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Sunset in the mountains of Madeira

Nomadcruise

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View of the outdoor pool on the cruise ship at sunrise

Nomadcruise

Einmal über den Pazifik

Auf Konferenzen, Festivals und anderen Zusammenkünften hatte Charlie schon mehrfach von dieser Kreuzfahrt für digitale Nomaden gehört. Allerdings hatten die Daten und Routen bisher nie für sie gepasst. Das sollte sich mit der Nomadcruise 15 ändern. Dieser Trip zum 10-jährigen Jubiläum war ein Jahr im Voraus angekündigt worden und Charlie hatte für diese vier Wochen noch nichts geplant. Außerdem ging es von Seattle nach Sydney und sie wollte schon immer mal nach Australien. Zudem hatte sie für den Monat vor der Kreuzfahrt eine Konferenz in Kalifornien und eine weitere in Melbourne nur drei Wochen nach Ankunft in Sydney. Das passte perfekt und sollte scheinbar so sein.

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Die Route: Von Seattle nach Sydney

Die Route war ein weiterer guter Grund, diese Kreuzfahrt mitzumachen. Charlie würde mit so wenig Jetlag wie möglich in Australien ankommen und es ging an ein paar andere Orte, die sie sowieso mal sehen wollte: drei Inseln in Hawaii und zwei in Fiji. Die Tage in Samoa und Vanuatu waren noch ein kleiner Zusatz. Für all diese Reiseziele hatte das Team von Nomadcruise Ausflüge organisiert, die man ein paar Wochen vor Abreise online buchen konnte. Natürlich wurde man zu nichts gezwungen und man konnte auch jederzeit sein eigenes Ding machen. Für Charlie war es sinnvoll, die Ausflüge für die Landtage zu buchen, denn sie wollte sich nicht darauf verlassen, jemanden zu finden, der ein Auto mieten würde und einen Platz für sie hätte. Sie bemerkte später, dass viele der anderen Nomadcruisers sich bereits kannten und im Voraus schon Pläne gemacht hatten, gemeinsam ein Auto zu mieten. Als jemand, der neu in der Community war, war das für Charlie nicht möglich. Die Alternative wäre gewesen, Andere geführte Touren zu buchen, warum also nicht gemeinsam mit der Nomadcruise Community?

Ein Besuch auf Hawaii

Für das erste Reiseziel, Oahu, war eine Bustour um die ganze Insel geplant und leider durften Busse an viele Orte, die Charlie gerne hatte sehen wollten, z.B. den berühmten Surfspot Pipeline, nicht fahren. Das war kein Nomadcruise-spezifisches Problem. Mit anderen Bustouren hätte sie das gleiche Problem gehabt und es waren an diesem Tag sowieso keine Wellen da.

Für den zweiten Tag in Oahu war ein Segelausflug zum Sonnenuntergang geplant und Charlie hatte den ganzen Tag Zeit für andere Dinge. Der Hafen, wo das Kreuzfahrtschiff angelegt hatte, war in der Hauptstadt Honolulu und nicht weit vom Surfspot Waikiki Beach. Auch an diesem Tag waren keine Wellen da und Charlie lieh sich stattdessen ein Stand-Up-Paddleboard aus und konnte so zumindest die Skyline der Stadt vom Wasser aus sehen.

Surfing in Oahu: Waikiki and Haleiwa Oahu Oahu Oahu

Das zweite Reiseziel auf Hawaii war die Insel Maui. Die Tour, die dort geplant war, war die sogenannte „Straße nach Hana“ und dieses Mal war es kein Bus, sondern mehrere Autos für jeweils bis zu 7 Personen. Größere Fahrzeuge hätten bei diesen Kurven wohl auch Schwierigkeiten gehabt. Die Natur auf Maui, von tiefem Grün bis zu roten Sandstränden, war beeindruckend. Da sie die Tour über Nomadcruise gebucht hatte, wusste sie nicht genau, wo sie halten würden. Sie war überglücklich, dass der erste Stopp an einem Surfspot, Ho’okipa, war. Die Wellen waren an diesem Tag gut und es waren auch erfahrene Surfer im Wasser. Sie hatte die Kamera dabei und während die anderen hinunter zum Strand liefen, um Schildkröten zu sehen, nutzte sie die 20 Minuten, um Fotos von Surfern zu machen.

