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Surffilm: A Fly in the Champagne (2009)

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A fly in the champagne movie poster

Surffilm: A Fly in the Champagne (2009)

Doku über die ärgsten Rivalen, die es im Surfen bisher zu sehen gab: Andy Irons vs. Kelly Slater

Ganzer Film auf Amazon Prime Video

Wenn ihr euch Surfwettbewerbe anschaut, sei es die WSL Championship Tour, die Qualifying Series oder ein kleiner Wettbewerb, bemerkt ihr schnell, dass es da immer Rivalität gibt. In der vergangenen Saison als Charlie bei der Quiksilver Pro in Frankreich 2019 war, würde man in diesem Zusammenhang definitiv die Brasilianer Gabriel Medina, Italo Ferreira und Felipe Toledo nennen. Jahre zuvor denkt man vielleicht an Namen wie Sunny Garcia und Mark Occhilupo oder Joel Parkinson und Mick Fanning… aber die Rivalität in der Geschichte des Surfens, die uns für immer in Erinnerung bleibt, war die der Surflegenden Andy Irons und Kelly Slater.

Es begann im Jahr 1998 als der damals 20-jährige Andy Irons die Bühne der professionellen Surfwettbewerbe betrat. Kelly Slater – schon damals eine Legende – wurde vom Vorbild zum Rivalen.

Der Film A Fly in the Champagne dokumentiert die Rivalität, die in den frühen 2000er Jahren zwischen Irons und Slater aufkam. Zehn Jahre später schauen die beiden Profi-Surfer zurück auf alles, was passiert war und lachen sogar über jene Momente, in denen sie am liebsten aufeinander eingeschlagen hätten.

A Fly in the Champagne ist ein Dokumentarfilm von 2009, von Irons Brothers Productions produziert unter Regie von Matt Beauchesne. Geschrieben wurde die Doku von Chris Cote und Sal Masekela.

Der Aufstieg zum Ruhm

Der Film beginnt mit einem Rückblick auf die Anfänge der Karriere von Kelly Slater und Andy Irons bis zu dem Punkt, als sie sich in den Wellen gegenüberstanden.

Sponsoren und Freude von Irons und Slater sprechen über ihre Erinnerungen und geben weitere Einblicke in beide Biografien. Man hört den Geschäftsführer von Quiksilver Bob McKnight darüber reden, wie er Kelly zum ersten Mal begegnete. Freunde wie Todd Kline und Strider Wasilewski sprechen über die Anfänge und die Vorteile, die er hatte, weil er gut darin war, die Wellen zu verstehen. Man sieht Bilder von Kelly zu Beginn seiner Karriere, als er Siege bei Amateurwettbewerben nach Hause holte.

Andys Hintergrund wird von Vertretern der Marke Billabong zusammengefasst sowie von Freunden wie Kai Garcia und Shane Dorian. Es wird besonders hervorgehoben, dass Andy seit der Kindheit zu Kelly aufschaute.

Wenn diese Namen eingeblendet werden, steht daneben einfach nur “Freund” ohne preiszugeben, ob es sich dabei um einen Freund Kellys oder Andys handelt. Hierin findet sich bereits ein Hinweis, der später im Film aufgegriffen wird. Beide Surfer hatten viele gemeinsame Freunde und mussten irgendwie miteinander auskommen.

Es geht heiß her

Nachdem sie die ersten Male aufeinandergetroffen waren, unterbrachen beide, sowohl Kelly Slater als auch Andy Irons, kurzzeitig ihre Karriere. Andy qualifizierte sich 2001 erneut für die Welttour und Kelly schloss sich 2002 wieder an. Von da an intensivierte sich die Rivalität. Andy Irons spricht in A Fly in the Champagne auch über die Rolle, die die Medien dabei spielten.

Kelly Slater with quote 'He wasn’t the guy I grew up looking up to anymore. He was the guy that I wanted to beat more than anything. Just seeing all this kind of crap. I just wanted nothing better than leave him on the beach with a loss.'

“He wasn’t the guy I grew up looking up to anymore. He was the guy that I wanted to beat more than anything. Just seeing all this kind of crap. I just wanted nothing better than leave him on the beach with a loss.” (Andy Irons in A fly in the champagne, minute 18)

Beide, Kelly Slater und Andy Irons, teilen im Film Erinnerungen über Boxtraining und wie sie sich vorstellten, den anderen zu schlagen, Voodoo-Puppen und Scherze, die auch ebenso Psychospiele hätten sein können.

Im Film werden Wettbewerbe und Siege von 2003 bis 2006 zusammengefasst. In diesem Zusammenhang erinnern sich Andy und Kelly beide an Wettbewerbe, bei denen die Punktzahlen, die sie erhielten, wohl nicht ganz angemessen waren.

Man sieht einen lachenden Kelly Slater, der sich daran erinnert, wie Andy ihn im Wasser anbrüllte, sowie einen verwirrten Andy, dem gerade von Kelly mit den Worten “Ich liebe dich wie einen Bruder” auf die Schulter geklopft worden war.

Die Art und Weise wie sie im Film über die Rivalität sprechen macht deutlich, wie im Laufe der Jahre aus einem „Ich will ihn mehr als alles andere in der Welt besiegen“ ein „Wenn mich jemand besiegt, dann kein anderer außer er“ wurde.

Tiefe Rivalität und menschliche Gefühle

Es wird in A Fly in the Champagne nicht so emotional, wie man das vielleicht vermuten würde, es gibt aber eindeutige Hinweise. Kelly Slater teilt Gefühle aus dem Jahr, in dem sein Vater gestorben war, Andy Irons spricht darüber, wie er das Interesse am Surfen verlor und zu viele Partys feierte. Als A Fly in the Champagne 2009 herauskam, war noch nicht viel darüber bekannt, aber heute wissen wir, wie es wirklich um Andy stand. Der Film “Andy Irons: Kissed by God” legt dies gut dar.

Kelly berichtet, wie Andy sich ihm zu einem bestimmten Moment offenbarte. Andy spricht darüber, wie er nach seiner Hochzeit wieder zum Surfen zurückfand. Bei dem, was wir heute über Andys Leben wissen, bekommt dies eine völlig neue Bedeutung.

Der Film endet mit einer gemeinsamen Reise von Kelly Slater und Andy Irons nach Indonesien. Wenn man sich die Beschreibung des Films durchliest, sind die Erwartungen an diese Szenen hoch. Leider kommt dieser Teil aber etwas zu kurz. Es gibt im Film keine Szenen, die zeigen, wie beide miteinander interagieren. Man bekommt den Eindruck einer forcierten Reise, die nicht wirklich ihren Sinn erfüllt. Der Zuschauer wartet vergebens auf ein zweites „Ich liebe dich wie einen Bruder“.

Andy Irons spricht darüber, wie es war, mit Kelly Slater, Shane Dorian und Martin Potter zu surfen. Er bewundert, wie der damals 43-jährige noch in der Lage war zu surfen und wünscht sich, in dem Alter noch ebenso gut zu sein. Leider werden manche Träume nicht wahr… RIP Andy Irons!

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