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Ausflug nach Belem

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Tower of Belem

Ausflug nach Belem

Lissabon vom Wasser betrachtet

Nach dem Stadtrundgang in Lissabon, der Graffiti-Erkundungstour und einem Rundgang durch Alfama, war noch ein Ort übrig, den Charlie in Lissabon sehen musste: Belem, der Geburtsort des ersten Pastel de Nata.

Auf den Spuren der Seefahrer

Die Tour begann am Praça do Comercio in Lissabon. Der Name, Handelsplatz, geht auf die Zeit der Seefahrer und der Handelsrouten zurück, über die alle möglichen Produkte in die portugiesische Hauptstadt gelangten. Die Schiffe landeten hier und entluden die wertvolle Ladung. Sie wurden direkt an diesem Platz weitergehandelt.

Moderne Technik hatte es den Portugiesen ermöglicht, gegen den Wind zu segeln und da Vasco da Gama den Seeweg nach Indien gefunden hatte, hatte Portugal im 16. Jahrhundert enge Verbindungen nach Asien und Zugang zu Handelsgütern wie Gewürzen. Sie waren damals so wertvoll wie Gold.

Vom Praça do Comercio nahm die Gruppe ein Boot nach Belem. Sie fuhren unter der Brücke Ponte 25 de Abril durch und an der Christus Statue vorbei. Die Brücke sieht der Golden Gate Bridge in San Francisco sehr ähnlich. Das liegt daran, dass sie von den gleichen Architekten gebaut wurde, denn sie wussten, wie man in einer Erdbeben-Region eine Brücke bauen konnte.

Was es in Belem zu sehen gibt

Es gibt zwei historische Gebäude, die man sich in Belem anschauen sollte: Der Turm und das Kloster. Beide hatten das Erdbeben von 1755 überlebt und sind somit die letzten Bauwerke, die die Architektur von vor dem 18. Jahrhundert zeigen. Beide wurden im manuelinischen Stil erbaut, der gotische Architektur mit maurischen Einflüssen verbindet und nirgends sonst in der Welt zu sehen ist.

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Der Turm von Belem

Der Torre de Belem wurde zwischen 1514 und 1520 als Festung erbaut, die Lissabon verteidigen sollte. Seit 1983 gehört er zum UNESCO Weltkulturerbe und ist heute ein Museum. Charlie hat ihn nicht von innen gesehen, da während des Rundgangs durch Belem keine Zeit dafür war.

Bei Ebbe ist vor dem Turm ein kleiner Strand. Den Turm erreicht man über eine Holzbrücke. Direkt neben dem Strand sind ein kleiner Platz und ein Park. Straßenmusiker treten hier auf und man sieht häufig Picknicks im Gras.

Das Denkmal der Entdeckungen

Die Gruppe ging weiter zum Padrão dos Descobrimentos direkt am Flussufer. Dieses Denkmal erinnert an die Seeleute und vor allem an Heinrich den Seefahrer, der die Welt erkundete und auf dem Weg nach Indien Handelshäfen einrichtete, die Portugal zur Renaissance reich machten. Das Denkmal hat die Form einen Schiffbugs und zeigt, wer für gewöhnlich an Bord zu finden war: Seefahrer, Segler, Mönche, Soldaten usw.

Vor dem Denkmal der Entdeckungen sieht man eine Weltkarte im Boden, die zeigt, welche Teile der Welt damals zu Portugal gehörten. Oben auf dem Denkmal ist eine Aussichtsplattform.

Neben dem Denkmal und am Flussufer sind zahlreiche Restaurants und Imbissstände. Es gibt auch eine Promenade, über die man zu Fuß oder mit einem Roller, den man überall in Lissabon mieten kann, wieder in die Innenstadt zurückkommt.

Das Hieronymitenkloster

Hinter dem Denkmal der Entdeckungen liegt das Mosteiro dos Jerónimos, wo die Grabstätten von Vasco da Gama, Luis de Camoes und vieler portugiesischer Könige sind. Der Bau des Klosters begann im Jahr 1501, war aber erst im 17. Jahrhundert vollendet. Seit 1983 ist es ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe. Die Kirche kann man kostenlos besichtigen, für das Kloster bezahlt man 10€ Eintritt. An diesem Ort hielten die Entdecker den letzten Gottesdienst ab und beteten, bevor sie an Bord eines Schiffes gingen.

Pasteis de Belem

Neben der Kathedrale sind ein Café und eine Bäckerei mit blauen Sonnensegeln und einer langen Schlange: Hier wird der Pastel de Belem verkauft. Es ist der original Pastel de Nata, den die Mönche in Belem machten. Die längere Schlange ist für das Café, die kürzere Schlange ist für die, die sich nicht setzen, sondern nur ein Küchlein kaufen wollen. Charlie musste natürlich einen probieren. Zum Pastel bekommt man zwei kleine Tütchen, eines mit Puderzucker und eines mit Zimt. Das Küchlein war noch warm und eindeutig das Beste, was sie in Portugal probiert hat. Wenn euch die Denkmäler und Bauwerke nicht überzeugen, dann macht der Pastel Belem auf jeden Fall zu einem Muss, wenn man in Lissabon ist.

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