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Sunset in the mountains of Madeira

Wanderungen zum Acatenango und Fuego

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Sunrise at Acatenango

Wanderungen zum Acatenango und Fuego

Vulkane erklimmen in Guatemala

Wenn ihr in Guatemala, und vor allem in Antigua, seid, dann dürft ihr euch ein ganz bestimmtes Naturschauspiel nicht entgehen lassen: ein aktiver Vulkan. Ungefähr alle 15 Minuten bricht der Vulkan Fuego aus und man sieht die dunkle Rauchwolke aus weiter Ferne. Wenn ihr es aus der Nähe sehen wollt, dann könnt ihr das auch. Es gibt geführte Wanderausflüge von Antigua zu den Vulkanen Acatenango und Fuego. Charlie gehörte zu den Mutigen, die einen aktiven Vulkan erklommen.

Auf zum Acatenango mit CA Travelers

Erfahrene Wanderer kommen bestimmt in Versuchung, allein auf den Acatenango zu gehen, aber das solltet ihr besser nicht machen. Aus Sicherheitsgründen ist eine geführte Tour eher empfohlen. Diese Wanderung sollte man nicht unterschätzen!

Charlie machte die 2-Tages-Tour mit CA Travelers und die gesamte Gruppe traf sich um 7.15 Uhr am Samstagmorgen in deren Büro in Antigua. Als erstes gab es ein leckeres Frühstück und alle Teilnehmer konnten sich kennenlernen bevor das Abenteuer losging. Nach dem Frühstück ging es mit einem Bus zu dem Zentrum, wo die Ausrüstung verteilt wurde. Es war ungefähr 15 Minuten entfernt. Dort wurden alle Teilnehmer mit dem Notwendigen ausgestattet:

  • Rucksack (Es ist besser, wenn ihr euren eigenen habt. Wenn ihr euch einen leihen möchtet, solltet ihr das im Voraus anmelden.)
  • Winterjacke
  • Ein Camel-Pack mit Wasser
  • Eine Stirnlampe
  • Eine Decke für den Schlafsack
  • Winterhandschuhe
  • Lunch-Paket mit vorbereiteten Mahlzeiten fürs Wochenende

Als endlich alles sicher verpackt war, ging es zurück in den Bus und sie fuhren 45 Minuten bis zum Eingang des Acatenango Nationalparks. Jetzt ging das Abenteuer richtig los.

Bereit, einen Vulkan zu erklimmen

Bevor es losging, konnte man sich Wanderstöcke ausleihen und jemanden beauftragen, der das Gepäck trägt. Bei den Wanderstöcken war es gar keine Frage. Auf jeden Fall würde Charlie sich die ausleihen für die unebene und steile Strecke am Acatenango. Was das Tragen des Gepäcks anging, hatte Charlie gemischte Gefühle. Es fühlte sich ein bisschen wie Sklaverei an. Andererseits, und das sagte auch der Reiseleiter von CA Travelers, war es für die Einheimischen eine Möglichkeit, den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie zu verdienen. Zugleich hatte auch ein anderer Reisender aus der Gruppe keinen Rucksack, der groß genug für alles war. Charlie hatte ihren großen Rucksack, in dem noch eine Menge Platz war. Sie beschlossen, alles in Charlies Rucksack zu packen und gemeinsam jemanden zu engagieren, der diesen, nun doch recht schweren Rucksack, tragen würde. Der Name des Trägers war Jaime und er stellte den ganzen Weg über sicher, nie zu weit weg von Charlie zu sein. Er und die anderen Träger gaben auch zusätzliche Tipps und Infos, da sie die Route zum Basiscamp genauso gut kannten wie die Wanderführer.

Es war beeindruckend, wie unbeschwert sie ihre Arbeit erledigten. Charlie war froh, dass sie bei dieser anspruchsvollen Wanderung ihr Gepäck nicht tragen musste. Die Träger aber taten dies mit Leichtigkeit.

Einige von ihnen liefen sogar nach der Wanderung wieder zurück nach Hause und waren am nächsten Morgen ganz früh schon wieder da, um das Gepäck herunterzutragen. Diese Arbeitseinstellung kann man nur bewundern!

Aufstieg zum Acatenango

Die Gruppe begann den Aufstieg gegen 11.30 Uhr und sie wurden bereits darauf vorbereitet, dass die ersten beiden Abschnitte sehr hart wären. Das war nicht gelogen! Es war steil, uneben, rutschig und an einigen Stellen sogar matschig. Mit jedem Zentimeter, den sie an Höhe gewannen, wurde auch die Luft kälter und dünner. Das Atmen fiel schwer und Charlie spürte ihren Herzschlag bis in den Magen. Einige erwähnten auch eine schmerzende Lunge.  Nach einer Weile wurde es wieder Leichter zu atmen, aber ihr solltet nicht davon ausgehen, dass ihr euch topfit fühlen werdet in der Höhenluft.

