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Teotihuacan, Tlatelolco und die Basilika von Guadalupe

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Teotihuacan, Tlatelolco und die Basilika von Guadalupe

Quer durch Mexikos Geschichte an nur einem Tag

Für viele Touristen in Mexiko-Stadt ist ein Besuch der Pyramiden ein Muss. Deshalb ist Teotihuacan die zweitmeistbesuchte archäologische Stätte Mexikos. Natürlich wollte Charlie sie ebenfalls sehen, vor allem aber wollte sie mehr über die Zivilisationen erfahren, die Mexiko zu dem machten, was es heute ist. Ein Ausflug nach Tlatelolco, zur Guadalupe-Basilika und nach Teotihuacan schien dafür ideal, denn er führte zu einigen der wichtigsten Schauplätze der mexikanischen Geschichte. Teotihuacan ist älter als die Azteken; Tlatelolco war ihre letzte Bastion, bevor das Land zu Neuspanien wurde, und die Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe wurde nach der Eroberung erbaut und ist heute eine der bedeutendsten katholischen Pilgerstätten.

Geführte Tour nach Teotihuacan

Man kann alle drei Sehenswürdigkeiten auch auf eigene Faust und mit öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen. Vor Ort gibt es geführte Rundgänge. Charlie entschied sich für den Tagesausflug, da sie so alle drei Orte an einem Tag sehen konnte. Ursprünglich hatte sie sogar einen Ausflug gebucht, bei dem man mit einem Heißluftballon bei Sonnenaufgang über die archäologische Stätte fährt, aber der wurde abgesagt. Die andere Tour war die nächstbeste Variante. Es war ein straffer Zeitplan und Charlie hatte nicht so viel Zeit, wie sie an manchen Orten gerne gehabt hätte. Es ist aber eine gute Option, wenn man nur für kurze Zeit in Mexiko-Stadt ist.

Tlatelolco

Das erste Ausflugsziel war Tlatelolco, wo man noch die Reste eines Tempels der Azteken sehen kann, der einst an dieser Stelle war. Direkt gegenüber ist heute eine katholische Kirche und es ist deutlich sichtbar, dass diese mit den gleichen Steinen erbaut wurde, die zuvor den Tempel bildeten. Die Touristenführerin erklärte an dieser Stelle, wie die Azteken sich ursprünglich in der Gegend ansiedelten und wie die zwei Städte Mexico-Tenochtitlan und Tlatelolco später von den Spaniern erobert wurden.

An der Stelle ist außerdem die Plaza de las Tres Culturas, der Platz der drei Kulturen, also der aztekischen, der spanischen und der des modernen Mexikos. Es ist eine Gedenkstätte, die an ein Massaker aus dem Jahr 1993 erinnert.

Tlatelolco

Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe

Die Legende besagt, dass der indigene Juan Diegito (der auf einen spanischen Namen getauft wurde) die Jungfrau von Guadalupe auf einem Hügel in der Nähe sah. Sie hatte ihm aufgetragen, eine katholische Kirche zu erbauen. Der Stoff, auf dem ihr Abbild erschien, ist heute der Grund, warum viele Katholiken an diesen Ort pilgern. Die ursprüngliche Kirche ist nicht mehr da. Im Laufe der Zeit wurde sie durch – mittlerweile zwei – Kirchen ersetzt. Die ältere stammt aus der Kolonialzeit und wie auch die Kathedrale in der Altstadt, sinkt sie tiefer in den Boden. Die Stadt wurde auf weichem Untergrund gebaut. Die jüngere Kirche ist rund und bietet Platz für bis zu 10000 Menschen. Zwischen beiden Kirchen ist eine Statue von Pabst Johannes Paul II. und eine Treppe, die auf den Hügel führt, auf dem die Jungfrau ursprünglich erschienen sein soll.

Ganz gleich, welcher Religion man angehört, ein jeder ist an diesem Ort willkommen und es ist einen Besuch wert. Er steht für einen wichtigen Teil der mexikanischen Geschichte und vom höchsten Punkt des Hügels hat man einen großartigen Ausblick über die Stadt.

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Teotihuacan

Es war das Hauptziel dieses Ausflugs, aber Charlie musste sich etwas gedulden. Vom Bus aus war eine der Pyramiden bereits zu sehen, aber zuerst ging es in ein Touristenzentrum und Restaurant. Dort gab es Mittagessen und die Gruppe lernte etwas über Obsidian, das in der Region schon seit prähistorischen Zeiten abgebaut wird. Sie probierten auch Pulque, Tequila und Mezcal.

Nach dem Mittagessen war es endlich an der Zeit, die archäologische Stätte Teotihuacan zu besuchen. Den ganzen Morgen über hat die Sonne geschienen, jetzt war Charlie aber etwas skeptisch, als die Touristenführerin daran erinnerte, Sonnencreme aufzutragen. Dunkle Wolken waren am Himmel zu sehen. Und natürlich regnete es in Strömen nur wenige Minuten nachdem sie Teotihuacan betraten. Das Einzige, was Charlie nicht dabei hatte, war ein Regenmantel. Zum Glück gab es im Souvenirladen genug für alle Besucher an diesem Tag. Bestimmte Teile der Gebäude waren wegen des Regens geschlossen. Charlie genoss den Spaziergang zwischen den antiken Mauern, staunte, wie gut erhalten einige der Wandgemälde sind und machte ein Foto vor den gigantischen Pyramiden, auf dem sie sich winzig vorkommt.

Teotihuacan wurde von einem antiken Volk erbaut, über das nicht viel bekannt ist. Eines ist aber sicher: Es waren nicht die Azteken. Teotihuacan ist viel älter. Charlie war von den Strukturen beeindruckt und auch davon, wie gut sie 2000 Jahre später noch erhalten sind. Es war gut, dass der Ort bereits verlassen war, als die Spanier kamen. Die Steine wurden nicht für den Bau Neuspaniens verwendet und Teotihuacan blieb erhalten.

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