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Charlie at Monteverde Cloud Forest

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Cloud Forest, Kaffeeplantagen und Dschungelnächte

Charlie verbrachte auf ihrer Reise durch Costa Rica zwei Tage in Monteverde und, um ehrlich zu sein, gibt es dort genug zu sehen, dass man eine ganze Woche füllen könnte: von Ziplining bis Reiten, Schmetterlingsgärten, Fledermaus-Reservaten und Wanderungen. Hier sind die Ausflüge, die Charlie in zwei Tage quetschen konnte.

Biologisches Reservat Monteverde: Cloud Forest

Für eines ist Monteverde berühmt: der Cloud Forest. Er ist Teil des tropischen Regenwaldes und fast immer bewölkt und neblig. Das war nicht der Fall als Charlie dort war. Sie hatte einen sehr sonnigen Tag und das Licht war einfach magisch.

Es gab einen Shuttle von Santa Elena, der Charlie am Morgen von ihrer Unterkunft abholte. Man muss diesen Shuttle im Voraus an der Rezeption buchen und er kostet 6$ für hin und zurück. Bis zum Eingang des Cloud Forest waren es ungefähr 30 Minuten. Man kann das Ticket im Voraus online kaufen und so die Warteschlange umgehen.

Der Cloud Forest ist täglich von 7 bis 16 Uhr ganzjährig geöffnet. Dies sind die Preise (Stand: Mai 2023):

Ticket Preis
Erwachsene (nicht in Costa Rica ansässig) 25$
Kinder (nicht in Costa Rica ansässig) 12$
Erwachsene (in Costa Rica ansässig) 8$
Kinder (in Costa Rica ansässig) 6$
Studenten (nicht in Costa Rica ansässig) 12$
Studenten (in Costa Rica ansässig) 6$
Parken 5$

 

Es gibt mehrere Wege, die durch den Wald führen. Am Eingang sowie an mehreren Stellen im Wald sind Karten der Wanderwege. Charlie begann mit dem „Sendero Nuboso” und lief zum Aussichtspunkt „La Ventana“. Von dort aus sieht man den Golf von Nicoya und befindet sich am Ort der kontinentalen Wasserscheide. Auf einer Seite fließt Wasser in Richtung Atlantik, auf der anderen zum Pazifik.

Charlie lief dann ins Innere des Waldes. Es war ein schmaler Pfad und es ging auch steil hinauf. Auf der anderen Seite nahm sie dann den Weg, der zu einem Wasserfall führte.

p>Die Hängebrücke ließ Charlie bis ganz zum Ende übrig. Es war ein weiterer Rundwanderweg, der zur Brücke führte und dann wieder zurück zum Eingang. Die Brücke sieht zunächst stabil aus, wenn man aber darüber läuft, merkt man, dass sie hängt.

Im Wald gibt es auch wilde Tiere und Charlie hatte Glück, dass sie Nasenbären und Affen sehen konnte. Letztere boten hoch oben in den Bäumen ein schönes Schauspiel als sie sich um saftige Früchte zum Mittagessen stritten. Die ersten Nasenbären, die Charlie sah, gruben am Wegrand nach etwas Fressbarem. Als sie auf den Shuttle zurück wartete, sah sie noch einen weiteren, der es sich in der Sonne in der Nähe des Eingangs gemütlich gemacht hatte.

Auf der Kaffeeplantage

Die Haupteinnahmequelle in Monteverde ist Tourismus, an zweiter Stelle steht Kaffee. Die Einheimischen verbinden beides miteinander und bieten Touren über Kaffeeplantagen und Verkostungen an. Charlie hatte für den Anreisetag keine Pläne gemacht und sah, dass es am Nachmittag eine Kaffee-Tour gab. Da war sie dabei.

Sie wurde um 14 Uhr von ihrer Unterkunft abgeholt und es ging zur El Pueblo Kaffeplantage. Als sie abfuhren, regnete es, als sie auf der Plantage ankamen, schien die Sonne. Zu dieser Jahreszeit, Ende März, stand der Kaffee in voller Blüte und erstrahlte in weißen Blüten, die ein bisschen wie Jasmin duften.

