Oxford
Charlie’s Akademische Reise zur Ältesten Universität
Charlies Ausflüge zum Blenheim Palace und nach Stratford-Upon-Avon führten Sie am Ende auch nach Oxford. Sie war nicht einfach nur auf der Durchreise, sondern blieb für eine Nacht. Charlie hatte zwei verschiedene Stadtrundgänge in Oxford geplant: Einen Geister-Rundgang am Abend und einen kostenlosen Stadtrundgang, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Oxford zu sehen. Sie übernachtete im Oxford Backpackers Hostel (wie ihr wisst übernachtet Charlie immer an Orten, wo sie andere Reisende trifft).
Rundgang in Oxford
Charlie hatte einen Platz für die Oxford Free Walking Tour mit Footprint Toursgebucht. Reiseführer an diesem Tag war James und es war mit mehr als 25 Teilnehmern eine sehr große Gruppe. Das war für einen Stadtrundgang ungewöhnlich.
Balliol und Trinity Colleges
Der Rundgang begann gegenüber des Balliol Colleges, wo James einen Querschnitt durch die Geschichte Oxfords lieferte. Da sich das Trinity College direkt neben Balliol befindet, war die Gelegenheit perfekt, über die Rivalität beider Schulen schon früh während der Tour zu sprechen. James erzählte von der Schildkröte Rosa, die das “schnellste, langsamste Tier in Oxford“ wurde und Balliols ganzer Stolz war bis sie eines Tages auf mysteriöse Weise verschwand. Eine weitere lustige Geschichte lieferten die drei Schafe, die Studenten des Balliol Colleges zum Grasen in die Gärten des Trinity Colleges gelassen hatten. Um dem ganzen noch eines oben drauf zu setzen, waren diese mit den Nummern 1,2 und 4 versehen worden, was dazu führte, dass die Studenten tagelang vergeblich nach der nicht-existierenden Nummer 3 suchten.
Auf dem Weg zu weiteren Universitätsgebäuden kam die Gruppe am Naturwissenschaftlichen Museum vorbei, das 1683 seine Türen geöffnet hatte und eines der ältesten in Europa ist. Die Tafel, auf der Albert Einstein schrieb ist dort noch zu sehen.

Das Sheldonian
Neben dem Museum befindet sich das Sheldonian Theatre, welches James eine weitere Gelegenheit für einen seiner Witze gab: Oxford ist der einzige Ort der Welt, wo man über Witze in toten Sprachen lacht. Das kommt euch vielleicht komisch vor, aber er bezog sich damit auf die jährliche Encaenia, einer Zeremonie für besondere Ehrungen, die vollständig auf Latein abgehalten wird.
Als sie nach rechts abbogen und hinter dem Sheldonian standen, fühlte sich Charlie plötzlich, als hätte man sie direkt in einen Harry-Potter-Film versetzt. James erklärte, dass die Divinity School als magischer Drehort für einige der Filme diente.
Die Seufzerbrücke
Die Tour führt die Gruppe dann zur Bridge of Sighs, deren eigentlicher Name Hertford Bridge ist, da sie zum Hertford College gehört. Sie legten eine kurze Pause ein, um ein Gruppenbild zu machen, für welches James versuchte, 30 Leute zur gleichen Zeit springen zu lassen, sodass es aussähe, als würden sie schweben. Charlie weiß nicht, ob das geklappt hat, aber es war lustig.
Ein Kleiner, ziemlich versteckter Durchgang neben der Brücke führt zur Turf Tavern, einem historischen Pub, in dem einige berühmte Persönlichkeiten wenig ruhmreiche Taten begingen. Wir wissen nicht, was Oscar Wild dort zu seiner Zeit trieb, aber wir wissen mit Sicherheit, dass Bill Clinton dort nicht gegen das Gesetz verstoßen hat, da er den Stoff nicht inhalierte.
Die Bodleian Library
Einer der letzten Haltepunkte war die Bodleian Library. Es ist eine Pflichtexemplarbibliothek, die von jedem veröffentlichten Buch eine Ausgabe hat. Aus diesem Grund ist eine Menge an Platz in den Regalen nötig, der unterirdisch geschaffen wurde. Sie beherbergt 13 Millionen Bücher und ungefähr 190 km an Regalen. Das würde sich Charlie gern einmal anschauen. Leider ist der Zutritt nur Studenten aus Oxford erlaubt, aber Charlie versucht einen Platz für eine der Bibliotheks-Touren zu ergattern, wenn sie das nächste Mal in Oxford ist.
Der letzte Stopp der Oxford Free Walking Tour war vor dem Hintereingang zum Brasenose College, wo man Charaktere aus den Chroniken von Narnia sehen kann. Diese Figuren sind dort, weil C.S.Lewis in Oxford studierte. Die Straßenlaterne vor dem Haus diente angeblich als Inspiration für die Laterne in Narnia.
Pause in einem der ältesten Cafés
Nach dem Rundgang brauchte Charlie eine Pause. Ein Freund hatte ihr empfohlen, eines der ältesten Cafés zu testen: The Queenslane Coffee House. Das machte sie auch. Das Café wurde 1654 eröffnet und behauptet, das älteste, durchgehend bewirtschaftete Café in Europa zu sein. Charlie kann nur bestätigen, dass es ein netter Ort ist mit einer guten Auswahl. Sie gönnte sich an diesem Nachmittag ein Stück Apfelkuchen.