Sie machten während des Aufstiegs mehrere Pausen und die Wanderführer und Träger schauten immer, dass es allen gut ging. Einer in der Gruppe hatte zum Beispiel einen Krampf und stürzte. Er hatte sich zum Glück nicht verletzt, aber die Guides waren sofort zur Stelle, um zu helfen.

Gegen 16 Uhr erreichten sie das Basislager und jedem wurde ein Hütte zugewiesen und eine Matratze. Sie machten es sich ums Lagerfeuer gemütlich und stärkten sich mit heißer Schokolade. Von diesem Punkt aus hatten sie den perfekten Ausblick auf die Vulkane Agua und Fuego sowie das darunterliegende Tal. Er war zunächst bewölkt, klarte aber schnell auf. Es veränderte sich innerhalb weniger Minuten und war ein beeindruckendes Schauspiel.

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Wanderung zum Vulkan Fuego

Für die besonders abenteuerlustigen gab es auch die Möglichkeit, auf den Vulkan Fuego zu wandern. Schon vom Basislager aus war der Blick auf den Vulkan mit den häufigen Ausbrüchen einfach traumhaft anzusehen. Mit etwas Glück sah man nachts sogar, wie die rote Lava am Vulkan entlang floss. Darauf hatte Charlie gehofft und sie hatte die Kamera immer griffbereit. Sie beschloss, die Wanderung zum Fuego mitzumachen. Das waren weitere 4 bis 5 Stunden an steilen Hängen entlang in fast 3400 Metern Höhe. Ein weiteres Mal war sie sehr froh darüber, Wanderstöcke zu haben und vernünftige Wanderschuhe.

Einige aus der Gruppe machten die Wanderung zum Fuego ohne Wanderstöcke und in normalen Turnschuhen. Sie schafften es, aber es sah nicht vergnüglich aus. Der erste Abschnitt ist ein Abstieg an einem steilen Hang. Es ist ein schmaler Pfad und kein befestigter Boden. Nach ungefähr einer Stunde bergab, geht es dann bergauf zum Fuego. Von dort aus wurde es noch steiler und in manchen Abschnitten war es eher ein Kraxeln als eine Wanderung. Ganz ehrlich, überlegt es euch gut, ob ihr das mitmachen wollt und schätzt euer Fitness-Level realistisch ein. Einige in der Gruppe brachen auf dem Rückweg vor Erschöpfung in Tränen aus und Charlie stellte es sehr in Frage, warum sie sich diesem zusätzlichen Abenteuer angeschlossen hatte. Spaß sah anders aus!

Volcano Fuego at night

In jener Nacht zeigte die Natur ganz deutlich, wer das Sagen hat. Als die Gruppe oben ankam, war es so neblig, dass sie nichts sehen konnten. Charlie hatte vor der zweiten Wanderung ihre Kontaktlinsen gegen die Brille eingetauscht und das war eine Fehlentscheidung. Sie konnte nichts sehen, gar nichts. Wenn die Brillengläser nicht angelaufen waren, waren sie voller Regentropfen. Sie konnte auf dem Rückweg den Pfad nur mit Mühe sehen. Zudem war es oben sehr windig und die Kälte machte es zudem wenig erfreulich. Wahrscheinlich wäre es die Sache wert gewesen, wenn sie den Vulkan und die Ausbrüche wenigstens hätten sehen können. Ohne, war es die Anstrengung, um dorthin zu kommen, nicht wert.

Auf dem Rückweg zum Basislager klarte der Himmel auf und einige aus der Gruppe beschlossen, wieder nach oben zu gehen, um die Ausbrüche zu sehen. Charlie aber setzte mit ein paar anderen den Rückweg ins Basislager fort. Sie waren bereits erschöpft und es war fast 21 Uhr. Sie hatten auch noch nicht zu Abend gegessen.

Zurück im Camp kochten sie die Nudeln, die sie in ihren Kühltaschen hatten über dem Lagerfeuer, tranken Wein und gönnten sich ein paar Marshmallows als Dessert. Es war von den Guides sehr gut geplant und Charlie war erneut beeindruckt. Auf dem Weg nach oben hatte sie ein paar Leute gesehen, die große Kisten hinauftrugen. Das war wahrscheinlich der Wein, den sie nun mit neuen Freunden am Lagerfeuer genoss.

Sonnenaufgang vom Gipfel eines Vulkans

Am nächsten Morgen gab es eine weitere Möglichkeit zu Wandern. Dieses Mal ging es zum Gipfel des Acatenango, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wer sich anschließen wollte, musste um 3.45 Uhr aufstehen. Pünktlich um 4 Uhr würde es losgehen. Ausnahmen gab es keine, denn der Sonnenaufgang lässt sich nicht verschieben.

Charlie hatte beschlossen, diese Wanderung auszulassen. Die zum Fuego am Abend zuvor war anstrengend genug gewesen und sie brauchte wirklich keine weitere Herausforderung. Zudem konnte man den Sonnenaufgang auch vom Camp aus sehr gut sehen. Charlie hatte ihren Wecker auf 5.30 gestellt, um es nicht zu verpassen. Die Sicht war klar und man konnte perfekt sehen, wie die Sonnen hinter den Hängen des Nachbarvulkans Agua aufging.

