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Ostende

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Beach promenade in Ostend

Ostende

Charlies Ausflug an die belgische Küste

Es kommt euch vielleicht komisch vor, dass Charlie Anfang März einen Ausflug an die Nordsee macht, aber dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: Charlie traf sich dort mit ein paar alten Freunden aus ihrer Zeit in Malta. Der Plan war, an einem Volleyballturnier teilzunehmen. Das wiederum könnte ebenfalls etwas merkwürdig erscheinen, aber auch dafür gab es einen guten Grund: Sie alle hatten in Malta Beachvolleyball gespielt – der Sport war die Grundlage ihrer Freundschaft. Will, der den Ausflug nach Belgien initiiert hatte, hatte seit seiner Kindheit mit seiner Familie in England Volleyball gespielt und sie waren für die vergangenen 20 Jahre jedes Jahr zum Turnier in Ostende gefahren. Und so endeten sie alle in dieser Kleinstadt an der belgischen Küste am ersten Wochenende im März.

Anreise nach Brüssel

Die meisten von ihnen lebten noch immer auf Malta und reisten gemeinsam an, Antje und Ben kamen aus Österreich, Ethan und George aus Deutschland und Charlie aus London. Sie nahm am Freitagabend den Eurostar von King’s Cross St. Pancras, da das einfacher war, als zu fliegen. Die Londoner Flughäfen sind alle außerhalb der Stadt und man braucht eine Weile, um dorthin zu kommen. King’s Cross St. Pancras hingegen liegt direkt in der Innenstadt und ist einfach zu erreichen. Mit dem Zug braucht man nur 2 Stunden von London nach Brüssel und wenn man früh bucht, findet man auch Tickets zu guten Preisen.

Charlie kam um 23 Uhr in Brüssel-Süd (Brussels-Midi) an und aus irgendeinem Grund war ihr Ticket nach Ostende für einen Zug vom Hauptbahnhof in Brüssel. Wenn sie doch nur gewusst hätte, dass dieser Zug auch am Bahnhof Brüssel-Süd hält, hätte sie ihn nicht verpasst. Der nächste und letzte Zug würde um 0.20 Uhr abfahren und Charlie fand eine Kneipe, Brewdog, gegenüber dem Bahnhof, wo sie die Wartezeit würde überbrücken können. Das umfangreiche Angebot an Bier jedoch wurde zur Herausforderung und Charlie bestellte einfach das erste auf der Karte. Ihr Französisch war scheinbar etwas eingerostet, denn sie bekam zwei Bier anstatt von einem. Die Kellnerin war so nett, das zweite wieder zurückzunehmen und Charlie nur eines zu berechnen. Da sie aber für das zweite keine Verwendung hatte, wurde es Charlie überlassen. Als sie einen Witz darüber machte, dass sie im Zug würde gut schlafen können, antwortete die Kellnerin nur: „Es ist alkoholfrei“ und lächelte. Dieser Ausflug nach Belgien ging ja gut los: Charlie war in einem englischen Pub und trank alkoholfreies Bier. Da war nicht unbedingt die Vorstellung, die sie von Belgien hatte.

Charlie kam um 2.30 Uhr in der Nacht in Ostende an und ging direkt zum Hotel. Sie teilte sich ein Zimmer mit Antje, die schon schlief. Charlie war so leise wie möglich. Sie würde die anderen beim Frühstück treffen.

Ein Tag in Ostende

Direkt nach dem Frühstück gingen sie alle zu der Turnhalle, wo das Volleyballturnier stattfinden würde und verbrachten den ganzen Tag dort. Am Ende gingen sie mit dem 3. Platz nach Hause und waren selbst sehr überrascht über das gute Ergebnis, denn sie hatten nie zuvor in dieser Konstellation und in der Halle gespielt. Obwohl sie nicht gewonnen haben, war Will sehr stolz auf das Ergebnis, da das Team, in dem sein Vater und Bruder spielten, nur auf dem 4. Platz landete. Er war nun also der beste Volleyballer der Familie und die Trophäe musste den ganzen Abend Schau getragen werden.

Nach dem Turnier hatten Ben, Antje und Arthur eine etwas verrückte Idee: Sie wollten im Meer schwimmen gehen! (Zur Erinnerung: es war das erste Wochenende im März.) Es war in der Tat eine Abkühlung nach dem sportlichen Tag und dauerte nur wenige Sekunden.

Charlie hatte die Kamera geholt und machte ein paar Schnappschüsse an der Strandpromenade bei Abenddämmerung. Es war ein schöner Spaziergang am Strand und über den Wellenbrecher, von wo aus Charlie eine gute Aussicht auf die Skyline der Stadt vom Meer aus hatte.

Sie alle trafen sich später wieder zum Abendessen und beendeten die Nacht in einem Pub. Dieses Mal hatte das Bier einige Prozente. Charlie ging gegen Mitternacht schlafen, einige der anderen gingen in dieser Nacht gar nicht schlafen und sie alle trafen sich am Sonntagmorgen beim Frühstück wieder, bevor sie nach Brügge fahren würden.

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