Es gab an diesem Tag zwei Gruppen, eine auf Englisch und eine auf Spanisch. Charlie schloss sich der spanischen Tour an. Ein bisschen Übung kann ja nie schaden. Es stellte sich später als sehr gute Entscheidung heraus. In der Landessprache bekommt man immer etwas mehr Information.

Der Tourguide Julio sprach über die Geschichte des Kaffees, den Kaffeeprozess vom Samen bis in die Tasse sowie die gesundheitlichen Vorteile als Anti-Depressiva, Antioxidans und als Behandlung für Asthma. Er sprach auch über die verschiedenen Wege, wie die Kaffeebohne getrocknet wird. Im Ofen bei 90°C dauert es 48 Stunden, in der Sonne zwei Wochen. Bei der Trocknung in der Sonne enthält die Kaffeebohne mehr Koffein und mehr Antioxidantien. Es ist keine Überraschung, welche Trocknungsmethode er bevorzugt und auf seiner eigenen Kaffeeplantage anwendet.

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Mitten in der Tour tauchte auch der Besitzer der Plantage, Freddy, auf. In der Hand hielt er ein Stück Zuckerrohr und ein Säbel. Vor den Augen der Gruppe schälte und zerschnitt er das Zuckerrohr und alle konnten ein Stück probieren. Es war natürlich sehr süß, enthielt aber auch viel Wasser und Fasern. Es war gar nicht so leicht zu essen.

Nachdem sie die gesamte Plantage gesehen und alles über die verschiedenen Arten der Röstung gehört hatten, war es an der Zeit, sich zur Verkostung zu setzen. Julio brühte den Kaffee Frisch am Tisch auf und sprach über dessen Eigenschaften. Freddy servierte auch Bananenbrot und picadillo de arracache, einen süßen und einen herzhaften Snack.

Charlie war sehr froh, dass sie sich der spanischen Gruppe angeschlossen hatte. Die englische Gruppe war bereits gegangen und auf dem Rückweg zum Hotel, als Freddy eine Runde „Milch“ servierte. Zumindest stand das auf der Flasche, darin aber befand sich ein hochprozentiger, selbstgebrannter Schnaps. Es stellte sich als Cachaca heraus. Nachdem die Gruppe probiert hatte, gab es noch eine Runde Sirup aus Zuckerrohr, der ebenfalls aus eigener Herstellung war.

Freddy fragte die Gruppe, ob sie es eilig hatten, und bot einen kleinen Umweg an, bevor es in den Ort zurück ging. Sie hielten an einem Aussichtspunkt, von dem aus man den gesamten Golf von Nicoya und den Cloud Forest sehen konnte.

Sonnenuntergang

Auf dem Rückweg von der Kaffeeplantage hatte Freddy einen Ort gezeigt, von wo aus man den Sonnenuntergang sehen konnte. Es waren vom Ort aus nur 15 Minuten zu Fuß. Charlie kam dort 30 Minuten vor Sonnenuntergang an und alles war in Orange- und Gelbtöne getaucht. Der eigentliche Sonnenuntergang war hinter den Bäumen, aber das Licht und der Ausblick über den Golf von Nicoya waren auch so herrlich. Wenn ihr diesen Ort finden wollt, lauft ihr in Richtung des Friedhofs, biegt dann nach rechts ab und lauft für weitere 5 Minuten den Hügel hinauf.

Nachtwanderung

Charlie hatte bei der Kaffeetour Mona und Rodrigo aus Madrid kennengelernt und sie hatten sich gut unterhalten. Sie hatten ihr von der Kinkajou Nachtwanderung erzählt, die sie noch für den gleichen Abend gebucht hatten. Das klang interessant und Charlie wollte sich auch anschließen. Noch vom Auto aus rief Freddy Marleny in der Pension an, um die Tour für Charlie zu buchen. Zunächst gab es keinen freien Platz mehr für Charlie, aber sie machten es möglich. Als Charlie nach der Kaffeetour zur Unterkunft zurückkam, schaute Marleny aus dem Fenster und rief ihr zu, dass sie um 18.30 abgeholt werden würde. Das war 40 Minuten nach dem Sonnenuntergang.

