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Ein Besuch in einer Favela in Rio

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View from the favela Vidigal over Rio de Janeiro

Ein Besuch in einer Favela in Rio

Rundgang durch die Favela Vidigal

Sie sind fester Bestandteil der Stadt Rio de Janeiro, haben aber auch ein sehr negatives Image. In den Medien werden sie oft als Slum mit viel Gewalt und Armut dargestellt. Auch Charlie hatte Vorurteile und war sich nicht sicher, ob sie sich eine Favela ansehen sollte. Ihre größte Sorge war Sicherheit. Die Tour, die sie am Ende mitmachte, wurde von der Sprachschule durchgeführt und sie fühlte sich in sicheren Händen.

Favela vs. Gemeinschaft

Um das negative Image in etwas Positives umzuwandeln, sprechen die Einheimischen – die, die in der Favela leben – eher von „comunidade“ (Gemeinschaft). Als Charlie die Favela Vidigal besuchte, wirkte es eher wie eine kleinere Stadt in der größeren Stadt Rio. Es gibt kein Tor, das man zur Favela durchqueren muss und entgegen ihrer Vorstellung waren auch die Häuser richtige Häuser. Es sind keine kleinen Hütten, die provisorisch errichtet wurden. Es gibt Geschäfte, Restaurants, ein Krankenhaus und ein Postamt.

Die Gruppe ging auch zu einer Terrasse hinauf, die zu einem Restaurant mit Bar gehört. An der gleichen Stelle finden freitags und samstags Partys statt, die für jeden zugänglich sind. Man muss nicht zur Gemeinschaft gehören, um dort feiern zu gehen.

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Tourismus in der Favela

Favela turismo

Geführte Touren in die Favelas sind in Rio keine Seltenheit. Man könnte auch alleine hingehen. Es gibt auch eine App „Turismo na favela“, wo man viele Infos findet und die Route sicher planen kann.

Wichtig ist, dass man die Einheimischen mit Respekt behandelt. Man muss bedenken, dass man deren Wohnviertel besucht. Es ist kein Ausflug in den Zoo. Von daher sollte man zweimal überlegen, bevor man ein Foto macht und man sollte dort vielleicht auch etwas kaufen, sodass auch die Bewohner etwas von dem Besuch haben.

Als Charlie dort war, aß die Gruppe in einem Restaurant in der Favela zu Mittag, zahlte einen Beitrag für ein soziales Projekt und genehmigte sich ein kühles Getränk in einer Bar in der Favela.

Sicherheit in der Favela

Vor ihrem Besuch machte sich Charlie viele Gedanken zum Thema Sicherheit. Am Ende war das gefährlichste an dem ganzen Ausflug der Straßenverkehr auf der Hauptstraße in die Favela. Die Gruppe fuhr mit einem Mototaxi hinauf und lief dann wieder zurück. In beiden Richtungen, sowohl mit dem Moped nach oben und auch zu Fuß wieder zurück, war das nicht gerade ungefährlich. Abgesehen davon, sah Charlie nichts, was auf Gefahr hingedeutet hätte.

Die Favelas werden weiterhin, obwohl sie befriedet sind, von Gangs kontrolliert und es könnte passieren, dass man ein Drogengeschäft beobachtet. Solange man davon keine Fotos schießt, interessiert niemanden, was man beobachtet. (Man muss aber wissen, dass nicht alle Favelas in Rio befriedet sind. Die im Norden der Stadt sollte man als Tourist meiden, denn die Gewalt ist dort noch immer vorherrschend.)

In der Favela wird auch nicht gestohlen, denn das wird in der Gemeinschaft nicht toleriert. Wenn man beim Stehlen erwischt wird, kann man dafür auch schnell eine Hand verlieren. Somit kann man auch das Handy in der Favela ohne Bedenken herausholen.

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Streetart in der Favela

Es gibt einen sehr guten Grund, aus dem man das Handy herausholen möchte: um Fotos von Streetart zu machen. In der gesamten Favela Vidigal sieht man überall sehr viele Wandgemälde. Charlie wusste gar nicht, wo sie zuerst hinsehen sollte.

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