Hostel-Nächte
Charlie übernachtete im Oxford Backpackers Hostel. Es liegt gegenüber dem Bahnhof und ist nur 5 Gehminuten vom Zentrum entfernt. Sie übernachtet auf ihren Reisen immer in Hostels, da es der einzige Ort ist, wo man andere Reisende trifft.

Eine Runde Cards Against Humanity
Sie saß an einem der Tische im Gemeinschaftsraum und sortierte die Fotos, die sie den Tag über gemacht hatte, als sie gefragt wurde, ob sie eine Runde Cards Against Humanity mitspielen wollen würde. Wie könnte sie das denn bitte ablehnen? Dieses Spiel machte immer sehr viel Spaß, aber sie hatte es noch nie zuvor mit Leuten gespielt, die sie nicht kannte. Das könnte interessant werden.
Für diejenigen unter euch, die es noch nie gespielt haben, es geht bei diesem Spiel um schwarzen Humor und das nicht zu knapp. Wenn man mit Freunden spielt, weiß für gewöhnlich jeder, wie weit er gehen kann, aber mit Fremden…da wird es interessant.
Wen Sie im Hostel kennen lernte
Charlie lernte Rob, Gabs, Rodrigo, John, James und noch einige andere kennen, deren Namen sie nie erfuhr, am Ende des Spiels aber dennoch recht gut zu kennen glaubte. Da auch das Bier nur so weiterfloss (obwohl die Bar eigentlich geschlossen hatte), zeigte im Laufe des Spiels jeder, welche Art Humor sich in ihm verbarg. Die Nacht endete mit einer Runde Billiard und Charlie fiel um 3 Uhr morgens ins Bett. Es war eine dieser Nächte, die es wert waren, Schlaf zu opfern und sie kann das Oxford Backpackers Hostel empfehlen, wenn man Leute treffen möchte. Die bequemen Betten und das Frühstück müssen hier gar nicht erwähnt werden.
In Oxford spukt es
In einer Stadt, die so alt ist, wie Oxford, gibt es auch ein paar Geistergeschichten zu erzählen und Charlie hörte diese während der Oxford Ghost Tour. Wenn ihr jemals die Magpie Lane herunterlauft und fühlt, wie sich jemand bei euch im Arm einhakt, dann ist es wahrscheinlich der Geist des jungen Mädchens, das zur Zeit des Bürgerkriegs unsterblich in einen Soldaten verliebt gewesen war. Sie hatte ihrem Leben ein Ende gesetzt als er verschwand und geistert bis zum heutigen Tag durch die Straße, in der sie lebte.
Die meisten Geistergeschichten haben natürlich etwas mit den Studenten der Universität in Oxford zu tun. So erfuhr Charlie von einer Studentin am Magdalen (ausgesprochen wird es „Madlyn“) College, die auf Latein aus dem Buch des Todes vorlas, ohne diese Sprache zu sprechen. Das College glaubte noch bis in die 1990er-Jahre an erfolgreichen Exorzismus.
Es geht nicht nur um Geister
Einige der Geschichten während der Oxford Ghost Tour sind aber doch eher menschlicher Natur und haben nicht viel Übersinnliches. Einer der Hauptakteure aber, wird sicher noch immer heimgesucht. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der klüger sein wollte, als die Professoren und während der Prüfung sein Recht auf ein Bier in Anspruch nahm, da dies so in den Regeln stand. Er bekam sein Bier, bestand aber die Prüfung nicht, da er nicht alle der Regeln befolgt und vergessen hatte, sein Schwert zur Prüfung zu bringen.
Wieder einmal konnte man während eines Stadtrundgangs etwas über Sprache lernen. In Stratford-Upon-Avon hatte Charlie von der Herkunft des „Froschs im Hals“ gelernt, nun war es der Ausdruck „stinkreich“. Es geht auf die Zeit der Tudors zurück, als die Reichen dafür bezahlten, unter der Kirche begraben zu werden anstelle des Friedhofs, wo ihre Knochen nach einiger Zeit entfernt werden würden. Leider wurde das Begräbnis oft nicht ordnungsgemäß durchgeführt und ein unangenehmer Geruch breitete sich in der Kirche aus. So schafften es die Stinkreichen ins heutige Vokabular.
Es waren nicht ganz zwei Tage, aber Charlie hatte einen sehr guten Eindruck von Oxford bekommen. Zum Glück ist es nicht weit von London und kann mit dem Bus gut erreicht werden. Der Oxford Tubefährt an der Victoria Station an jedem Wochentag alle 20 Minuten ab. Ein Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet 15£ pro Person. Charlie kann also jederzeit zurückkehren, um mehr von der Universitätsstadt zu erfahren.
Einige Ort sind fürs nächste Mal vorgemerkt. Sie möchte an einer Universitätstour teilnehmen und sich die Bodleian Library und das Ashmolean Museum von innen ansehen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kommt man nach Oxford?
Wenn ihr von London kommt, könnt ihr von der Victoria Station einen Bus oder Zug nehmen. Wenn ihr von woanders herkommt, dann gibt es auch eine direkte Busverbindung vom Flughafen Heathrow.
Was gibt es in Oxford zu sehen?
Es gibt eine Menge an Colleges und einen historischen Stadtkern. Am besten beginnt man mit einer Free Walking Tour, um einen Überblick zu bekommen und kann dann entscheiden, was man sich genauer ansehen möchte.
Wo kann man in Oxford übernachten?
Charlie empfiehlt das Oxford Backpackers Hostel, da sie dort eine tolle Zeit hatte, aber es gibt auch viele Hotels für jeden Geschmack und Geldbeutel.