Die Great Ocean Road
Ein Tagesausflug von Melbourne
Es ist eine der schönsten Küstenstraßen der Welt und zieht jährlich viele Besucher an. Charlie konnte Australien nicht verlassen, ohne die Great Ocean Road entlanggefahren zu sein. Sie fand eine Tour, die in Melbourne begann und endete, und die Route von hinten her abfuhr. Das war eine gute Idee, um der Menschenmenge zu entweichen. Los ging es am Bahnhof Flinders Street um 6.30 Uhr morgens. Das war sehr früh, war aber notwendig, um alles an einem Tag zu sehen.

Die Küste der Schiffswracks
Nach einem ersten Stopp an einer Bäckerei in der Stadt Colac zum Frühstück, war das erste Ziel entlang der Great Ocean Road an den Gibson-Stufen und der Kalkstein-Küste, die auch Küste der Schiffswracks genannt wird. Die Treppe war abgesperrt, da sie nicht mehr besonders standhaft ist. Der Ausblick über die Küste war von oben her sowieso besser.

Der nächste Halt war an der Lock-Ard-Schlucht für eine kurze Küstenwanderung. Charlie blieb allerdings im Kleinbus sitzen, denn sie hatte die Tour mit einem Helikopterflug gebucht. Sie brauchte nicht traurig sein, dass ihr die Küstenwanderung entging. Sie sah die gesamte Küste der Schiffswracks und die berühmte Felsformation der 12 Apostel aus der Vogelperspektive. Das Wort spektakulär ist nicht mal annähernd zutreffend für den Ausblick, den sie hatte.

Nach Tieren Ausschau halten
Der nächste Halt war keiner dieser traditionellen Halte, um die Küste zu sehen. Hier ging es darum, Kängurus zu sehen. In der Nähe des Princetown Campingplatzes zeigten sich tatsächlich welche in freier Wildbahn. Der Fahrer und Tourguide wusste, dass sie sich an diesem Platz regelmäßig zeigten. Er war überrascht, dass sie nicht näher dran waren. Sie waren trotzdem gut zu sehen und zumindest waren sie in freier Wildbahn, nicht in einem Zoo oder Tierpark.
Später am Tag waren sie noch an einer anderen Stelle, um Tiere zu sehen. Dieses Mal ging es um Koalas und sie sahen sie hoch oben in den Bäumen in einer Seitenstraße abseits der Great Ocean Road.

Die grüne Küste
Nach der Kalksteinküste kamen sie als nächstes zur grünen Küste. Charlie fand später heraus, warum dieser Name genau zutreffend ist für diesen Teil der Great Ocean Road.
Die Tour führte in den Great Otway Nationalpark, zum Maits Rest Rainforest Walk. Charlie hatte nicht einmal erwartet, an diesem Tag einen Regenwald zu sehen. Und es war tatsächlich einer! Direkt am Wegrand waren Farne jeglicher Größe und riesige Baumstümpfe.

Die Surfküste
Der dritte Abschnitt dieser umgekehrten Tour der Great Ocean Road war die Surfküste. Die Gruppe machte in Apollo Bay Mittagspause und Charlie gönnte sich nach dem Essen noch einen Kaffee am Strand. Die Wellen waren dort klein an jenem Tag. Nur eine Gruppe an Kindern übte Pop-Ups.

In anderen Buchten, an denen sie an der Great Ocean Road vorbeikamen, waren die Wellen etwas größer. Charlie sah ein paar Surfer in Lorne und in einigen der anderen Buchten. Die Gruppe hielt an zwei Aussichtspunkten, Cape Patton Lookout und Teddy’s Lookout, um diesen Teil der Küste aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

Vom Ende und vom Anfang
Der letzte Stopp dieses Tagesausflugs war am Memorial Arch. Er steht zum Gedenken an die Kriegsveteranen, die die Great Ocean Road erschufen und erinnert Besucher daran, dass die gesamte Strecke ein Kriegsdenkmal ist.

Vom Memorial Arch aus ging es für die Gruppe zurück in Richtung Melbourne und sie fuhren an Anglesea vorbei. Sie fuhren nicht nach Torquay, wo der offizielle Beginn der Great Ocean Road ist. Charlie war ein paar Tage später dort; nicht wegen der Great Ocean Road, sondern wegen des Australian National Surfing Museums und Bells Beach.