörigen Arm des Reservoirs führt. Es ist ein Rundwanderweg ohne Höhenunterschiede über ungefähr 13 km. Es gibt keinen steilen Anstieg und die Wege sind sehr breit.

Die Route trägt ihren Namen durch die Dörfer Ashopton und Derwent, die verlassen und geflutet wurden, als das Reservoir in den 1940ern erstellt wurde. An einer Stelle entlang der Route kann man bei niedrigem Wasserstand noch die Überreste des Dorfes sehen.

Bevor man den Derwent-Damm erreicht, kommt man an ein paar Cottages vorbei. Der Damm selbst ist ein beeindruckendes Bauwerk mit zwei Türmen. Wenn man davor steht, erkennt man, wie klein ein Mensch wirklich ist. Auf beiden Seiten gibt es Wege und Stufen, um einen Blick von weiter oben zu erhaschen. Charlie ging die Stufen am westlichen Turm hinauf und kam zu einer Aussichtplattform, von der aus man die Rückseite des Damms und das gesamte Reservoir sehen konnte. Von dort aus beginnen weitere Wanderrouten.

Ganz in der Nähe ist ein Parkplatz mit einem Café, Toiletten und Fahrradverleih: Fairholmes. Von dort aus kann man auch eine geführte Wanderung machen.

Charlie lief an der anderen Seite des Ladybower Reservoirs wieder zurück. Dort konnte man sich nicht verlaufen, denn es ging immer am Wasser entlang. Auf der gesamten Route war kein Empfang. Darauf sollte man sich einstellen.

Die ruhige Seite des Ladybower

Die zweite Route führte Charlie zum anderen Arm des Ladybower Reservoirs. Auch das war ein Rundwanderweg von ungefähr 13 km, der zunächst am Wasser entlang führte und dann zum Crook Hill hinauf und durch die Berge zurück. Die Route war etwas anstrengender mit teilweise steilem Anstieg und Wegen, die nicht immer leicht zu sehen waren. Hier gab es aber überall Empfang.

Los ging es mit einer Überquerung des Damms des Ladybower Reservoirs, wo man die riesigen Abflüsse sehen kann. Dann ging es für ungefähr 4 km am Reservoir entlang. Die Wasseroberfläche wird allmählich schmaler bis es nur noch ein Fluss ist, über den eine Brücke führt.

Man kommt am Bildungszentrum Hagg Farm vorbei und von dort aus geht es steil bergauf. Der Ausblick über den Peak District, die Hochebene um den höchsten Berg Kinder Scout, Hope Valley und Mam Tor sind atemberaubend.

Man passiert einige Tore und Absperrungen und sieht eine Menge Schafe. Der Weg ist nicht immer eindeutig, da man über Felder läuft. Die Tore in Steinmauern und Wegweiser aus Holz weisen den Weg in Richtung Crook Hill. Wenn man daran vorbei ist, geht es auf der anderen Seite wieder hinab bis zum Weg, der am Ladybower Reservoir vorbeiführt. Man läuft über das Aquädukt und zurück nach Yorkshire Bridge.

Bamford Edge

Es ist wahrscheinlich der Ort im Peak District, den man am häufigsten auf Instagram findet: Bamford Edge bei Sonnenuntergang. Als Charlie in der Unterkunft fragte, wie man am besten dort hoch käme, um den Sonnenuntergang zu sehen, wurde ihr gesagt, dass Sie einfach auf Instagram schauen und sich den Weg sparen könnte. Das reicht ihr allerdings nicht. Sie wollte es mit ihren eigenen Augen sehen und mit ihrer eigenen Kamera ein Bild machen.

Vom Yorkshire Bridge Inn ging es 45 Minuten lang die New Road hoch, durch ein Tor und dann zum höchsten Punkt. Es geht die ganze Zeit bergauf mit unterschiedlicher Neigung. Die meisten Besucher fahren die New Road hoch und parken am Tor. Von dort aus sind es 10 bis 15 Minuten hinauf. Am besten trägt man Wanderschuhe, denn der Weg ist sehr uneben und besteht aus sumpfigem Boden und Felsen. Alles, worauf man tritt, ist entweder harter Stein oder weicher Grund. Von jedem Punkt entlang der Route sieht man den Sonnenuntergang. Wenn man bis ganz nach vorn oben läuft, hat man auch einen Ausblick über das Ladybower Reservoir. Es ist keine Überraschung, dass es einer der meistbesuchten Orte zum Sonnenuntergang ist.

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