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San Diego

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Sunset at Coronado Island

San Diego

Großstadt mit Kleinstadt-Flair

San Diego war in mehrfacher Hinsicht eine Überraschung für Charlie. Diese Stadt in Kalifornien wird als Reiseziel unterschätzt und ist nicht so berühmt wie Los Angeles oder San Francisco. Aus diesem Grund hatte Charlie überhaupt keine Erwartungen und sie war positiv überrascht.

Es ist eine Großstadt, fühlt sich aber nicht so an. Es ähnelt eher einer Ansammlung von Dörfern, die zusammengewachsen sind und jedes seinen eigenen Charakter behalten hat. Öffentliche Verkehrsmittel sind in San Diego gut ausgebaut und die Stadt ist sehr sauber im Vergleich zu anderen Städten, in denen Charlie war.

Gaslamp Quarter

Das ist Charlies Meinung nach das Herzstück. Das Gaslamp Quarter hat historischen Charme, obwohl es zur sogenannten „New Town“ (Neustadt) gehört. Es wurde nach den Vorstellungen von Alonzo Horton erbaut, der keine schmalen Gassen wollte und die Anzahl der Straßenecken erhöhte, indem er die Blocks verkürzte. Aus diesem Grund sind die Entfernungen in diesem Stadtteil kürzer als man annehmen könnte.

Das Gaslamp Quarter ist ein lebhafter Teil von San Diego mit vielen Cafés, Bars und Restaurants. Wenn ihr Nachtleben wollt, dann ist das für euch.

Tagsüber sieht man hübsche Architektur, die in Teilen an New Orleans erinnert und in anderen Teilen an eine Industriegegend mit rotem Backstein.

Die Nähe zum Tagungszentrum, San Diego Convention Centre, machen das Gaslamp Quarter auch zum Geschäftsviertel und man findet viele Hotels für jegliches Budget.

Seaport Village und The Embarcadero

Das Gaslamp Quarter war in früherer Zeit das Rotlichtviertel durch die Nähe zur Küste und zum Hafen von San Diego. Die Geschäfte haben sich verändert, die Nähe zum Meer ist geblieben. Nur ein kurzer Spaziergang in Richtung Norden führt zum Seaport Village, einer Gegend am Ufer mit Restaurants und Geschäften.

Die Promenade lädt dazu ein, noch weiter gen Norden zu spazieren zum Embarcadero, wo man noch mehr Restaurants findet sowie auch die Kissing Statue und das Seefahrtsmuseum (Star of India). Die Statue ist eine riesige Darstellung des Fotos des Matrosen, der eine Krankenschwester nach Ende des Zweiten Weltkriegs am Times Square in New York küsst. San Diego ist eine Marinebasis und würdigt damit die Matrosen. Um die Statue gab es eine Kontroverse in neuster Zeit, denn der Kuss war nicht einvernehmlich. Trotzdem bleibt sie ein Symbol für San Diego.

Die Coronado-Halbinsel

Etwas weiter südlich vom Gaslamp Quarter ist die Brücke zur Coronado-Halbinsel. Haltet die Kameras bereit, wenn ihr sie überquert! Von der Brücke hat man einen herrlichen Ausblick zu beiden Seiten und bei schönem Wetter sieht man sogar die Berge Mexikos.

Als Coronado als Wohngebiet bebaut wurde, sollte es wie ein Dorf am Meer aussehen. Charlie kann bestätigen, dass dieses Ziel erreicht wurde. Vom Strand und dem berühmten Hotel del Coronado kann man lange Strandspaziergänge machen und bis zum Point Loma schauen. Nicht weit von dort findet man Restaurants, Geschäfte und Cafés, die Coronado zum perfekten Ausflugsziel für einen Tag am Meer machen. Neben dem Wohngebiet in Coronado ist eine große Marinebasis und man sieht mit Sicherheit Helikopter und andere Flugobjekte am Himmel.

Die Altstadt von San Diego

Wenn es eine „Neustadt“ gibt, dann wohl auch eine Altstadt. Die in San Diego hat eine Besonderheit, die man nirgends sonst findet. Die Altstadt sieht aus wie ein mexikanisches Dorf und ist ein State Historic Park. Sofort reist man durch die Zeit und wartet nur darauf, dass ein Cowboy aus dem Saloon kommt. Es gibt viele mexikanische Restaurants, Märkte und ein paar Museen. Das meistbesuchte ist das Whaley House, das als das Haus in den USA gilt, an dem es am meisten spukt.