Surfing in Maui: Ho'okipa Maui Maui Maui

Das dritte Reiseziel in Hawaii war Kauai am darauffolgenden Tag. Es gab an diesem Tag zwei Touren mit Nomadcruise: eine Bustour über die Insel und einen Rundflug zur Napali-Küste. Charlie buchte den Flug und das war genau die richtige Entscheidung. Es standen bei der Buchung mehrere Uhrzeiten zur Verfügung und Charlie hatte einen Slot am Nachmittag gewählt. Sie hatte dafür keinen bestimmten Grund, aber es stellte sich als gute Entscheidung heraus. Während des Vormittags hatten die anderen wegen der Wolken nicht viel gesehen. Gegen Mittag hatte sich der Himmel aufgeklart und sie hatten den besten Ausblick. Zudem bedeutete das, dass Charlie am Vormittag Zeit hatte, etwas Arbeit aufzuholen von einem Café mit guter Internetverbindung. Nach mehr als einer Woche war das mehr als nötig.

Kauai Kauai

Die Aufenthalte und Ausflüge in Hawaii waren gut, um einen Überblick und ein Gefühl für die Inseln zu bekommen, aber Charlie hatte nicht genug Informationen, um Blogposts über all diese Orte zu schreiben. Deshalb ist diese Zusammenfassung der Kreuzfahrt alles, was es hier momentan zu Lesen gibt.

Samoa

Nach ein paar weiteren Seetagen legte das Schiff in Samoa an. Die Tour war auch hier ein Busausflug über die Insel. Dieses Mal würden sie nicht über Nacht bleiben und hatten nur 7 Stunden auf der Insel. Eine Tour per Bus war die beste Möglichkeit, in so kurzer Zeit die Insel zu sehen. Charlie genoss die Wasserfälle und Schwimmstellen, aber sie bemerkte bei dieser Gelegenheit auch, dass Kreuzfahrten wohl nichts für sie waren. Sie blieb gerne etwas länger an neuen Orten und lernte sie richtig kennen. In Samoa hatte sie nur die Touristen-Hotspots gesehen. Sie hatte kein Geld umgetauscht, außer den Tourguides mit keinen Einheimischen gesprochen und auch keine Postkarte für ihre Sammlung gekauft. Es fühlte sich an, als wäre sie gar nicht da gewesen. So ist das wohl bei Kreuzfahrten und das war wohl einfach nicht ihre Art zu Reisen.

Samoa Samoa

Fiji: Savusavu

Nach ein paar weiteren Seetagen legte das Schiff in Fiji an und es standen weitere Ausflüge auf dem Plan. Der erste Stopp war auf Savusavu und sie schnorchelten vor der Küste. Dieser Landtag war schon dadurch aufregend, weil sie mit Booten an Land gebracht wurden. Das Schiff konnte nicht direkt an der Küste anlegen und Charlie war zum ersten Mal auf einem Tenderboot.

Savusavu

Fiji: Lautoka

Der erste Tag im Hafen von Lautoka war ein Ausflug zu einer kleinen Insel, die man in 20 Minuten umrunden konnte. Dort waren ein Beach Club und es standen verschiedene Aktivitäten am Strand und im Wasser zur Verfügung. Charlie hatte in den USA eine gebrauchte Gitarre gekauft und gemeinsam mit den anderen hatten sie bereits ein paar Abende auf dem Schiff gemeinsam Musik gemacht. Charlie hatte mit einem der anderen nomadischen Musiker abgemacht, die Gitarre zum Inselausflug mitzubringen und sie machten gemeinsam am Strand Musik. Das war einer ihrer Lieblingsmomente während der Reise.

