Santa Fe de Antioquia
Tagesausflug von Medellin in die Kolonialzeit
Wenn man einen Einheimischen in Medellin nach Ausflugs-Tipps fragt, dann werden früher oder später die Dörfer in der Nähe der Stadt erwähnt, die ihren kolonialen Charakter noch haben und eines davon ist Santa Fe de Antioquia.
Anreise nach Santa Fe
Wenn man keine Tour bucht, dann nimmt man am besten vom Nord-Busbahnhof in Medellin einen Bus nach Santa Fe. Je nach Verkehrsaufkommen dauert die Fahrt 1 bis 1,5 Stunden und das Ticket kauft man direkt am Busbahnhof. Als Charlie am Schalter fragte, wurden ihr zwei Möglichkeiten angeboten: ein Bus und einer sogenannter „collectivo“. Letztere ist ein Kleinbus für bis zu 12 Personen, der direkt nach Santa Fe durchfährt ohne Zwischenhalte. Das buchte Charlie. Es saßen bereits ein paar Passagiere im Bus und sie fuhren los sobald Charlie saß.
Die Rückfahrt war etwas abenteuerlicher, denn es war ein Sonntag und der Ticketschalter in Santa Fe war geschlossen. Mitten im Raum saß eine Frau an einem Klapptisch, die Tickets nach Medellin verkaufte. Sie beschrieb den Bus als “farbenfrohen Chiva” und Charlie hatte keine Ahnung, was das bedeutete. Sie war überrascht, als sie einen riesigen Truck kommen sah. Der war tatsächlich farbenfroh und im Vergleich zur Busfahrt am Morgen gar nicht gemütlich. Im Truck waren Sitzbänke und einige Passagiere konnten auch nur mit Mühe über die Seiten hineinklettern. Koffer und größere Gepäckstücke wurden auf dem Dach festgebunden. Charlie ist schon komfortabler gereist, aber es war ein Abenteuer und sie war froh darüber, diese echt kolumbianische Erfahrung gemacht zu haben.

Sehenswürdigkeiten in Santa Fe
Das Dorf Santa Fe ist vor allem für die Brücke, Puente Colgante de Occidente, bekannt. Neben dem Marktplatz, Plaza de Bolívar, ist ein Tuktuk-Stand. Man muss nicht im Voraus buchen. Man geht einfach zu einem der Tuktuk-Fahrer und bittet um eine Fahrt zur Brücke. Charlie wurde die Fahrt für 40.000 Pesos (ungefähr 10 Euro) angeboten, was auch eine Wartezeit von 30 Minuten beinhaltete, um über die Brücke zu laufen und sich die Stände anzusehen, und dann nach Santa Fe zurückzufahren. Es war eine schöne Fahrt durch die Berge und beim Überqueren der Brücke hat man gute Ausblicke über die Landschaft und den Fluss.

Zurück im Ort aß Charlie in einem Restaurant zu Mittag, das einen hübschen Innenhof hatte, und sie besuchte das Museum Juan del Corral, wo sie etwas über die Geschichte von Santa Fe de Antioquia lernte.

In Santa Fe kann man sich auch einen Tagespass für einen Pool buchen. Es ist dort viel wärmer als in Medellin. Auch an dem Tag, als Charlie dort war, war es warm und die Luftfeuchtigkeit war hoch. Es war aber nicht sonnig und ihr war nicht nach Pool zumute. Sie spazierte lieber durch die historischen Gassen aus Kopfsteinpflaster und die Architektur im Kolonialstil, die sie sehr an Antigua in Guatemala erinnerte.