Little Italy

Es gibt noch ein weiteres „Dorf“ in San Diego, das man besuchen sollte, vor allem, wenn man sich für Bauernmärkte interessiert oder einen netten Ort zum Abendessen sucht. Little Italy war ursprünglich ein kleines Fischerdorf und ist heute eine lebendige Gegend über 48 Blöcke mit Restaurants und Geschäften. Bei der Ausdehnung ist es das größte Little Italy in den USA. In den Restaurants findet man authentische italienische Küche und man spürt förmlich das Dolce Vita, wenn man durch die Fußgängerzone schlendert.

Balboa Park und der Zoo von San Diego

Ein Ausflugsziel in San Diego sollte man sich nicht entgehen lassen: Balboa Park. Er liegt sehr zentral und ist gut zu erreichen. Dort findet man mehrere Museen und den Zoo von San Diego. Charlie wurde empfohlen, mindestens einen Tag für den Zoo einzuplanen, besser noch zwei! Sie hatte keine Zeit, ihn zu besuchen und lief nur daran vorbei. Sie erkundete ein wenig die Umgebung und fand einen hübschen Rosengarten, einen Kaktusgarten und ein kleines Künstlerdorf.

Surfen in San Diego

Die Stadt erstreckt sich an der Pazifikküste entlang bis hin zu berühmten Surforten weiter nördlich wie Ocean Beach und San Clemente. Wenn ihr in San Diego surfen wollt, dann sind Pacific Beach und Mission Beach die besten Orte. Entlang der Hauptstraße sind viele Surfshops und man findet auch Unterkünfte direkt am Strand. Charlie kam im Hostel ITH Beach Bungalow unter und es gefiel ihr, zum Rauschen der Wellen aufzuwachen. Sie konnte die Surfer und sogar Delfine beim Frühstück, Mittag und Abendessen auf der Terrasse beobachten.

Entlang der Küste sind mehrere Beachbreaks und als Charlie Ende November dort war, waren die Wellen frühmorgens am besten. Obwohl die Vorhersage für den gesamten Tag gut aussah, war es am Nachmittag oft flach. Das Wasser ist kalt und man braucht einen Neoprenanzug. Charlie bekam nur einen 3,2-Millimeter-Anzug und hätte sich einen Millimeter mehr Neopren gewünscht. Einige Surfer waren barfuß, Charlie aber brauchte Neoprenschuhe bei der Wassertemperatur.

Einen Morgen sah sie sogar Delfine, als sie im Line-Up saß. Haltet die Augen offen, wenn ihr am Pacific Beach surft!

Dolphins at Pacific Beach in San Diego

Neben Surfverleih mangelt es auch nicht an Fahrradverleih und Charlie fand sogar ein Geschäft, das ihr für einen Nachmittag ein Carver Surfskate verlieh. Sie skatete an der Strandpromenade entlang bis zum südlichen Ende von Mission Beach. Für Charlie gibt es keinen besseren Weg, den Lifestyle Kaliforniens voll auszuleben.

La Jolla

Etwas weiter nördlich von Pacific Beach ist ein beliebtes Ausflugsziel: La Jolla. Charlie lieh sich ein e-Bike aus und es waren ungefähr 20 Minuten bis dorthin. Es ist ein Strand mit Höhlen, wo man auch Kayak-Ausflüge machen kann. Es ist zudem ein beliebter Ort für Robben und Seelöwen. Charlie hatte noch nie zuvor so viele an einem Ort gesehen. Man kann sogar mit ihnen schwimmen gehen.

Gut unterwegs in San Diego

In San Diego war es überraschend einfach, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Charlie brauchte nie mehr als 30 Minuten, um irgendwo hinzukommen. Es gibt Busse und eine Straßenbahn. In den Bussen kann man bar bezahlen, für die Bahn braucht man eine Pronto-Karte. Charlie hatte Schwierigkeiten, die Station zu finden, wo man das Ticket auf der Karte entwerten muss, bevor man in die Bahn einsteigt. Die Pronto-Karte gibt es als App und als echte Karte. Am einfachsten bekommt man die Plastikkarte an den Fahrscheinautomaten an den Straßenbahnhaltestellen. Geld darauf laden kann man am gleichen Automaten oder online.

Wenn ihr mit Amtrak nach San Diego fahrt, gibt es zwei Haltestellen im Ort: Santa Fe und Old Town. Santa Fe ist näher am Gaslamp Quarter, was die beste Gegend ist, um zu übernachten, wenn man San Diego erkunden will. Wenn ihr surfen wollt, dann ist Pacific Beach am besten. In diesem Fall solltet ihr in Old Town aussteigen.

San Diego hat zudem einen internationalen Flughafen, der ebenfalls sehr zentral liegt und gut zu erreichen ist.

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