Malamala Beach Club

Castaway Tour in Fiji Castaway Tour in Fiji Castaway Tour in Fiji

Fiji: Suva

Der zweite Tag in Lautoka war ein Schnorchelausflug und zum Mittagessen ging es an den berühmten Strand, an dem der Film „Cast Away – Verschollen“ gefilmt wurde. Über Nacht fuhr das Kreuzfahrtschiff dann zur anderen Seite der Insel und legte in der Hauptstadt von Fiji, Suva, an. Der Ausflug an diesem Tag war etwas Anderes als die Strandaktivitäten, an die sich alle gewöhnt hatten. Sie nahmen einen Bus zu einem traditionellen Dorf und fuhren in Kajaks den Fluss hinauf zu einem Wasserfall. Es war ein echtes Abenteuer, nicht nur wegen der atemberaubenden Natur, sondern auch wegen des starken tropischen Regens, der auf die Gruppe hinabfiel. Einige Teilnehmer blieben nach dem Mittagessen und der traditionellen Zeremonie im Dorf im Trockenen; Charlie genoss den warmen, tropischen Regen in vollen Zügen.

Waterfall Tour in Fiji Waterfall Tour in Fiji Waterfall Tour in Fiji

Vanuatu

Das letzte Reiseziel auf der einmonatigen Pazifiküberquerung war Mystery Island in Vanuatu. Erneut ging es mit Tenderbooten an Land und alle konnten diese kleine Insel erkunden, die nur, wenn Kreuzfahrtschiffe anlegten, zum Leben erwacht. Charlie dachte sich, dass es eine clevere Art ist, die Touristen von der Hauptinsel fernzuhalten, indem man sie einfach auf einer unbewohnten Insel absetzt. Diese Insel aber war wunderschön. Die Einheimischen waren nach Mystery Island gekommen, um Massage-Tische, Bars und Restaurants und einen Markt zum Souvenirshopping aufzubauen. Charlie schaffte es zweimal um die Insel, einmal zu Fuß und dann mit einem Stand-Up-Paddleboard. Das Wasser dort war so klar, dass es vom Board aus fast besser war als beim Schnorcheln und Charlie hatte den perfekten Blick auf die Korallen und die vielen bunten Fische.

Mystery Island in Vanuatu Mystery Island in Vanuatu

Schon vorm Frühstück hatte Charlie vom Balkon ihrer Kabine aus die Landschaft von Vanuatu bestaunt und für einen kurzen Augenblick hatte sie sogar darüber nachgedacht, auf dem Schiff zu bleiben und einfach den Ausblick zu genießen. Das war wahrscheinlich der schönste Ort, den sie jemals gesehen hatte.

Drei Tage später kamen sie in Sydney an und Charlie würde von nun an wieder eigene Wege gehen. Das war der Beginn einer ganz anderen Art von Reise: Ein Surftrip an der Küste Australiens entlang.

Cruiseship arrival in Sydney

Das Programm von Nomadcruise

Die Kreuzfahrt und die ganzen Inseln, auf denen sie anlegten, waren Teil einer normalen Kreuzfahrt und nicht exklusiv für Nomadcruise. Das, was es exklusiv machte, war das Programm an Bord. Man könnte es als Konferenz auf Hoher See beschreiben. Von Marketing-Präsentationen zu geschäftlichen Insights und Workshops zum Thema Liebe und Partnerschaft für digital Nomaden war jegliches Thema abgedeckt. Es war ein volles Programm, manchmal sogar etwas zu voll. Zwischen Vorträgen und spaßigen Community-Aktivitäten war kaum Zeit für Arbeit. Einige der Nomadcruisers hatten sich sogar freigenommen, um das Programm voll und ganz auszukosten. Charlie wollte beides und musste sich somit oft entscheiden, womit sie ihre Zeit verbrachte. Zwischen Yoga und Tanzen, Unterhaltungen im Whirlpool und Silent Discos, Breathwork und Pickleball, schaffte es Charlie tatsächlich, ihre Arbeit zu erledigen mit viel Disziplin und frühem Aufstehen.

Nomadcruise community and talks

Workplace setups on the cruise ship

Networking bei Tisch

Die Konferenz und die Vorträge waren nicht der Grund, warum Charlie sich dieser Community anschloss. Für sie ging es mehr um Networking und neue Bekanntschaften. Während der ersten 10 Tage hatte sie es sich zur Regel gemacht, zu jeder Mahlzeit mit anderen Leuten am Tisch zu sitzen. Es durfte nur eine Person dabei sein, mit der sie zuvor schon geredet hatte. Das hatte sehr gut funktioniert und sie würde sagen, dass sie zum Ende der Kreuzfahrt mit fast allen in der Community (ungefähr 200 Leute) mindestens einmal gesprochen hatte.