Diejenigen, die nicht zur Morgenwanderung aufgebrochen waren, trafen sich wieder am Lagerfeuer und genossen einen heißen Tee und Frühstück. In der Nacht und am frühen Morgen war es sehr kalt gewesen.

Um 7.30 Uhr begann der Abstieg vom Acatenango. Sie brauchten etwas mehr als zwei Stunden und, wenn die Beine noch nicht erschöpft waren, dann waren sie es jetzt! Die letzten Abschnitte waren sehr steil und rutschig. Charlie war erneut froh darüber, Wanderstöcke zu haben. Sobald die am Eingang wieder abgegeben worden waren, ging es wieder in den Bus und zurück nach Antigua. Dort wurde die restliche Ausrüstung zurückgegeben und es gab frische Smoothies von CA Travelers. Dann ging es mit dem Bus weiter zum ursprünglichen Treffpunkt in Antigua und es war an der Zeit, sich von den neuen Freunden zu verabschieden.

Charlie war um 14 Uhr wieder in ihrer Unterkunft und sie war noch nie zuvor so froh über eine Dusche und ein Bett.

Volcano Fuego erupting

Acatenango Packliste

Vor dem Abenteuer solltet ihr die Informationen des Touranbieters gut lesen, da sie nützliche Informationen bereitstellen und euch sagen, was ihr mitbringen müsst. Das hier ist Charlies Liste:

  • Wanderrucksack (Ihr können einen ausleihen, aber es gibt nur eine begrenzte Anzahl.)
  • Winterjacke (Ihr bekommt eine, aber eine eigene ist besser.)
  • Handschuhe (Ihr bekommt welche, aber eigene sind besser.)
  • Stirnlampe (Ihr bekommt ein, aber es ist besser, eine als Ersatz zu haben.)
  • Robuste Wanderschuhe
  • Snacks (Ihr bekommt 4 Mahlzeiten, aber Snacks braucht ihr auch!)
  • Warme Schichten (Die Temperaturen fallen in der Nacht unter null Grad.)
  • Warme Socken für die Nacht (Charlie hatte sogar Stulpen.)
  • Mütze
  • Sonnencreme
  • Desinfektionsgel
  • Zahnbürste und umweltfreundliche Zahnpasta
  • Toilettenpapier und/oder Taschentücher
  • Feuchte Tücher
  • Powerbank (Falls ihr euer Handy laden wollt.)

Häufig gestellte Fragen zur Wanderung zum Acatenango

Muss ich im Voraus buchen?

Ja! Die Tour zum Acatenango ist sehr beliebt und es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Bucht es so früh wie möglich.

Muss ich Verpflegung mitbringen?

Bei der Tour mit CA Travelers bekommt ihr 4 Mahlzeiten: Frühstück im Tour-Büro, Lunchpaket, Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen. Für eine kleine Stärkung in den Pausen solltet ihr Snacks mitbringen.

Wo übernachtet man am Acatenango?

Im Basislager am Acatenango sind Holzhütten. Dort warten eine Matratze, ein Schlafsack und ein Kissen.

Gibt es Duschen und Toiletten?

Es gibt Toilettenhäuschen im Basislager, aber keine Spülung und kein fließendes Wasser. Ihr solltet feuchte Tücher mitbringen, Toilettenpapier und Desinfektionsgel. Es gibt keine Duschen und es ist so kalt, dass ihr euch sowieso nicht ausziehen möchtet.

Muss ich einen Schlafanzug mitbringen?

Nein. Bringt nur zusätzliche warme Schichten, damit euch in der Nacht nicht kalt wird. Ansonsten tragt ihr die gleichen Sachen wie zur Wanderung.

Kann man am Acatenango das Handy benutzen?

Während der Wanderung gab es hin und wieder Empfang, aber meistens nicht. Um euer Handy aufzuladen, solltet ihr eine Powerbank mitbringen. Alle Batterien und elektrischen Geräte solltet ihr auch in den Schlafsack legen, da die Kälte sich auf die Batterien auswirkt.

Wie lange dauert die Wanderung zum Acatenango?

Vom Eingang des Nationalparks sind es 4 bis 6 Stunden ins Basislager am Acatenango.

Kann man allein zum Acatenango wandern?

Wenn ihr viel Wandererfahrung habt, wisst, wie ihr euch vorbereiten und was ihr mitbringen müsst, könnt ihr den Acatenango auch allein erklimmen. Wenn ihr allerdings auch nur den geringsten Zweifel habt, dann geht besser mit einem Guide. Da habt ihr dann auch Zugang zu den Hütten für die Nacht und ihr müsst keine Campingausrüstung tragen.

Wie fit muss man für die Wanderung zum Acatenango sein?

Es ist keine einfache Wanderung und ihr solltet sie nur machen, wenn ihr körperlich fit seid. Man muss kein Leistungssportler sein, aber normale sportliche Aktivitäten sollten euch leicht fallen. Die Höhe macht es zudem schwieriger als andere Wanderungen mit ähnlichem Schwierigkeitsgrad.

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