Ankunft in Costa Rica
Von San José nach Monteverde
Nach einem 11-stündigen Flug von Paris nach Costa Rica kam Charlie an einem Dienstag um 19 Uhr abends (Ortszeit) in San José an. Die Pension, die sie für die erste Nacht in Flughafennähe gebucht hatte, bot einen kostenlosen Shuttleservice an und das war auch gut so. Costa Rica gilt als das sicherste Land in Lateinamerika. Diese Regel gilt allerdings nicht für die Hauptstadt und die Gegend um den Flughafen. Man sollte auf jeden Fall nicht im Dunkeln allein herumlaufen.
Die Pension bietet eigentlich nur den Shuttle von und zum Flughafen an, aber sie machten für Charlie am nächsten Morgen eine Ausnahme und brachten sie zur Haltestelle für den Bus nach Monteverde. Charlie hatte keine Ahnung, wo die Haltestelle war und es stand auch nicht auf dem Ticket. Sonst hätte sie wahrscheinlich gar nicht erst an der Rezeption gefragt.
Als sie dann auf den Bus wartete, ergab sich das erste Problem und es zeigte, wie schlechte sie vorbereitet war. Ihr Busticket war in ihren E-Mails und sie hatte in Costa Rica kein Netz. Was konnte sie jetzt machen?
Auf der anderen Straßenseite war eine Tankstelle und Charlie ging hinüber, um zu fragen, ob sie deren Wlan kurz nutzen könnte. Sie erlaubten es ihr. Charlie war sehr froh, dass sie Spanisch sprach.

Busfahrt nach Monteverde
Charlie hatte ihr Ticket mit Transmonteverde online gekauft und es zeigte 6.30 Uhr. Sie hatte bereits bei einigen anderen Bustickets, die sie im Voraus gekauft hatte, bemerkt, dass die Uhrzeit auf dem Ticket häufig die Zeit ist, wo der Bus an der ersten Haltestelle losfährt, nicht die Uhrzeit, wann er an einer bestimmten Haltestelle sein wird. Geduld war gefragt.
Der Bus kam um 7.10 Uhr und zum Glück rief ein Mann laut das Reiseziel. Sonst hätte Charlie den Bus gar nicht bemerkt. Es war ein Bus wie alle anderen auch. Charlie hatte erwartet, dass „Transmonteverde“ daraufstehen würde.
Die ersten zwei Stunden der Fahrt ging es über die Autobahn und der Verkehr bewegte sich schnell. Dann machten sie eine Pause an einem Restaurant und Charlie war überrascht, als sie den Namen „Vista Mar“ (Meeresblick) las. War das ein Witz? Als sie sich umdrehte, sah sie, dass man tatsächlich in der Ferne den Golf von Nicoya sehen konnte. Die Strecke hatte sie in Richtung Küste geführt und von dort aus wieder ins Landesinnere. Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass die Ausblicke von nun an mit jeder Minute besser wurden. Es ging hoch in die Berge.
Von dort wurden die Straßen schmaler und der Verkehr bewegte sich langsamer. Charlie bemerkte plötzlich, dass man die Fenster öffnen konnte. Das war für einen Reisebus ungewöhnlich, kam ihr aber sehr gelegen. Sie holte die Kamera heraus und betrachtete die Landschaft durch die Linse.
Ankunft in Monteverde
Die Ortschaft Monteverde war leicht zu erkennen, da sie durch große Straßenschilder an der Straße angekündigt wurde. Plötzlich waren dort auch viele Häuser. Sie stieg am Busbahnhof aus und es war eine interessante Erfahrung, dass sie ihren Weg zur Unterkunft ohne Internet auf dem Handy finden musste. Dieses Mal hatte sie einen Screenshot von der Buchungsbestätigung gemacht und fragte sich damit durch den Ort.
Sie checkte ein, ging Mittagessen und kaufte sich eine Sim-Karte, um das Internetproblem zu lösen.