Eine weitere gute Gelegenheit für Networking waren die Community-Spaziergänge auf Deck 3. Charlie war aufgefallen, dass sie automatisch schon ungefähr 8000 Schritte am Tag auf dem Schiff machte. Das war aber wesentlich weniger als für gewöhnlich. Zum Glück hatte einer der anderen Nomadcruiser einen täglichen Spaziergang organisiert, der alle in Bewegung bringen sollte.

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Cruiseship

Abende auf Hoher See

Auch die Abende waren für gewöhnlich voll ausgeplant. Und wenn nichts geplant war, dann gab es spontane Spiel- oder Musikabende. Ansonsten waren es Themenparties, Filmabende, Talent-Shows und Open-Mic-Nights. Auch Zusammenkünfte in den verschiedenen Bars während und nach der Happy Hour waren nicht selten und mehr als einmal war Charlie froh darüber, eine Kabine mit Balkon zu haben, auf dem sie sich zurückziehen konnte. Das Programm war überwältigend und zum Glück war es Charlie gelungen, sich hin und wieder herauszunehmen.

Sunsets at sea

Gemeinschaftlich auf Reisen

Charlie war es gewohnt, allein zu reisen und unterwegs Bekanntschaften zu machen. Mit einer Gruppe von 200 Leuten auf begrenztem Raum und mit vollem Programm zu reisen, war neu für sie. Ihr wurde schnell bewusst, dass sie Grenzen setzen und sich hin und wieder zurückziehen musste. Es gefiel ihr, die Möglichkeit zu haben, Andere zu treffen und an Aktivitäten teilzunehmen, wann immer ihr danach war. Es gab keinen Zwang, mitzumachen.

Neben dem offiziellen Programm gab es auch viele zusätzliche Events, die von der Community organisiert wurden. Auch die Tage, an denen keine Vorträge geplant waren, waren voller Meetups zu verschiedenen Themen. Es war beeindruckend, wie viel alle an die Community zurückgaben.

Die schönsten Momente

Vier Wochen sind eine lange Zeit und sowohl an Bord als auch an Land entstanden viele schöne Erinnerungen. Charlie wird sie immer im Herzen behalten, besonders die Musik-Sessions am Strand und die Surf-Fotos aus Maui. Ein besonderer Moment war die Nacht in Honolulu. Alle waren gemeinsam in einer Rooftop-Bar in der Stadt und durch Zufall kehrten viele der Nomadcruiser zur gleichen Zeit aufs Schiff zurück und kamen für einen Late-Night-Snack im Restaurant wieder zusammen. Zu dieser späten Stunde waren sie die einzigen im Restaurant und sie saßen alle zusammen im gleichen Bereich, über mehrere Tische verteilt. Dieser schöne, ungeplante Moment brachte sie alle etwas näher.

Charlie wird auch nie vergessen, wie einer der Mitreisenden vergeblich beim Abendessen versuchte, den Käse vom Nachbarteller zu stehlen, woraus dann ein Käse-Aufspieß-Wettbewerb wurde, Lachanfälle inklusive.

Fortsetzung folgt?

Charlie verabschiedete sich in Sydney von den anderen Nomadcruisern und reiste alleine an der australischen Küste weiter. Einige aus der Community trafen sich in Cairns wieder, um das 10. Jubiläum von Nomadcruise zu feiern. Es gibt diese Reise schon seit einem Jahrzehnt und sie ist in der Welt der digitalen Nomaden zur festen Institution geworden. Es sind bereits weitere Kreuzfahrten geplant und Charlie ist sich noch nicht sicher, ob sie wieder dabei sein wird. Es hängt von den Daten, den Routen und der Dauer ab. Eine kürzere Kreuzfahrt wäre bestimmt überwältigend. Wie sollte das ganze Programm in eine Woche oder 14 Tage passen? Die vierwöchige Kreuzfahrt war perfekt, um für alles genug Zeit zu haben: Arbeit, Vorträge, Reiseziele und Networking. Es war gut, so viel Zeit zu haben, um die anderen Nomaden kennenzulernen. Es ist wohl wahrscheinlicher für Charlie, eine andere lange Kreuzfahrt zu buchen als eine kürzere.

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