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Mit dem Rad unterwegs in Hossegor

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ebike in Barbados

Mit dem Rad unterwegs in Hossegor

Charlie leiht sich ein E-Bike aus

Hossegor an sich ist keine große Stadt, aber es erstreckt sich doch ganz schön weit und die Entfernungen sind mitunter groß. Charlie war in Carwyn‘s Surfhouse in Seignosse untergebracht. Es lag einen Ort weiter. Carwyn fährt seine Gäste gern zum Strand, aber Charlie wollte doch etwas mehr Unabhängigkeit. Taxis sind in Hossegor so gut wie nicht existent. Es gibt sie, aber sie gehen oft nicht einmal ans Telefon.

Am ersten Tag des Surfwettbewerbs fuhr Charlie mit dem Fahrrad zum Strand. Carwyn hatte immer eines da, was man sich ausborgen konnte. Es waren 7km mit einigen Hügeln, die es auf und ab ging, und Charlie hatte ihre Kamerausrüstung auf dem Rücken. Es gibt fast überall gute Radwege (sie heißen “voie verte”), aber es war trotzdem keine angenehme Reise. Auf ihrem Weg zurück zum Surfhouse wurde sie von einem anderen Radfahrer überholt. Er war auf einem E-Bike. Warum war Charlie nicht früher darauf gekommen?

Les Vélos de Pilou

Zurück im Surfhouse schaute Charlie nach, ob man sich irgendwo in der Nähe ein E-Bike ausleihen konnte. Es gab einen Verleih, der von Carwyn’s Surfhouse zu Fuß zu erreichen war. Wenn nicht, hätte er sie sicher gefahren, aber so war es perfekt. Der Fahrradverleih Les Vélos de Pilou war mitten in Seignosse und leicht zu finden. Der Verkäufer war sehr freundlich und erklärte alles detailliert: wie man es an- und ausschaltet, wie man die Batterie wieder auflädt, wie man das Licht einschaltete usw. Er bot auch zusätzlich einen Korb an für 1€ mehr pro Tag. Ein Fahrradschloss war im Preis enthalten. Charlie spricht Französisch, wodurch die Verständigung kein Problem war. Er hätte aber sicher auch auf Englisch helfen können.

Dies sind die Preise für ein E-Bike im Verleih (Stand: Oktober 2021):

Dauer Preis
Halber Tag 22.00 €
1 Tag 28.00 €
2 Tage 57.00 €
3 Tage 72.00 €
5 Tage 97.00 €
14 Tage 179.00 €

 

Charlie konnte nun den Rest der Woche ganz entspannt zum Strand fahren.

Besonderheiten beim Fahren eines E-Bikes

Es unterscheidet sich gar nicht so sehr von einem normalen Fahrrad, aber man muss sich an ein paar Kleinigkeiten gewöhnen. Im Grunde verstärkt das Fahrrad die Leistung des Fahrers. Man muss trotzdem in die Pedale treten, wobei das Fahrrad ein bisschen mehr Stoff dazugibt. Das E-Bike, das Charlie hatte, hatte 5 Stufen. Je höher die Stufe, desto mehr Kraft fügt das Rad hinzu. Zusätzlich hatte das Rad 3 Gänge, die genauso funktionieren, wie bei einem normalen Fahrrad.

Woran man sich gewöhnen muss, ist die Kraft, die das Fahrrad auf jeder Stufe und in jedem Gang hinzufügt. Vor allem, wenn man an einer Kreuzung langsamer wird, sollte man auch die Stufe herunterschalten, sonst wird man beim Anfahren und Abbiegen zu schnell. Wenn man doch vergisst, eine niedrigere Stufe einzustellen, sollte man mit weniger Kraft in die Pedale treten. Wenn man daran noch nicht gewöhnt ist, fährt man womöglich zu schnell um die Kurve und lernt fliegen. (Probiert das bitte nicht aus!)

Das Fahrrad ersetzt nicht die Leistung des Fahrers, es fügt nur etwas hinzu. Es ist kein Moped. Wenn man aufhört zu treten, wird das Fahrrad sofort langsamer. Es fühlt sich was so an, als würde das E-Bike den Fahrer belehren: Wenn der Fahrer aufhört, hört auch das Fahrrad auf. Andererseits fährt es auch ein wenig schneller als ein normales Fahrrad. Ohne außergewöhnliche Anstrengung radelte Charlie durchschnittlich 25km/h. Mit einem normalen Rad kann man ebenso schnell fahren, müsste sich aber wesentlich mehr ins Zeug legen. Ein Helm ist wärmstens zu empfehlen und man sollte sich auch an die zusätzliche Kraft gewöhnen, bevor man sich in den Straßenverkehr begibt. Natürlich sollte man auch darauf achten, dass die Batterie immer aufgeladen ist. Man lädt sie auf die gleiche Weise wie auch den Akku eines Laptops: Einfach Kabel in die Steckdose!

Radeln rund um Hossegor

In der Gegend um Hossegor gibt es viele Radwege. Sie heißen auf Französisch “voie verte“, die grüne Spur“. Dementsprechend sind sie grün. Außerdem sind sie mit Verkehrszeichen versehen und gut Instand gehalten. Die Autofahrer sind auch sehr zuvorkommend und lassen Radfahrer oft vor. Es kann allerdings schwierig sein, die richtige Route zu finden. Die Straßen rund um Hossegor sehen alle gleich aus und man verfährt sich schnell. Einmal am Kreisverkehr falsch abgebogen und man landet auf der völlig falschen Seite. Google Maps funktioniert (abgesehen von ein paar Funklöchern), aber es kennt die Radwege nicht und führt auch Radfahrer die gleiche Strecke entlang wie Autos. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

Charlie hatte viel Spaß, zwischen Seignosse und Hossegor zu radeln, und war etwas nostalgisch als sie das Fahrrad am Ende der Woche wieder zurückbrachte. Mit ihrem normalen Fahrrad in London wird es nie mehr so sein wie zuvor!

Häufig gestellte Fragen

Muss man ein E-Bike aufladen?

Ja, man muss die Batterie eines E-Bikes aufladen. Das geht genauso wie das Aufladen eines Laptops: Einfach an die Steckdose anschließen.

Kann man ein E-Bike auch fahren, wenn die Batterie leer ist?

Man kann ein E-Bike auch noch fahren, wenn die Batterie leer ist, aber es lässt sich schwerer treten, da die Batterie zusätzliches Gewicht ist.

Ist es schwierig, ein E-Bike zu fahren?

Es ist nicht schwierig, aber man muss sich daran gewöhnen. Das Fahrrad verstärkt die Kraft des Tretens und es beschleunigt schneller als ein normales Fahrrad.

Wie lang hält die Batterie eines E-Bikes?

Das hängt vom Modell und vom Fahrstil ab. Charlie legte täglich 14 km damit zurück und musste es in 9 Tagen nur einmal aufladen. Man sieht auf dem Display, wie viel Akku noch übrig ist.

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