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Der Bus setzte sie am Kinkajou-Reservat ab und sie schlossen sich der Gruppe mit dem Guide namens David an. Es war eine kleine Gruppe mit nur 5 Personen. Zum zweiten Mal an diesem Tag war es von Vorteil, dass Charlie Spanisch sprach.

Nach einer Sicherheitseinweisung bekamen sie alle Taschenlampen und es ging auf in den Wald. David sagte ihnen, dass gerade ein Faultier gesichtet wurde und sie liefen etwas schneller, um an den Ort zu kommen. Sie hatten Glück und das Faultier war noch da.

David gab ihnen viele Informationen zu dieser Art von Faultier, das mit zwei Fingern, das nachtaktiv ist, sich aber 23 Stunden am Tag ausruht. Es hat vier Mägen, eine langsame Verdauung und nur ein Kind. Im Laufe der Wanderung sahen sie einen Skorpion, der im Dunkeln leuchtet, eine Eule, die am Wegrand ihre Eier legte, eine der giftigsten Schlangen der Welt, eine Tarantel, einen Kolibri und einen Tukan. David wusste, wo man nach diesen Tieren Ausschau halten musste und wie man sie auf sichere Weise beobachten und fotografieren konnte. Ohne Guide hätte Charlie kein einziges Tier gesehen. Um ehrlich zu sein, wäre es auch ganz schön gruselig gewesen, allein nachts durch den Wald zu laufen. Man glaubt gar nicht, wie viele Geräusche man im Dunkeln wahrnimmt.

Auch der Nachthimmel war von dieser Stelle einfach unglaublich!

Ein Garten voller Orchideen

Charlie hatte nach der Wanderung im Cloud Forest etwas Zeit am Nachmittag und sie beschloss, sich den Orchideen-Garten in Monteverde anzuschauen. Der war direkt im Ort.

Die Tour wurde an diesem Nachmittag von Aurora geleitet und war in Englisch und Spanisch. Die anderen Teilnehmer waren eine Reisegruppe aus dem Französisch-sprachigen Teil Kanadas und alles wurde auch direkt auf Französisch übersetzt. Charlie bekam an diesem Nachmittag alle Informationen dreimal.

Es war gut, mit einem Guide durch den Garten zu laufen, denn die meisten Orchideen sind so winzig, dass man sie kaum sieht. Aus diesem Grund bekamen sie auch eine Lupe am Eingang.

Aurora teilte sehr viele Informationen über die Art der Orchideen im Garten, wie und wo sie wuchsen, wie sie bestäubt werden und woran der Geruch erinnert. Charlie überprüfte die Gerüche direkt und die Beschreibung war immer zutreffend. Die beeindruckendste Orchidee im gesamten Garten war die Guaria Morada, das Nationalsymbol Costa Ricas.

Der Orchideen-Garten in Monteverde ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (letzter Rundgang um 16 Uhr) und man sollte ein Ticket vorher auf deren Webseite kaufen. Dies sind die Preise (Stand: Mai 2023):

Ticket Preis
Erwachsene 16$
Studenten 13$
Kinder (6-12 Jahre) 13$
Staatsbürger und in Costa Rica Ansässige 8$
Private Führung 160$

 

Unterkunft in Monteverde

Die meisten Touristen kommen im Ort Santa Elena unter und es gibt dort viele Pensionen und Hostels. Sie alle bieten Touren an und waschen auch die Wäsche. Es ist ein echter Schmelztiegel für Backpacker. Es gibt auch ein Café im Ort namens “Café Monteverde“ mit einem Coworking-Bereich im Obergeschoss, falls man mal ein paar E-Mails beantworten muss. Etwas außerhalb des Ortes sind auch ein paar Hotels.

Charlie übernachtete im Cabinas El Pueblo und kann es wärmstens empfehlen. Es war ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, es war ruhig, hatte gemütliche Betten, hervorragendes Frühstück, eine gute Lage und die Besitzer Freddy und Marleny geben alles, um den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Ja, das ist der gleiche Freddy, der auch die Tour der Kaffeeplantage anbot.

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